Veranstaltungen im Kleist-Museum


Krieg und Gefangenschaft um 1800

Blick in den Salon Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 6. Juni 2017, 17 Uhr

Das Porträt Kleists, das im Mittelpunkt unseres Quartalsprogramms steht, zeigt den Dichter in französischer Gefangenschaft. Aus diesem Grund wollen wir uns in unserem Juni-Salon mit Bedingungen von Krieg und Gefangenschaft um 1800 beschäftigen. Am 17. Februar 1807 schrieb Kleist von dem Weg in Letztere, dass er und seine Mitgefangenen "den gemeinsten Verbrechern gleich, in ein unterirrdisches Gefängniß eingesperrt wurden,  das wirklich nicht abscheulicher gefunden werden kann". Im Fort de Joux war ihr Gefängnis "zum Theil in den Felsen gehauen, zum Theil von großen Quadersteinen aufgeführt, ohne Licht und ohne Luft". Zwar besserte sich ihre Lage bald, aber wie erging es gefangenen "gemeinen Soldaten"? Gab es vor der Genfer Konvention Regeln für die Kriegsgefangenschaft?

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung" und "Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 7. Juni 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Ein Film über die Napoleonischen Kriege von Ridley Scott, 1977

Offiziersdegen, um 1800 bis 1830; Kleist-Museum

Filmfrühstück

Sonntag, 11. Juni 2017, 11 Uhr

Zum Abschluss der Sonderausstellung zeigen wir einen ungewöhnlichen Ridley-Scott-Film. Der vielfach ausgezeichnete und stilbildende Regisseur debütierte 1977 mit einem Historienfilm, der auf der Erzählung Das Duell von Joseph Conrad basiert. Zwei Offiziere der Grande Armée Napoleons geraten wegen einer Nichtigkeit in einen Streit und treffen sich zu einem – glimpflich ausgehenden – Duell. Der Herausforderer wird verletzt, der Überlegene zieht sich zurück. Für den Herausforderer ist es damit aber nicht getan: Über anderthalb Jahrzehnte verfolgt er seinen Gegner und fordert ihn immer wieder, am Rande des Schlachtfeldes oder in Garnison, Ehre und Rache werden zur Obsession. Der Film wurde 1977 in Cannes als bester Debütfilm ausgezeichnet und zeigt ein bildkünstlerisch beeindruckendes Panorama von Krieg, Gesellschaft und Ehre um 1800.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant


11. Rhetorikwettstreit

Kulturelle Bildung

Freitag, 16. Juni  2017, 9 Uhr, Europa-Universität Viadrina

Zu dem Thema Querdenker bringen die Welt voran haben die Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangsstufe 10 des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt (Oder) Redebeiträge vorbereitet und müssen nun eine mit der Direktorin des Kleist-Museums, Dr. Hannah Lotte Lund, und dem Präsidenten der Europa-Universität Viadrina, Prof. Dr. Alexander Wöll, prominent besetzte Jury überzeugen.

Eintritt frei!

Ort: Europa-Universität Viadrina, Gräfin-Dönhoff-Gebäude

Teilnahme für Zuhörer nur nach vorheriger Anmeldung unter dalchau@kleist-museum.de.


Heillose Menschen?
Religiöse Implikationen in Kleists Werken

Internationale Konferenz

22. bis 24. Juni 2017

Im Rahmen des 500. Reformationsjubiläums veranstalten wir eine internationale und interdisziplinäre
Konferenz, die eine systematische Untersuchung des Themenfeldes Religion in Kleists Werken anstoßen möchte. Kleists Erzählungen, Briefe, Dramen und Schriften enthalten zahlreiche religiöse Motive, Bibelanspielungen, kirchenkritische und moraltheologische Überlegungen und verhandeln den Zusammenhang zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlicher Heillosigkeit. Zur Diskussion dieser Fragen haben wir WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Philosophie und Theologie eingeladen; mit Vorträgen werden vertreten sein: Andrea Allerkamp (Europa-Universität Viadrina), Philipp David (Universität Kiel), Helga Gallas (Universität Bremen), Barbara Gribnitz (Kleist-Museum), Bernd Hamacher (Universität Hamburg), Christine Künzel (Universität Hamburg), Hannah Lotte Lund (Kleist-Museum), Elisabeth Krimmer (University of California), Ernst Müller (Zentrum für Literaturforschung, Berlin), Andrea Polaschegg (Universität Graz), Ulrike Vedder (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Wolff (Universität Rostock).

Zuhörer sind herzlich willkommen, Anmeldung erbeten unter 0335 -387 22 1-0 oder
info@kleist-museum.de
.

Die Konferenz wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Kulturland Brandenburg 2017 "Wort und Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg".


Kleist und die Religion

Vernissage

Freitag, 23. Juni 2017, 19 Uhr

Im Begleitprogramm zur Internationalen Konferenz des Kleist-Museums beginnt eine Ausstellung, in der Bildende Künstlerinnen und Künstler Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit Kleists Leben und Werk präsentieren, wobei Assoziationen zu Kleists Religiosität einen neuen Aspekt bilden.

Begrüßung: Dr. Hannah Lotte Lund
Einführung: Anke Zeisler.

Chloé Lévy, Sopran, und Marcus Hagemann, Violoncello, laden zu einer Reise durch Zeit und Raum mit Werken u. a. von Hildegard von Bingen ein.

Eintritt frei!


Alphabet-Gärten: Schülerpleinair im Garten des Kleist-Museums

Sabine Nier: "Schweinehund"

Kulturelle Bildung

26. bis 30. Juni 2017

In dieser Juniwoche erhalten fünf Klassen aus Brandenburger Schulen die Möglichkeit, die Technik  des Holzschnitts zu erlernen. Dabei werden sie von der Künstlerin Sabine Nier angeleitet. Idealerweise entstehen Alphabete, die zum Druck genutzt und sich während der Projektzeit auf temporären Ausstellungsinseln, "Alphabet-Gärten“, auch einem öffentlichen Publikum nicht verschließen werden.

Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Kulturland Brandenburg 2017 "Wort und Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg".


Hochdrucktechniken im Kunstunterricht und Zusammenarbeit mit externen Partnern

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 28. Juni 2017, 16 Uhr

Die Fortbildung bietet Anregungen, aufwendige und zeitlich anspruchsvolle traditionelle Techniken des künstlerischen Gestaltens, wie z. B. den Holzschnitt, auch im Kunstunterricht des 21. Jahrhunderts zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Sabine Nier zeigt die Veranstaltung Wege und Möglichkeiten, externe Partner zu finden und den Schülerinnen und Schülern auch über veränderte Organisationsformen des Unterrichts die Gestaltungstechniken zu vermitteln. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Schülerprojektes "Alphabet-Gärten" statt.

Geschlossene Veranstaltung!

LISUM-VA-Nummer: 16F707201.