
Das Kleist-Museum widmet sich dem Leben und Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777–1811). Es wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet und gilt als „eines der schönsten Literatur-Museen in Europa“ (Die Zeit, 2000). Das Kleist-Museum ist als kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung im Blaubuch der Bundesregierung verzeichnet.
Mit über 34.000 Bestandseinheiten in der Bibliothek und den Sammlungen verfügt das Haus über die derzeit umfangreichste Dokumentation zu Heinrich von Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld. Der Ausbau der Sammlungen konzentriert sich vornehmlich auf den Erwerb von Primär- und Sekundärzeugnissen zu Leben und Werk Heinrich von Kleists. Dies schließt Werke der bildenden Kunst sowie auch Zeugnisse der darstellenden Kunst und der Musik ein.
Darüber hinaus ist das Museum dem Erbe der Dichter Ewald Christian und Franz Alexander von Kleist sowie Caroline und Friedrich de la Motte Fouqué verpflichtet. Seit 1996 befindet sich die Sammlung Kleist / Minde-Pouet-Nachlass als Dauerleihgabe der „Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin“ im Kleist-Museum.
Die ständige Ausstellung im ersten Stock des von Martin Friedrich Knoblauch 1777 errichteten Gebäudes gibt einen Überblick über Kleists Leben und Werk und informiert über Aspekte seiner Wirkung. Wechselnde Ausstellungen im Kabinett und im Studio ergänzen die Präsentation. Neben der Sammlungs-, Forschungs- und Publikationstätigkeit gehören Lesungen, Vorträge und literarisch-musikalische Veranstaltungen zum Programm des Hauses. In den Sommermonaten wird der zur Oder gelegene Museumsgarten für Veranstaltungen genutzt. Höhepunkte sind das Frühlingsfest des Fördervereins Kleist-Museum zum Internationalen Museumstag im Mai und die jährlich im Oktober stattfindenden Kleist-Festtage. Museumspädagogischer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Jugendlichen.
Das Kleist-Museum lädt seine Besucher ein, sich auf Heinrich von Kleists Leben, Werk und Wirkung einzulassen.