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Kleist, Pückler und das ewig Weibliche… Heinrich von Kleist, Hermann Fürst von Pückler-Muskau und die Frauen

Ausstellungsdauer: 26. August 2010 bis 31. Januar 2011
Ort: Stiftung Fürst Pückler Museum, Park und Schloss Branitz
Kurator: Herbert Schirmer

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zwei Geistesgrößen ihrer Zeit, Adlige, die sich zeitlebens nicht begegnet sind, deren beider Leben und Werk aber untrennbar mit weiblichen Protagonisten verbunden war. Die Exposition beleuchtet die Beziehungen beider Männer zu Frauen und geht dabei sowohl auf reale Personen als auch auf die Darstellung von Frauenfiguren in Dramen und Novellen ein.

Eine Ausstellung gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst Pückler Museum.


Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801 - 1810

Ausstellungsdauer: 27. August bis
1. Oktober 2010
Ort: Literaturhaus Magdeburg
Kurator: Herbert Schirmer

In erstaunlich kurzen Zeitspannen durchquerte Heinrich von Kleist Europa. Er reiste zu Fuß, zu Pferde oder in der Postkutsche. Nirgends hielt es ihn länger als 18 Monate. Die Ausstellung zeichnet das dichte Muster nach, das Kleists Reisen auf der europäischen Landkarte hinterließ und beschäftigt sich mit den Motiven seiner Unruhe.

Die Ausstellung wird gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree.


Auf den Knieen meines Herzens. Kleist trifft Goethe

Ausstellungsdauer: 8. Oktober 2010 bis
16. Januar 2011
Eröffnung: 7. Oktober 2010, 19.30 Uhr
Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz
Gestaltung: Panatom, Berlin

Ort: Casa di Goethe
                                                               Via del Corso 18
                                                               Rom / Italien

Zu Lebzeiten sind sie sich nie persönlich begegnet. Mit der Ausstellung „Auf den Knieen meines Herzens. Kleist trifft Goethe“ finden die deutschen Dichtergrößen Heinrich von Kleist (1777-1811) und Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) nun zum ersten Mal virtuell zusammen – Kleist, der auf seinen ruhelosen Reisen Italien nur mit einem kurzen Aufenthalt in Varese streifte, kommt nach Rom, in Goethes römisches Domizil am Corso, Ort seiner Selbstfindung und Wiedergeburt. 

Die Austellung bildet den Auftakt der Veranstaltungen zum Kleist-Jahr 2011. 

Der erste Teil der Ausstellung beleuchtet das Leben Heinrich von Kleists und die Unterschiede zu Goethe: Kleists adlige Herkunft, die frühe Prägung im Militär, der nur halbherzige Versuch, in den Staatsdienst zu treten, das innovative Projekt der ersten Berliner Tageszeitung Berliner Abendblätter

Gezeigt werden die nur vereinzelt erhaltenen Exemplare der Zeitung, eine zeitgenössische Uniform und eine neu entdeckte Dienstinstruktion mit eigenhändiger Unterschrift Kleists aus seiner Königsberger Zeit. Einen besonderen Höhepunkt stellt ohne Zweifel das einzige authentische Portrait des Autors von Michael Kohlhaas und dem Prinz von Homburg dar. Die 1801 entstandene Miniatur von Peter Friedel aus der Staatsbibliothek Berlin darf nur sehr selten präsentiert werden. 

Der zweite Teil der Ausstellung fokussiert die geistige Begegnung zwischen Goethe und Kleist. Im Jahr 1808 trafen sie bei Goethes Inszenierung des Kleistschen Lustspiels Der zerbrochne Krug aufeinander. Den eklatanten Misserfolg der Aufführung legte Kleist allein Goethe zur Last und reagierte u. a. mit bissigen Epigrammen nach Art der Xenien

Jenseits des Mythos´vom Kampf Kleists gegen Goethe, der den einen zum Opfer des anderen stillisiert, lässt die Ausstellung Dokumente und Fakten der Begegnung sprechen, um eine unparteiische und vorurteilslose Auseinandersetzung zu ermöglichen. Ausgestellt sind das einzig erhaltene Manuskript des Stückes, der originale Theaterzettel sowie der originale Bühnenbildentwurf Goethes. Zu sehen ist auch ein Manuskript, in dem Goethe sich noch 18 Jahre nach diesem Konflikt ablehnend über den Dichterkollegen äußert. 

Gezeigt werden die Exponate in der außergewöhnlichen, futuristisch anmutenden Ausstellungsarchitektur „Skulptur der Wege“, die für die unterschiedlichen Lebens-Wege der Dichter steht.

Eine Ausstellung des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder) in Zusammenarbeit mit der Casa di Goethe, Rom.

Eröffnung 

Donnerstag, 7. Oktober 2010, 19.30 Uhr 

Es sprechen: 

Ursula Bongaerts, Leiterin der Casa di Goethe 

Ingeborg Berggreen-Merkel, Abteilungsleiterin beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)  

Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg  

Barbara Gribnitz, Kuratorin, Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Förderer:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Stadt Frankfurt (Oder)
Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Land Brandenburg gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree
Arbeitskreis selbstständiger Kulturinstitute (AsKI), e.V.
Vattenfall Europe
Förderkreis Kleist-Museum Frankfurt (Oder) e.V.