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Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben

Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 5. September 2021

"Hört ihr das, so höhnen Honigprotokolle, jetzt hat die Empfindlichkeit sich ausgedehnt." Mit diesen Worten beginnt das Gedicht Stroh der Lyrikerin Monika Rinck aus dem Gedichtband Honigprotokolle. Ein Raum, erfüllt von Empfindlichkeit? Was bedeutet das? Vielleicht schärfen sich die Sinne, die Wahrnehmung wird sensibel für Details, die Intuition verdrängt den Verstand.

In der Ausstellung Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben dehnt sich nicht nur die Empfindlichkeit aus, auch das Gedicht selbst sprengt die Grenzen der Schrift und weitet sich in einen Raum aus. Schritt für Schritt verschwinden die einzelnen Worte. Stattdessen stehen wir zwischen Klängen, Farben und dreidimensionalen Objekten im Raum. Diese sinnliche Erfahrung eröffnet einen anderen, einen neuen Blick auf das Gedicht. Er richtet sich nicht auf die Bedeutung der Worte, sondern auf unsere Assoziationen: Stimmungen, Gefühle, Erinnerungen, die sie wachrufen. Was erlebe ich, wenn ich dem Gedicht begegne? Was erleben andere bei der Begegnung? Abseits von Regeln der Textinterpretation ermöglicht diese Begegnung eine vielschichtige, individuelle Wahrnehmung des Textes und damit auch der Welt, die uns umgibt.

Kuratorin: Linda Papke

Ausstellungsgestaltung: Shel Yan

Vernisssage:  Sonntag, 27. Juni, 15 Uhr