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Aktuelles


Das Kleist-Jahrbuch 2020 und der Sonderband des Kleist-Jahrbuchs 2020 sind erschienen.

Kleist-Jahrbuch 2020

Andrea Allerkamp, Andrea Bartl, Anne Fleig, Barbara Gribnitz, Hannah Lotte Lund und Martin Roussel (Hrsg.)

Im Auftrag des Vorstandes der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums.

Verlag: J.B. Metzler 

VI, 184 S., kartoniert, Preis: EUR 39,99, ISBN: 978-3-662-62283-4

Mehr Informationen finden Sie hier.


Sonderband des Kleist-Jahrbuchs 2020

Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug, ein Lustspiel.

Textkritische Edition der Handschrift herausgegeben von Günter Dunz-Wolff

Im Auftrag des Vorstandes der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums.

Verlag: J.B. Metzler 

VI, 263 S., kartoniert, Preis: EUR 54,99, ISBN: 978-3-662-62286-5

Mehr Informationen finden Sie hier.

Jahrbuch und Sonderband sind auch im Online-Shop des Kleist-Museums erhältlich.


Daniela Strigl verleiht den Kleist-Preis 2020 an Clemens J. Setz

Leider sieht sich die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft aufgrund der herrschenden Pandemie gezwungen, die Verleihung des Kleist-Preises 2020 auf den 27. Juni 2021 zu verschieben. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

Der Kleist-Preis des Jahres 2020 geht an den 1982 in Graz geborenen Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz. Die Verleihung soll während einer Matinée im Deutschen Theater erfolgen. Die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Daniela Strigl hat – als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson – gemäß der Tradition des Kleist-Preises Clemens J. Setz in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt, mit folgender Begründung:

„Den Kleist-Preis erhält mit Clemens J. Setz ein literarischer Extremist im besten Sinne, ein Erzähler und Dramatiker, der seine Leser mit anarchischer Phantasie und maliziöser Fröhlichkeit stets aufs Neue verblüfft, sie an seinem verstörenden Kopf-Universum teilhaben lässt und dabei hinausreißt in den Schwindel der Freiheit. Sein neugieriger Blick auf die Welt verrückt die Maßstäbe der Normalität und verbindet wachste Zeitgenossenschaft mit den ganz alten Fragen, er gilt den Menschen wie den Maschinen und dem, was sie unterscheidet – im Urvertrauen auf die Macht des Bildes und im unausgesetzt ausgesetzten Grenzgang zwischen dem Visionären und dem Pathologischen.“

Die beiden ersten Romane von Clemens J. Setz Söhne und Planeten (2007) und Die Frequenzen (2009) sind im Residenz-Verlag erschienen, die folgenden Romane, Prosa- und Gedichtbände im Suhrkamp-Verlag. Für den Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes (2011) erhielt er den Leipziger Buchpreis, für den Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre (2015) den Wilhelm-Raabe-Preis. 2019 wurde er mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Erzählungen Der Trost runder Dinge (2019).


Studentischer Aufsatz-Preis der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft 2020 geht an Tobias Krüger

Zum zweiten Mal schrieb die Heinrich von Kleist-Gesellschaft in diesem Jahr den Preis für den besten studentischen Aufsatz über Kleists Werk aus. Sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Einsendungen war - trotz der coronabedingten Einschränkungen - erfreulich hoch, sodass wir auch im kommenden Jahr den Preis ausschreiben werden.
Ausgezeichnet wird der Aufsatz von Tobias Krüger, der an der Freien Universität Berlin Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Unter dem Titel „Mit dem Strich gelesen. Zur Verwendung und Funktion des Gedankenstrichs in Kleists Über die allmählige Verfertigung der Gedanken beim Reden“ führt der Beitrag auf originelle, theoretisch reflektierte  und zugleich historisch sensible Weise vor, dass der Gedankenstrich das poetologische Programm des Kleistschen Aufsatzes kondensiert und es am Ende womöglich ein Gedankenstrich war, der den „Umsturz der Ordnung der Dinge bewirkte“.

Der „Preis für den besten studentischen Kleist-Aufsatz“ wird einmal jährlich vergeben und ist mit 150 € Preisgeld dotiert. Zusätzlich erhält der/die Preisträger/in eine kostenlose Mitgliedschaft in der Kleist-Gesellschaft für ein Jahr und eine schriftliche Würdigung des eingereichten Aufsatzes.


Yoko Tawada verlieh den Kleist-Preis 2019 an Ilma Rakusa

In einer feierlichen Veranstaltung im Deutschen Theater Berlin am 24. November 2019 wurde der Kleist-Preis 2019 an Ilma Rakusa verliehen. Die Laudatio hielt die Schriftstellerin Yoko Tawada, die als Vertrauensperson der Jury Ilma Rakusa zur Preisträgerin bestimmt hatte. Yoko Tawada war 2016 selbst mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden.

Ilma Rakusa ist eine geborene Kosmopolitin und Europäerin; sie verkörpert in einzigartiger Weise den Typ einer femme de lettres, wie er heute kaum noch anzutreffen ist: Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin (aus vier Sprachen), Kritikerin, polyglotte Intellektuelle. 1946 als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen in der Slowakei geboren, verlebte sie ihre frühe Kindheit in Ljubljana, Budapest und Triest und wuchs in Zürich auf, wo sie bis heute lebt, - wenn sie nicht auf Reisen ist, vorzugsweise im Osten Europas. Schon bevor der literarische Osten Europas nach der Wende ins Blickfeld des hiesigen Literaturbetriebs rückte, hat Rakusa mit ihren kongenialen Übersetzungen und Essays dafür gesorgt, dass die Literatur russischer, ungarischer und serbokratischer Autoren hierzulande gelesen und geschätzt  wird. Die deutsche Rezeption von Schriftstellern wie Marina Zwetajewa, Danilo Kiš,Péter Nádas und Imre Kertész ist wesentlich durch ihre sprachlich einfühlsamen Übersetzungen geprägt; und auch am Erfolg der Romane von Marguerite Duras haben Rakusas Übersetzungen aus dem Französischen einen maßgeblichen Anteil.

Weitere Informationen, die Rede des Präsidenten Günter Blamberger, sowie die Laudatio von Yoko Tawada finden Sie hier.


Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft ist eine internationale literarische und wissenschaftliche Vereinigung. Sie sieht ihre Aufgabe darin, das Werk und Leben Kleists durch wissenschaftliche Tagungen und Veröffentlichungen zu erschließen und die in der Gegenwart fortwirkenden Einflüsse seiner Dichtung durch künstlerische, insbesondere literarische Veranstaltungen für eine breitere Öffentlichkeit zu fördern. Die Gesellschaft wurde am 5. Mai 1960 gegründet. Ihr Vereinssitz ist Berlin.


Gegen den Corona-Blues

Ein kleines
Kleist-Wörter-Rätselspiel

Hier gehts zum Rätselspiel.