Veranstaltungen im Kleist-Museum


Das Abendmahl in beiderlei Gestalt

Der Marienaltar in der St.-Gertraud-Kirche, Foto: © Grit Wellmer

Salon Kleist

Dienstag, 25. Juli 2017, 17 Uhr

Die Ausstellung Bürger, Pfarrer, Professoren präsentiert derzeit in der St.-Gertraud und der St.-Marien-Kirche sowie im Museum Viadrina bedeutende, restaurierte Kunstschätze, die von der wichtigen Rolle Frankfurts in Mittelalter und früher Neuzeit künden. Zunächst an der Spitze der Luthergegner stehend, entwickelten sich Stadt und Universität und damit auch die ehemalige Universitäts- und Stadtpfarrkirche St. Marien zu einem geistig-kulturellen Zentrum der Reformation, mit Auswirkungen noch in die Kleist-Zeit und bis heute. Was bedeutete das für die Lithurgie? Was hat die Reformation z. B. in der Abendmahlsauffassung der Kirche verändert und wie wird das Abendmahl heute in der evangelischen Kirche begriffen.
Zum Salon Kleist stellen wir diese und weitere Fragen an Beatrix Forck, geschäftsführende Pfarrerin der Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)/Lebus und engagierte Mitstreiterin für das Gelingen des Reformationsjubiläums.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Hans Kohlhas, Roßkamm, Flugblatt, Foto: © Kleist-Museum

Bürgerprojekt Recht muss Recht bleiben (I)

Donnerstag, 27. Juli 2017, 19 Uhr

Kleists Geschichte des Rosshändlers, der aus „Rechtgefühl … zum Räuber und Mörder“ wurde, ist – zumindest in groben Zügen – fast jedem bekannt. Sie wurde oft theatralisiert, verfilmt und als Hörspiel gestaltet. Für die Kleist-Festtage 2017 planen wir eine Lesung der gesamten Novelle mit Frankfurterinnen und Frankfurtern sowie interessierten Gäste aus dem Umland bis nach Berlin.

In mehreren Veranstaltungen wollen wir uns im Juli, August und September mit dieser Geschichte auseinandersetzen.

Im Juli und August findet je eine Einführungsveranstaltung statt, damit auch alle Urlaubsreisenden die Chance haben, an einer der Auftaktveranstaltungen teilzunehmen. Zunächst geht es um das gegenseitige Kennenlernen und die genauere Vorstellung des Projektes. Anschließend stellen wir Kleists Erzählung vor, sprechen über ihre Rezeption und zeigen Ausschnitte aus Kohlhaas-Verfilmungen. Alle Teilnehmerinnen erhalten eine Lesefassung der Erzählung zur Vorbereitung auf die Probentermine im September.

Anmeldung zur Teilnahme sind ab sofort unter info@kleist-museum.de oder per Briefpost an die Adresse des Kleist-Museums erbeten.

Anmeldeschluss ist bis spätestens 30. Juli.


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 2. August 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Ursula

Filmfrühstück

Sonntag, 6. August 2017, 11 Uhr

Ursula ist eine Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller und erzählt "die dramatische Liebesgeschichte eines einfachen Bauernmädchens und des Soldaten Hansli, der in den Wirren der Reformationskriege des 16. Jahrhunderts im Schweizer Oberland auf Seiten Ulrich Zwinglis für die Reformation kämpft", so der Werbetext zum Film. Die Literaturverfilmung von Egon Günther war 1978 die erste Koproduktion von Fernsehen der DDR und Schweizer Fernsehen und wurde zum Skandal in beiden Ländern. Dem Film wurde einerseits Verfälschung der Geschichte vorgeworfen und andererseits wurden zahlreiche sexuell freizügige Szenen als obszön kritisiert. In der Schweiz wurde der Film trotz umfangreicher, auch formaler Kritik nicht abgesetzt, kolportiert wird, dass der Fernsehbeauftragte der Kirche zurücktrat. In der DDR lief er nur einmal zu seiner Fernsehpremiere im November 1978, dort allerdings mit der "Traumeinschaltquote" von gut 47 %. Wir zeigen den Film im Rahmen unseres Projektes "Glaube, Liebe, Sprache. Das Lutherjahr im Kleist-Museum".

Eintritt: 8,- Euro / erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.


Günter de Bruyn: Der Sandpoet.

Buchvorstellung

Donnerstag, 10. August 2017, 19 Uhr, Werneuchen

Die längste Wirkungsstätte F.W.A. Schmidts war der von ihm geliebte und besungene "Flecken" Werneuchen. 2014, anlässlich seines 250. Geburtstages, wurde dort eine Ausstellung über den Dichterpfarrer eingeweiht, seit 2016 gibt es das so genannte Schmidtzimmer im Adlersaal. Am Ort des Dichters stellen wir das ihm gewidmete Buntbuch Nr. 60 vor. 

Eintritt frei!

Ort: Adlersaal, Berliner Allee 18a, 16536 Werneuchen

Anmeldung erbeten unter Telefon: 033398 81624 oder E-Mail: schimmelpfennig@werneuchen.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Stadt Werneuchen.


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Recht muss Recht bleiben II

Donnerstag, 24. August 2017, 19 Uhr

Zweite Einführungsveranstaltung für das Bürgerprojekt zu den Kleist-Festtagen: Vorstellung der Novelle und ihrer Rezeption, Filmausschnitte und Gespräche.

Eintritt frei!


