Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft ist eine internationale literarische und wissenschaftliche Vereinigung. Sie sieht ihre Aufgabe darin, das Werk und Leben Kleists durch wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen zu erschließen und die in der Gegenwart fortwirkenden Einflüsse seiner Dichtung durch künstlerische, insbesondere literarische Veranstaltungen für eine breitere Öffentlichkeit zu fördern. Die Gesellschaft wurde am 5. Mai 1960 gegründet. Ihr Vereinssitz ist Berlin.

Internationale Jahrestagung der
Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft
Ort wird noch bekannt gegeben
18. - 20.11.2010
Die Rede von der »Politik der Literatur«, so schreibt Jacques Rancière, setzt »eine wesentliche Verbindung zwischen der Politik als spezifischer Form kollektiver Praxis und der Literatur als bestimmte[r] Praxis der Kunst des Schreibens« voraus. Die Frage nach der Art dieser Verbindung in Bezug auf Heinrich von Kleists Leben und Schreiben soll auf der diesjährigen Internationalen Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft »Kleist und die Politik«, die vom 18.-20.11. 2010 stattfinden wird, erörtert werden.
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Der Preisträger des Kleist-Preises 2010 steht fest: Ferdinand von Schirach, Schriftsteller und Strafverteidiger.
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Ferdinand von Schirach, 1964 in München geboren, ist ein bekannter Berliner Strafverteidiger und legte mit dem im Piper-Verlag erschienenen Erzählband „Verbrechen“ das meistbeachtete Debüt der deutschen Literatur 2009 vor. Sein im Sommer 2010 erschienener zweiter Erzählband «Schuld» steht momentan auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste.
Ferdinand von Schirachs Essay über das Schreiben
Der renommierte Kleist-Preis wird Ferdinand von Schirach am 21. November 2010 in Berlin während einer Matinée im Berliner Ensemble übergeben. Die Laudatio hält der Frankfurter Schriftsteller Bernd Eilert, der als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählter Vertrauensmann Ferdinand von Schirach in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt hat.
Der Kleist-Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Das Preisgeld geben die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kultur der Länder Berlin und Brandenburg.
Der Kleist-Preis hat eine lange Tradition. In den zehner und zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Hans Henny Jahnn, Bertolt Brecht, Robert Musil oder Anna Seghers ausgezeichnet. Nach der Wiederbegründung des Preises 1985 hießen die Preisträger u. a. Alexander Kluge, Thomas Brasch, Heiner Müller, Ernst Jandl, Monika Maron, Herta Müller, Hans Joachim Schädlich, Dirk von Petersdorff, Barbara Honigmann, Judith Hermann, Albert Ostermaier, Martin Mosebach, Emine Sevgi Özdamar, Gert Jonke, Daniel Kehlmann, Wilhelm Genazino, Max Goldt und zuletzt Arnold Stadler.
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