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2 x Heinrich = Zschokke + Kleist. Wiedererweckung eines Alleskönners zum 250. Geburtstag

Ausstellungsdauer: 3. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022

Ausstellungsort: Kleist-Museum

Mit seiner Redewendung Hansdampf in allen Gassen ist er bis heute populär: Heinrich Zschokke (1771–1848), deutsch-schweizerischer Dichter, kurzzeitiger Weggefährte und Freund Heinrich von Kleists. Das Kleist-Museum nimmt Zschokkes diesjährigen 250. Geburtstag zum Anlass, Persönlichkeit und Werk neu zu entdecken. Zschokke war zu Lebzeiten eine literarische und gesellschaftliche Berühmtheit, selbst eine Art »Hansdampf«. Schon der 24-Jährige war in Deutschland ein unerhört erfolgreicher Schriftsteller und aufstrebender Universitätslehrer. Ab 1796 startete seine zweite erfolgreiche Karriere als angesehener Pädagoge, vielseitiger Wissenschaftler und agiler Politiker in der Schweiz, seiner zweiten Heimat. Heinrich Zschokke, in Magdeburg geboren, war 1790 zum Studium nach Frankfurt an der Oder gekommen. Nach der Promotion 1792 blieb er als Privatdozent an der Viadrina. Er schrieb viel und erfolgreich: Bis 1793 erschienen u. a. sein großer Erfolgsroman  
Abällino und Ideen zur psychologischen Aesthetik, außerdem etablierte er sich mit den Frankfurter Ephemeriden und dem Litterarische[n] Pantheon auch als Zeitschriftenherausgeber. Spätestens seit 1800 galt er weithin als Bestsellerautor und Volksschriftsteller. 
 
Kuratorin: Claudia Czok 
Ausstellungsgestaltung: Thomas Lorenz-Herting 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und  
Gedenkstätten (ALG) sowie durch die Sparkasse Oder-Spree.  
Eine Ausstellung des Kleist-Museums in Kooperation mit dem Stadtarchiv.