Rückblick 2018


Inszenierte Wirklichkeiten —

Kleist-Festtage 2018

11. bis 21. Oktober 2018

Vom 11. bis 21. Oktober laden die 28. Kleist-Festtage nach Frankfurt (Oder), in die Geburts-und Studienstadt des Dichters Heinrich von Kleist ein, heute wurde das Programm im Kleist-Museum vorgestellt.
Das diesjährige Motto lautet: Inszenierte Wirklichkeiten – [Gedankenstrich].

Im Mittelpunkt stehen Erzählungen und Erzählformen bis heute.

Die Veranstalter, das Kleist Forum und das Kleist-Museum, laden zu 27 theatralen, performativen, inszenatorischen, literarischen, musikalischen, filmischen und diskursiven Begegnungen an 7 Festivalorten ein.

Vom Dokumentartheater bis zum Poetry Slam und der Wasserglaslesung, vom modernen Musiktheater bis zur  Orgel in der St. Gertraud-Kirche, von der Rauminstallation in der Kleiststadt bis zum Karneval in Haiti, von der mittelalterlichen Rittergeschichte und der sagenhaften Welt der Nibelungen bis in das moderne Frankreich, von Dresden über Berlin, London und Luxemburg werden namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Mathieu Carrière, Georgette Dee, Leah Gordon, Stephan Grossmann, Eva Mattes, Barbara Schnitzler, Thomas Thieme inszenierte Wirklichkeiten entstehen lassen, die Gewissheiten ordentlich auf den Kopf stellen und Ungewissheiten erden.

Programm


"Durch Krieg und Miswachs"
Eine begehbare Rauminstallation zu Heinrich von Kleists "Bettelweib von Locarno" - Vernissage


Schreibaufruf des Kleist-Museums anlässlich der
Kleist-Festtage 2018

Was hast du unter der Feder?

Start: 3. September 2018

Ende: 5. Oktober 2018


Gedenkfeier zur Wieder-Herrichtung der Grabstätte für Franz Freiherr Gaudy

29. September 2018, 11 Uhr, Berlin

Die regionale, freie Gruppe der Heinrich-von-Kleist Gesellschaft lädt am 29. September 2018, 11 Uhr, zur Gedenkfeier zur Wieder-Herrichtung der Grabstätte für den Schriftsteller Franz Freiherr Gaudy (*19.4.1800 Frankfurt (Oder) † 5.2.1840 Berlin) auf den Friedhof I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin Tempelhof-Kreuzberg (Eingang Zossener Straße) ein.

Nähere Informationen finden Sie hier.


Vernissage der Ausstellung "Wieland Förster und Heinrich von Kleist" und Sommerfest für "Penthesilea" im Kleist-Museum

Samstag, 7. Juli 2018, ab 15 Uhr

Wir wollen mit Ihnen feiern! Gründe gibt es genug.

Wir freuen uns auf die Vernissage einer Ausstellung des Bildhauers Wieland Förster und die Wiederaufstellung der Plastik Penthesilea des Künstlers. Viele haben geholfen, dass die 2016 gestohlene Bronze neu gegossen werden konnte; wir danken dem Kunstgießer Marc Krepp für die ausgezeichnete Arbeit, wir danken den privaten Spenderinnen und Spendern, der Sparkasse Oder-Spree und dem Rotary Club Frankfurt (Oder)!

Am 7. Juli, ab 15 Uhr, machen wir alles zusammen: Wir eröffnen im Beisein der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch, die Kunst-Ausstellung "...rasch wächst das dürre Gras Vergessen", wir enthüllen die Penthesilea im Garten des Kleist-Museums und widmen ihr auch unser Sommerfest: bei kühlen Getränken und erfrischenden Gesprächen lassen wir uns bestens unterhalten von dem Tangoensemble "Trio Rotterdam".

Die Musiker*innen um den Bandoneón-Spieler Michael Dolak touren seit 2004 durch ganz Europa und sind in Paris, Berlin, Amsterdam, Montreux und Lyon in Konzerthäusern, auf Festivals und Tangobällen nicht mehr wegzudenken. Diesmal im Kleist-Garten, und dazu hoffentlich schönstes Wetter!

