Veranstaltungen im Kleist-Museum


Kulturpreis 2018 der LOSCON-Kulturstiftung

Preisverleihung

Samstag, 18. August 2018, 15 Uhr

Bereits zum fünften Mal vergibt die 2013 in Beeskow gegründete LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg den Kunstpreis an einen Künstler aus dem Fördergebiet. In diesem Jahr erhält der 1951 in Spreenhagen geborene und heute in Marxdorf (MOL) lebende Bildhauer Ehrhard Thoms den Preis für sein Lebenswerk. Von 1981-87 hat Thoms Bildhauerei bei Jo Jastram an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. In seinen vielgestaltigen Werken sucht Thoms die verlorengegangene Balance zwischen einer Welt im Umbruch und seinem eigenen Dasein. Dabei verbindet er Elemente einer klassisch wirkenden Kunst von Zeichnung, Bild und Skulptur mit zeitgenössischen Brechungen. Die Laudatio auf den Preisträger hält Vorstandsmitglied Detlef Mallwitz.

Eintritt frei!


Zwischen „Musenhauch“ und „Tabellenkram“.
Ernst von Houwald in Lübben

Salon Kleist

Dienstag, 21. August 2018, 17 Uhr

Ernst von Houwalds Familie bewirtschaftete von Straupitz aus eine der größten Grundherrschaften der Niederlausitz. Er selbst managte als Gutsbesitzer in Sellendorf nicht nur seinen eigenen Betrieb, sondern wirkte nach 1815 als Landsyndicus der Stände der Niederlausitz maßgeblich am Übergang der Niederlausitz von Sachsen an Preußen mit. Seine eigentliche Leidenschaft galt jedoch dem Theater. Houwald verfasste zahlreiche Dramen, die sich um 1820 großer Beliebtheit erfreuten. Gemeinsam mit seinem Freund Carl Wilhelm Salice-Contessa unterhielt er einen wahren „Musenhof“.
Über Ernst von Houwald spricht Philip Kardel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Schloss Lübben.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.

Im Vorfeld des Salons wird dem Kleist-Museum um 16.30 Uhr durch den Kulturförderverein Mark Brandenburg e.V. eine Plakette der „Märkischen Dichterstraße“ überreicht. Diese verbindet Geburts- und Wirkungsstätten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Brandenburg.


„...im schönsten Badeschwindel“.
Salongäste und Gastgeberinnen um 1800

Salonlesung

Dienstag, 28. August 2018, 17 Uhr, Lübben

Salons um 1800 waren keine festen Termine am Teetisch, sondern Knotenpunkte in einem vibrierenden Netz von Besuchen, Briefen und Debatten. Man fuhr nach Leipzig zur Messe, zur Kur nach Freienwalde, auf die Galerie nach Dresden, nach Potsdam zu Picknick und Theater und natürlich in die Mark und das weitere Land zum Besuch der Guts- und Musenhöfe der Freunde. Besuch und Gegenbesuch: Gäste und Gastgeberinnen der Berliner Salons waren viel auf Reisen und hielten sich über Briefe über die Geschehnisse, Bekannte und Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Im Rahmen der Musenhofausstellung lesen Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin, und Anette Handke, Pressefrau des Kleist-Museums, aus Briefen der „Salongesellschaft auf Reisen“ und stellen dabei Rahel Levin Varnhagen, von deren Salon in Berlin viele Wege ins Land führten, in den Mittelpunkt.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Ort: Stadt- und Regionalmuseum Lübben
Ernst-von-Houwald-Damm 14
15907 Lübben (Spreewald)
Tel: 03546/187478
www.museum-luebben.de


