Forschung im Kleist-Museum

Das Kleist-Museum hat satzungsgemäß die Funktion einer Forschungs- und Studienstätte. Es führt eigene Forschungen durch, deren Ergebnisse in Form von Ausstellungen, Kolloquia und Publikationen präsentiert werden, und unterstützt externe Forschungen durch Veröffentlichungen und den Zugang zu seinen Beständen. Das Kleist-Museum ist ein Ort der internationalen Kleistforschung.


Eigene Forschungen

Heinrich von Kleist; Brief an Adolphine von Werdeck, 1801; Foto: © Kleist-Museum

Die Forschung des Kleist-Museums beruht vornehmlich auf den museumseigenen Beständen. Sie umfasst somit eine rezeptionsgeschichtliche Ausrichtung (Kunst- und Theatersammlung, Bibliothek mit der Kleistiana-Sammlung) und die wissenschaftliche Erschließung, Aufbereitung und Veröffentlichung vom Museum erworbener, unedierter Handschriften. Ein weiterer Fokus liegt auf personal-, sozial- und kulturgeschichtlichen Untersuchungen der Frankfurter und brandenburgischen Region um 1800. Den thematischen Schwerpunkt bildet Heinrich von Kleist (1777-1811); daneben gehören aber auch Ewald Christian von Kleist (1715-1759), Franz Alexander von Kleist (1769-1797), Friedrich (1777-1843) und Caroline de la Motte Fouqué (1775-1831) zum Forschungsfeld.

Das Kleist-Museum realisiert seine Forschungsvorhaben zum einen stellengebunden durch den/die ständige/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in des Museums und zum anderen durch Projekte mit eingeworbenen Mitteln und zusätzlichem Personal.


Unterstützung externer Forschung

Die Bibliothek und die Sammlungen des Kleist-Museums stehen jedem Benutzer und jeder Benutzerin zur Verfügung. Die Sammlung künstlerischer Zeugnisse der Auseinandersetzung mit Kleist und der Kulturgeschichte um 1800 sowie die umfangreiche Sammlung an Materialien zu Theateraufführungen der Kleistschen Werke bieten nicht nur den rezeptionshistorisch und rezeptionsästhetisch ausgerichteten Perspektiven unentdeckte oder wiederzuentdeckende Quellen, sondern auch Grundlagen für genuin kunst- und theaterhistorische Forschungen.

Das Kleist-Museum macht die Ergebnisse interner und externer Forschungen in Form von Publikationen zugänglich:     

Kleist-Jahrbuch
jährlich in Zusammenarbeit mit der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft

Gedankenstriche. Ein Journal des Kleist-Museums
jährlich

Faksimiledrucke der Handschriften
(geplant: Caroline de la Motte Fouqué, Brief an die Schwiegertochter, Sommer 2016)


Ort der Kleistforschung

Workshop

Juni 2015: Beidseitig Kleist. Kulturvermittlung im geteilten Deutschland. Sammlungen, Objekte, Forschungen zur Rezeptionsgeschichte Heinrich von Kleists.

Kolloquia

Jedes Jahr zu den Kleist-Festtagen veranstaltet das Kleist-Museum ein Kolloquium für fortgeschrittene Studierende und Promovierende, die somit ein Podium erhalten, um ihre Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren zu können.

Oktober 2015: Kleist-Rezeption auf dem Theater (Call for PapersProgramm)

Oktober 2016: Kleist und Shakespeare-Rezeption um 1800 (Call for Papers; Programm)

Oktober 2017: Luther, Kleist und Kohlhaas

Tagungen

Das Kleist-Museum beteiligt sich an der Konzeption und Organisation internationaler Kleisttagungen.


Ausbildung

Das Kleist-Museum ist ein anerkannter Ausbildungsbetrieb der IHK Ostbrandenburg.