"O du meine Allertheuerste!" – "Höchstgebietender Herr Staatskanzler…"
Korrespondierende Überlieferung zu Heinrich von Kleist im Geheimen Staatsarchiv PK und im Kleist-Museum

Ausstellungsmotiv

Ausstellungsdauer: 14. August 2019 bis 28. August 2020

Ausstellungsort: Geheimes Staatsarchiv PK, Berlin

Heinrich von Kleists Manuskript-Nachlass ist verschwindend gering:
zwei – unvollständige – Dramenmanuskripte und 19 Gedichtabschriften/Tagebucheinträge sind erhalten. Nicht nur die Handschriften seines dramatischen, erzählerischen und publizistischen Werks, auch der weitaus überwiegende Teil der Korrespondenzen des Dichters muss als verloren gelten. 235 Briefe sind im Wortlaut bekannt. In den 1996, 1999 und 2010 erschienenen Briefbänden der Brandenburger Kleist-Ausgabe wurde das gesamte textlich bekannte Briefwerk Heinrich von Kleists ediert und der Verbleib der Handschriften, soweit bekannt, dokumentiert. Nur 173 Kleist-Briefe sind im Original erhalten – und weltweit verstreut! Zwei verloren geglaubte Briefe bzw. Briefteile sind in den letzten Jahren aufgetaucht und befinden sich jetzt im Besitz des Kleist-Museums. Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin besitzt (neben der Staatsbibliothek zu Berlin, einer weiteren Einrichtung der Stiftung PK) die umfangreichste Überlieferung von Kleist-Briefen im deutschsprachigen Raum. Das Kleist-Museum verfügt über die weltweit größte Dokumentation zu Kleist und seinem  literaturgeschichtlichen Umfeld. Davon ausgehend zeigen beide Einrichtungen erstmals gemeinsam ihre Kleist-Handschriften und korrespondierende Kleist-Dokumente. Während die zwölf Kleist-Briefe im Bestand des Geheimen Staatsarchivs aus der Überlieferung der preußischen Verwaltung und überwiegend aus Kleists letzten Lebensjahren stammen, ist die Sammlung von nunmehr zehn Kleist-Handschriften im Kleist-Museum das Ergebnis kontinuierlicher Erwerbungsbemühungen nach 1990 und umfasst hauptsächlich private Korrespondenz. Neben den Handschriften bewahren beide Institutionen zahlreiche flankierende Dokumente zu Heinrich von Kleist auf. Alle Kleist-Briefe und  wichtige Kleist-Dokumente der beiden Häuser werden erstmals in einer Faksimile-Ausstellung zusammengefasst. 

Eine gemeinsame Ausstellung des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder) und des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz.

Vernissage: 13. August 2019, 17 Uhr     

Kuratorinnen: Anette Handke und Anke Klare

Gestaltung: DIE WERKEN, Birgit Sonntag

Ort: Geheimes Staatsarchiv PK, Archivstraße 12-14, 14195 Berlin

Besichtigungszeiten:

Mo/Di 8 bis 16 Uhr, Mi/Do 8 bis 18 Uhr, Fr 8 bis 15 Uhr

Eintritt frei!         

Führungen nach Vereinbarung, Anmeldung unter: 0335 387 221 12 (Kleist-Museum)