Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Di | 17.07.2018

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Di | 17.07.2018

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

...rasch wächst das dürre Gras Vergessen. Wieland Förster und Heinrich von Kleist

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Zehn Jahre befasste sich der Bildhauer Wieland Förster mit Heinrich von Kleists Wesen und Werk. In der tiefgreifenden und persönlichen Auseinandersetzung erkannte er eine „brüderliche Nähe im Umgang mit der Welt“ und eine Art „Seelenverwandtschaft“. Sowohl Kleist als auch Förster haben für ihre jeweilige künstlerische Arbeit das Spannungsfeld existenzieller Erfahrungen gewählt. In beider künstlerischem Schaffen ist die ganze Spannbreite zwischen Gewalt, Leid, Martyrium, Schmerz, Liebe, Eros und Schönheit erkennbar. Darüber hinaus findet sich in beider Oeuvre die Reflexion der politischen und sozialen Konflikte ihrer Zeit, die sie gleichnishaft und häufig in Verbindung zu antiken Mythen gestalten. Das plastische und zeichnerische Werk Wieland Försters wird von den Daseinskrisen des 20. Jahrhunderts bestimmt. Dabei reflektiert Wieland Förster vor allem die eigene Position, die vom Ringen um Wahrhaftigkeit, von Mut und dem notwendigen Bekenntnis zu dem als wahr Erkanntem bestimmt ist. Zum großen Teil erfolgte der Anstoß hierzu aus der eigenen Biografie und den zwangsweise durchlebten Selbsterfahrungen. Daher finden sich im künstlerischen Schaffen des Bildhauers häufig Darstellungen von Trauernden, von Opfern und Ohnmächtigen. Diese Metaphern, nicht zuletzt Ausdruck gegenwärtiger Ängste und Nöte, werden von Bildwerken kontrastiert, in denen die Standhaftigkeit des Einzelnen zum Ausdruck kommt. Neben Kleist widmet sich Wieland Förster den Literaten des 20. Jahrhunderts, die ihre Lebenserfahrung verarbeitet und dabei politische und soziale Gesellschaftszustände kontextualisiert haben. Zu ihnen gehören Heinrich Mann, Franz Fühmann, Peter Huchel, Johannes Bobrowski, Erich Arendt, Uwe Johnson, Pablo Neruda, Jean Genet und Elfriede Jelinek.

Kurator: Herbert Schirmer

Die Ausstellung wird unterstützt von der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Loscon-Kulturstiftung für Ostbrandenburg.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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