Veranstaltungen im Kleist-Museum

Grenzen und Grenzgänge: Lehrerfortbildung

Kulturelle Bildung

17. bis 20. Februar 2019

Die Grenzstädte Frankfurt (Oder) und Słubice sowie das Kleist-Museum sind Orte und der Ausgangspunkt für vielfältige Reflexionen über Grenzen und Grenzerfahrungen. Im Seminar werden vier Zugänge zu Grenzgängen, -überschreitungen, -situationen und -markierungen erschlossen. Innerhalb des dreitägigen Seminars stellen Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, die Dauerausstellung und Christina Dalchau, Museumspädagogin im Kleist-Museum, Möglichkeiten der Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Museum vor.

Lehrerfortbildung des Landes Sachsen für Lehrkräfte im Fach Deutsch an Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen.

Fortbildungsnummer: R 00053


Ausbruch aus der Vormundschaft. Erinnerungen

Rolf Henrich, Foto: Verlag

Buchpremiere

Donnerstag, 21. Februar 2019, 19 Uhr

Rolf Henrich gilt als einer der Wegbereiter der Friedlichen Revolution in der DDR.
Sein Buch Der vormundschaftliche Staat, das im Frühjahr 1989 in Hamburg und Anfang 1990 in Leipzig erschien, öffnete vielen Menschen in Ostdeutschland die Augen. Im September 1989 gehörte Henrich zu den Mitbegründern der Bürgerbewegung Neues Forum. In seiner pointiert erzählten Autobiografie beschreibt er seinen Wandlungsprozess vom Parteisekretär eines Rechtsanwaltskollegiums zum Kritiker des sozialistischen Systems und gibt Einblicke in die dramatischen Umbruchprozesse auf dem Weg zur Deutschen Einheit. Sein Buch schlägt eine Brücke in die Gegenwart. Es zeigt, wie Verantwortung gelernt werden kann.

Eintritt frei!

In Zusammenarbeit mit dem Christoph Links Verlag.


Was vom Drama übrigbleibt: Wie sammelt man Theater?

Eröffnung und Gespräch

Donnerstag, 28. Februar 2019, 17 Uhr

Anlässlich der Eröffnung der Präsentation „Was vom Drama übrigbleibt. Amphitryon in den Sammlungen des Kleist-Museums“ diskutieren Stephan Dörschel (Leiter der Archivabteilung Darstellende Kunst in der Akademie der Künste), Bärbel Reißmann (Leiterin der Theatersammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin) und Karl Sand (Archiv des Deutschen Theaters Berlin) über Herausforderungen der Aufbewahrung, Auswahlkriterien und Mehrwegnutzungen sowie Veränderungen im digitalen Zeitalter.
Ein gemeinsamer Rundgang durch die Sammlungspräsentation schließt sich an.

Eintritt frei!


Caroline, Ulrike, Wilhelmine… Frauenschicksale um 1800

Mittwochsführung spezial

Mittwoch, 6. März 2019, 16 Uhr

Die Mittwochsführung durch Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung widmet sich anlässlich der Kulturwoche zum Internationalen Frauentag den Lebenswegen von Frauen im Umfeld Heinrich von Kleists. Was wissen wir von Caroline Louise von Wulffen und welche Folgen hatte ihr Schicksal für ihre Tochter und Heinrich von Kleist? Wer war Wilhelmine von Zenge und welche ungewöhnlichen Wege ging Ulrike von Kleist? Wer war Kleists Mutter? An ausgewählten Exponaten der Dauerausstellung werden Geschichten von Frauen, die vor 200 Jahren in Frankfurt lebten, lebendig.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung zur 29. Brandenburgischen Frauenwoche.


Leben im Wandel – Porträts einer Region

Ausstellung und Gespräch

Mittwoch, 6. März 2019, 19 Uhr

Dem Leben im Wandel vom Rande Berlins bis zur Oder-Neiße-Mündung widmet sich in Texten und fotografischen Recherchen der Kreiskalender Oder-Spree 2019. 25 Jahre nach der Kreisneugliederung kommen 25 Personen der Region zu Wort, die ihre Erwartungen, Hoffnungen, Erfahrungen wie ihre Enttäuschungen und Niederlagen artikulieren. Als „Experten des Alltags“ haben sie individuelle Antworten und Lösungen gefunden, sich den Umbrüchen zu stellen und diese mitzugestalten. Aussagestarke Momentaufnahmen des Schauener Fotografen Andreas Batke geben den einzelnen Beiträgen eine Dimension, die über eine reine Zustandsbeschreibung weit hinausgeht, Defizite und Perspektiven gleichermaßen aufzeigt.
U. a. mit: Tomas Grzimek/Sieversdorf, Petra Jungebluth/Reichenwalde, Wolfgang Seppelt/ Woltersdorf, Marc Wiedemann/Müllrose.