„Nun lesen Sie mal schön!“
Franz Fühmann und Wieland Förster. Der Briefwechsel

Lesung und Gespräch

Donnerstag, 30. August 2018, 19 Uhr

1968 lernen sich einer der wichtigsten Autoren der DDR und einer der bedeutendsten bildenden Künstler des Landes kennen: Franz Fühmann und Wieland Förster. „Franz sprach mich an“, vermerkt Förster, und Fühmann, der längst von den Werken seines Gegenübers beeindruckt ist, notiert: „ein scharfer Beobachter, unerbittlich, auch spöttisch, [...] so umgänglich wie selbstbewußt.“ Eine Korrespondenz beginnt, die bis ins Jahr 1984 anhalten wird. Ein Austausch über die Arbeit, die Zeitereignisse, Versuche seitens des Staates, in das künstlerische Werk einzugreifen, man teilt auch gesundheitliche Probleme mit. Dieser reich kommentierte und mit einem ausführlichen Vorwort des Herausgebers Roland Berbig versehene Band ist Dokument einer Künstlerfreundschaft zweier Menschen, die sich offen der Welt stellen, solange es geht und zugleich ein Zeitporträt. In Lesung und Gespräch stellen Ernst-Jürgen Walberg, Journalist und langjähriger Kulturchef von NDR1 Radio MV, Thomas Gallien, Lektor beim Rostocker Hinstorff Verlag und Anette Handke den Briefwechsel vor.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 5. September 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Christian Steyer liest "Das musikalische Nashorn und andere Tiergeschichten" von Peter Hacks

Kurze Nacht der Museen

Freitag, 7. September 2018, 22 Uhr

Kindergeschichten zur Museumsnacht? Unbedingt, wenn der Verfasser Peter Hacks heißt und der Vorleser Christian Steyer. Und das zu erwartende Publikum sich vermutlich gut und gern an die Erlebnisse eines ziemlich blauen Bären auf einem überwiegend grünschillernden Ball erinnert, von denen in der Museumsnacht auf jeden Fall die Rede sein wird. Außerdem natürlich von dem außergewöhnlichen, titelgebenden Nashorn, das ein ganzes Löwenrudel zu Vegetariern macht – und das mit den Mitteln der Kunst! Zum Abschluss der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen laden wir zur musikalischen Lesung des Musikers, Schauspielers und berühmten Tiergeschichtenerzählers
Christian Steyer ein - und zum geselligen Ausklang im Garten des Kleist-Museums.

Zur Museumsnacht ist der Museumsbesuch ab 17 Uhr kostenlos und der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei!


Brandenburgischer Kunstpreis 2018 und
Brandenburger ART 2019

Vernissage und Kalenderpremiere

Donnerstag, 13. September 2018, 17 Uhr

Die Veranstalter laden zur Ausstellungseröffnung und Präsentation des Kunstkalenders ein.

Eintritt frei!

In Kooperation mit der Märkischen Oderzeitung und mit freundlicher Unterstützung der IHK Ostbrandenburg.


Im Labyrinth. Die Welt des Bildhauers Wieland Förster.
Dokumentation, 2005

Film und Gespräch

Sonntag, 16. September 2018, 11 Uhr

Seit dem Ende der 1970er-Jahre hat sich der Autor und Regisseur Eduard Schreiber mit dem Künstler Wieland Förster auseinandergesetzt. Dezember 1979 hieß die erste Dokumentation, die 1980 im Auftrag der DEFA entstand. In den 90er-Jahren arbeitete er an dem Film Unser täglich Brot gib uns heute, nach einer Erzählung von Wieland Förster. 2005 realisierte Eduard Schreiber die umfangreiche Dokumentation Im Labyrinth, die wir zum Abschluss der Wieland-Förster-Ausstellung im Kleist-Museum zeigen. Im Anschluss an den Film ist Eduard Schreiber im Gespräch mit dem Kurator dieser Ausstellung, Herbert Schirmer.

Eintritt:
5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kleists Fenster. Ein Ausblick auf die Marienkirche um 1800

Salon Kleist

Dienstag, 18. September 2018, 17 Uhr

St. Marien ist weder Kleists Taufkirche noch findet sich in seinem Werk ein konkreter Verweis
auf das Frankfurter Gotteshaus. Und dennoch gibt es eine Verbindung räumlicher Art zwischen Heinrich von Kleist und der Marienkirche: Durch die Fenster seines Geburtshauses in der Großen Oderstraße hatte der junge Kleist direkten Ausblick auf die benachbarte Stadtkirche.
Wie sahen St. Marien und das Umfeld damals aus? Über bauliche Veränderungen an Gebäude und Bleiglasfenstern im 18. und 19. Jahrhundert spricht die Historikerin Henriette Brendler.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Kleist-Festtage 2018
Inszenierte Wirklichkeiten —

11. bis 21. Oktober 2018