Wir bedanken uns für die Unterstützung des Sommerfestes beim Frankfurter Brauhaus, das die Heimatmarke „Frankfurter Pilsener“ bereitstellt und bei der Bäckerei-Konditorei-Baumgärtel für Brot und Kuchen.

Eintritt frei!


Kleist im Kiez - Theaterprojekt

4. Juli 2018, 10 Uhr


Spielerisch und informativ: der Europatag im Kleist-Museum

Öffentliche Veranstaltungen

Mittwoch, 9. Mai 2018, 14 und 17 Uhr

Schon traditionell beteiligt sich das Kleist-Museum am Europatag und lädt auch in diesem Jahr wieder zum Kennenlernen in der europäischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice beim gemeinsamen Spielen ein.
Am Vormittag kommen Schulklassen zu geschlossenen Spielrunden in das Haus und am Nachmittag laden wir um 17 Uhr zu historischen Spielen für Jedermann ein.
Bereits um 14 Uhr findet eine öffentliche Führung durch das Haus statt, die insbesondere die Möglichkeiten aufzeigt, die das Museum polnischsprachigen Gästen bietet.
Und auch die aktuelle Sonderausstellung „Ach! Echt? Kleist:“ zeigt, wie eng die deutsch-polnischen Verbindungen des Kleist-Museums sind.


Kleist-Brief - wieder - angekommen!

Dr. Hannah Lotte Lund und Dr. Martin Wilke beim Start des Spendenaufrufs, Foto: © Winfried Mausolf

Seit 20. Februar sind die Sammlungen des Kleist-Museums um einen bedeutenden Schatz reicher.

Der Briefabschnitt Heinrich von Kleists, der dank der Unterstützung von 119 Einzelspendern und der Kofianzierung durch die  Kulturstiftung der Länder und das MWFK des Landes Brandenburg  gekauft werden konnte, liegt sicher verwahrt hinter sehr dicken Mauern im Depot des Kleist-Museums. Aber schon bald wird er der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Am 22.4. eröffnen wir eine der über 100 Jahre verschollenen Rarität gewidmete Sonder-Ausstellung, und natürlich werden alle Unterstützerinnen und Unterstützer eine gesonderte Einladung erhalten. Die Ausstellung wird neben der Präsentation des neuen Juwels der Sammlungen und einer briefhistorischen Einordnung unter anderem auch mit dem verrschlungenen Weg des Briefes bekannt machen: von Leipzig nach Frankfurt an der Oder über zahlreiche Stationen nun doch wieder zurück in die Oderstadt.

Bis zur Vernissage sind es nur noch wenige Wochen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums arbeiten mit Hochdruck an der Exposition...


Erinnerung an Horst Häker

Uns erreichte die Nachricht, dass Horst Häker am 20. Dezember 2017 im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Wir erinnern an den verdienstvollen Lehrer und Kleistforscher und sind dankbar für seine langjährige Unter-stützung der Arbeit des Kleist-Museums. Horst Häker war Gründungs-
vorsitzender des Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V., er stand dem am 21. Oktober 1995 gebildeten Trägerverein des Kleist-Museums bis 1999 vor und hat die Arbeit des Hauses auch in der Folgezeit unterstützt und begleitet.
In unserer aktuellen Museumspublikation „Gedankenstriche 2017“ würdigt Dr. Barbara Wilk-Mincu in ihrem Beitrag „Ein Plädoyer für Kleist“ Horst Häker anlässlich seines 90. Geburtstages im Januar 2017.


Das Kleist-Museum wird Landesstiftung

Am 20. Dezember veröffentlichte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg eine entsprechende Pressemitteilung. Das Kabinett billigte am 19. Dezember 2017 die Eckpunkte zur Sicherung und Weiterentwicklung der größten brandenburgischen Literaturgedenkstätte. Damit sind die Bemühungen um die Stiftungsgründung einen entscheiden Schritt vorangekommen. Den Wortlaut der Pressemitteilung finden Sie hier.