Kleist als Straßenmusiker

Foto: © Lorenz Kienzle

Salon Kleist

Dienstag, 29. August 2017, 17 Uhr

"Unbekannt ist diese Episode aus Kleist Leben nicht, aber wenig bekannt. Doch diese – um es mit Goethe zu benennen – biographische Einzelheit wäre eine Nichtigkeit, wenn sie nicht auf die Bedeutung der Musik in Kleists Leben und Werk verwiese, die ihr endliches Ziel im Jahre seines Todes 1811 in der Erzählung Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik findet." Jörg Aufenanger, Schriftsteller und Regisseur, ist Verfasser von biographischen Büchern u.a. zu Schiller, Grabbe, Goethe und Heine. Er schrieb den Kleists Oßmannstedter Aufenthalt gewidmeten Essays Vierzig Tage im Leben des Heinrich von Kleist, den man auch als eine wunderbare Filmvorlage lesen kann. Im Salon Kleist spricht Jörg Aufenanger über Kleist und die Musik.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Kunstpreis 2017 der LOSCON-Kulturstiftung

Kai-Uwe Kohlschmidt von Thorsten Eichhorst (Ausschnitt)

Preisverleihung

Samstag, 2. September 2017, 15 Uhr

Bereits zum vierten Mal findet die Preisverleihung der LOSCON Kulturstiftung für Ostbrandenburg im
Kleist-Museum statt. Den Kunstpreis 2017 erhält Kai-Uwe Kohlschmidt. 1968 in Leipzig geboren, gründete er schon 1982 gemeinsam mit Chris Heinze in Cottbus die seit den späten 80er Jahren auch durch den Film flüstern & SCHREIEN legendäre Band SANDOW. Kai-Uwe Kohlschmidt ist Autor, Komponist und Regisseur für Hörspiel, Feature, Theater und Film und Fernsehen (Tatort, Polizeiruf). Er ist immer noch und wieder Sänger, Texter und Gitarrist von SANDOW, seit dem Jahr 2000 auch Musiker bei den Bands OZEANCITY und RUSS AND THE VELVETS und seit 2004 Mitglied der Künstlergruppe Mangan 25. Kai-Uwe Kohlschmidt lebt und arbeitet in Speichrow im Landkreis Oder-Spree.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der LOSCON-Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 6. September 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Vernissage Brandenburger ART 2018

Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Freitag, 8. September 2017, 16 Uhr

Ausstellung der Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Brandenburgischen Kunstpreises der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg: Skulpturen, Bilder, Collagen, Begegnungen, Gespräche und Musik.

Eintritt frei!

Begrüßung:
Dr. Hannah Lotte Lund
Grußwort: Frank Mangelsdorf
Einführung:
Peter Liebers; Musikalische Begleitung: Jacek Fałdyna (sax).

In Zusammenarbeit mit der MOZ und der IHK Ostbrandenburg.


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Michael Kohlhaas, Illustration von W. Fahrenbruch; Foto: © Kleist-Museum

Recht muss Recht bleiben III

Dienstag, 12. September 2017, 16 und 19 Uhr

Nachdem in den Auftaktveranstaltungen der Inhalt der Kleistschen Novelle und ihre Rezeption im weiteren Sinne im Vordergrund standen, geht es bei den Workshops um Fragen der Interpretation und
Präsentation. Ein professioneller Schauspieler und Sprecher gibt Hinweise zu Interpretationstechniken
und Tipps zum Vorlesen vor größerem Publikum.

Geschlossene Veranstaltung!


Abiturprüfung Deutsch 2019/Kommunikation

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 13. September 2017, 15 Uhr

Ausgehend vom Prüfungsschwerpunkt "Kommunikation" stellt Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum, Kommunikationsmodelle in pragmatischen und literarischen Texten Kleists und anderer Autoren zur Diskussion. Ausgewählte Texte werden als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt.

Geschlossene Veranstaltung!

LISUM-VA-Nummer: 17F300101


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Recht muss Recht bleiben IV

Donnerstag, 21. September 2017, 16 und 19 Uhr

Zweiter Vorbereitungstag mit Sprech- und Lesetraining und Hauptprobe für die Lesung am 15. Oktober.

Geschlossene Veranstaltung!


Die pragmatische Muse. Buchpräsentation zum Geburtstag von Henriette Herz

Henriette Herz, Gemälde von Anna Dorothea Therbusch, 1778

Salon Kleist

Dienstag, 26. September 2017, 17 Uhr

Henriette Herz ist eine der berühmtesten Frauen um 1800. Sie gilt als Begründerin der deutschen Salonkultur und war Gastgeberin für viele Freunde und Zeitgenossen Heinrich von Kleists. Trotz – oder wegen? – ihres Ruhms und der zahlreichen Legenden gibt es bis heute keine wirkliche Biographie über diese Symbolfigur der deutschjüdischen Verständigung und Ikone der Berliner Kulturgeschichte. Über 40 Jahre im Leben der selbständigen, international netzwerkenden Frau sind weitgehend unerforscht.
Zum Erscheinen der ersten wissenschaftlichen Monographie zu Henriette Herz bitten die Herausgeberinnen in den Salon. Mit einer Collage aus unbekannten Briefen und neuen, auch frechen Thesen laden wir ein zur Debatte darüber, was Netzwerken im Salon wirklich war und heute noch sein kann.
HERZlich willkommen! Mit Dr. Hannah Lotte Lund und Hans-Jürgen Rehfeld (Kleist-Museum), Dr. Ulrike Schneider und Dr. Ulrike Wels (Universität Potsdam).

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck