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Kleist romantisch

Sonderausstellung
8. Oktober 2022 bis 15. Januar 2023

War Heinrich von Kleist – immerhin Zeitgenosse von Brentano, Tieck, Fouqué, Eichendorff, E.T.A. Hoffmann – Romantiker? Was meinen wir, wenn wir heute etwas als „romantisch“ bezeichnen, und was bedeutet der Begriff fachwissenschaftlich? Kleist nannte in einem Brief an den Verleger Johann Heinrich Cotta sein Stück Das Käthchen von Heilbronn der „romantische[n] Gattung“ zugehörig. Obwohl er vermutlich nur auf den mittelalterlichen Stoff verwies, lässt sich anhand der enormen Wirkung des Käthchens im 19. Jahrhundert – Theater, Gemälde, Illustrationen – eine Art Romantisierung des Stückes und damit des Autors nachzeichnen.

Um diese Zuschreibung zu testen, werden direkte Begegnungen zwischen Kleists Texten und Texten typischer ‚romantischer‘ Autoren in der neuen Sonderausstellung herbeigeführt. Unterscheiden sich Kleists und Wackenroders Beschreibungen der Sixtinischen Madonna? Hört sich die Gewalt der Musik bei Kleist anders an als bei E.T.A. Hoffmann? Gleichen sich Kleists und Eichendorffs Gedichte? War Kleist also Romantiker? Die letzte Antwort geben Sie, die Besucher*innen der Ausstellung! Lassen Sie sich dafür auf den verschiedenen interaktiven Stationen von den Informationen, Bildern und Objekten überraschen.

Das „Romantik-Hotel Kleist“

Die Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg leiten der Laufzeit der Sonderausstellung das „Romantik-Hotel Kleist“. Sie sind herzlich zu einem literarischen Kurzurlaub mit Heinrich von Kleist und seinen Texten eingeladen. Schreiben Sie eine Postkarte an die Liebsten und nehmen Sie sich kleine Hotelutensilien mit nach Hause. Ein besonderes Highlight: die Klangcollage. Während der Laufzeit vertonen Sie Ihre Assoziationen mit Kleist, die dann Teil der Ausstellung werden und die auditive Installation täglich wachsen lassen. Werden Sie auch Teil der Klangcollage zur Sonderausstellung. Mehr Informationen finden Sie hier

 

Termine und öffentliche Führungen
Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie hier.

Ausstellungsflyer DeutschExhibition Flyer English

Samstag, 8. Oktober, 15 Uhr: Vernissage; Eintritt frei

Sonntag, 9. Oktober, 19 Uhr: Szenische Lesung mit Sandra Hüller und Jenz Harzer; Kleist Forum, 20 Euro, erm. 18 Euro (mit Kleist-Festtage-Festivalpass: 50 Prozent Rabatt), Informationen und Tickets

Dienstag, 11. Oktober, 13 und 17 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Dienstag, 11. Oktober, 19 Uhr: Lesung mit Fanny Staffa; 20 Euro, erm. 18 Euro (mit Kleist-Festtage-Festivalpass: 50 Prozent Rabatt), Informationen und Tickets

Freitag, 14. Oktober, 17 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Sonntag, 16. Oktober, 15 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Freitag, 4. November, 17 Uhr: Intervention – Reise in das Romantik-Hotel Kleist, Eintritt frei, Trinkgeld erbeten

Sonntag, 13. November, 14.30 Uhr: Präsentation des Begleitbuchs zur Sonderausstellung; 6 Euro, erm. 4 Euro

Sonntag, 13. November, 15 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Mittwoch, 16. November, 19 Uhr: Online-Vortrag – „Sie ist außer sich –!“ Kleists Dramatik im Kontext romantischer Psychiatrie

Mittwoch, 23. November, 15.30 Uhr: Fortbildung für Lehrende – Kleist ist (k)ein Romantiker!

Samstag, 26. November, 15 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Freitag, 9. Dezember, 10 bis 18 Uhr: Studientag: Das Käthchen von Heilbronn – ein bloßes liebliches Märchen?; Eintritt frei

Sonntag, 11. Dezember, 14.30 Uhr: Bildbetrachtung – Der romantische Raffael; 6 Euro, erm. 4 Euro

Sonntag, 11. Dezember, 15 Uhr: Führung mit der Kuratorin; 6 Euro, erm. 4 Euro

Mittwoch, 14. Dezember, 19 Uhr: Online-Vortrag – Kleist und die ‚romantische Komödie‘

Mittwoch, 11. Januar, 19 Uhr: Online-Vortrag – Kleist und das pathologische (Nicht-)Wissen der Romantik 

Sonntag, 15. Januar 2023, 15 Uhr: Finissage; Eintritt frei

 

Kuration: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum, in Zusammenarbeit mit Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gestaltung: Studio Neue Museen, Halle

Förderung: Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute – AsKI e. V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Sparkasse Oder-Spree