Moderation: Wolfgang de Bruyn.

Eintritt frei!

Ein Projekt des Landkreises Oder-Spree, unterstützt von der Sparkasse Oder-Spree.


Biribi, Casino, Tarock... Historische Spiele und Geselligkeit im Kleist-Museum

Spielenachmittag

Mittwoch, 13. März 2019, 16 Uhr

Spätestens seit der erfolgreichen Sonderausstellung Alles spielt, der Mensch und sein Kind, die sich Kinder- und Erwachsenenspielen um 1800 widmete, wird im Kleist-Museum immer wieder einmal gespielt. Gesellschafts-, Karten und Glücksspiele stehen auf dem Programm. Casino ist ein altes Kartenspiel, das man in fünf Minuten lernen kann, es wurde schon im 17. Jahrhundert gespielt. Schwieriger wird es da schon mit Tarock, das zu den ältesten überlieferten Kartenspielen gehört: Skatkenntnisse sind von Vorteil, wenn man das Spiel schnell erfassen will. Biribi wiederum kann jeder und sofort spielen, es ist ein Vorläufer von Roulette und macht großen Spaß: Ein klassisches Glücksspiel. Gezockt wird um Thaler und Groschen, und das Gute ist, das sich dabei niemand ruinieren kann. Im 19. Jahrhundert war das Spiel wegen der Gefahr, Haus und Hof dabei zu verlieren, sogar verboten. Ebenfalls um das Glück geht es bei dem deutlich jüngeren Glocke und Hammer, das nach 1800 ebenfalls ein weitverbreitetes Spiel war. Und immer macht das Gänsespiel viel Spaß, das man ebenso gut mit Kindern wie mit Erwachsenen spielen kann. Gespielt wird mit Reprints historischer Spiele, und wer Feuer gefangen hat, kann das eine oder andere Spiel auch im Museumsshop erwerben und zu Hause weiterspielen.

Eintritt: 5,- Euro. Maximal 24 Teilnehmer*innen.

In Zusammenarbeit mit der VHS Frankfurt (Oder).


Kleist am Kleinen Wannsee.
Neue Ansichten von Stimmings Krug

Salon Kleist

Dienstag, 19. März 2019, 17 Uhr

Heinrich von Kleist und Henriette Vogel quartierten sich am 20. November 1811 in Stimmings Krug ein, um am darauffolgenden Tag gemeinsam in den Freitod zu gehen. Vor kurzem tauchten nun im Museum Knoblauchhaus zwei bisher unbeachtete Ansichten dieses Gasthofes auf: Im August 1828 hat der Architekt Eduard Knoblauch sie im Skizzenbuch seiner Amsterdam-Reise festgehalten.
Zum Salonnachmittag hat Dr. Jan Mende, Stadtmuseum Berlin, dieses Büchlein dabei und stellt das Knoblauchhaus und dessen Archiv vor.

Eintritt:
5,- Euro, erm. 3,- Euro, inkl. Salontee und Gebäck.


Leipziger Buchmesse 2019

Präsentation

21. bis 24. März 2019, Leipzig

Wie in jedem Jahr ist das Kleist-Museum am großen Stand der ALG – Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten in Halle 5 der Leipziger Messe vertreten. An vier Messetagen präsentiert sich unser Haus mit ausgewählten Neuerscheinungen und steht für Gespräche mit den Messebesucher*innen bereit. Und am Messesamstag werden zwei besondere Neuerscheinungen auf Buchmesseforen vorgestellt: Das Frankfurter Buntbuch Nr. 63 von Jannis Wagner über den Historiker und Autor Felix Hartlaub und die vom Kleist-Museum herausgegebene Kleist-Novelle Der Verdacht von Klaus Schlesinger.

Nähere Informationen ab 21. Februar unter www.leipziger-buchmesse.de/ll