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Veranstaltungen im Kleist-Museum und anderswo


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde Kleists und des Kleist-Museums!

Wir freuen uns, Sie ab Juli wieder zu öffentlichen Veranstaltungen des Kleist-Museums begrüßen zu können. Ab 18. Juli laden wir zu Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Gesprächen in unser Haus ein. Wir freuen uns, auch zu den öffentlichen Führungen am 1. Mittwoch jedes Monats Gäste begrüßen zu können. Wie bisher auch, informieren wir Sie über alle öffentlichen Veranstaltungen auf dieser Website. Wir freuen uns, Sie im Kleist-Museum willkommen zu heißen! 

Ihr Team des Kleist-Museums.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der geltenden Abstandsregeln sind die Plätze im Garten und in den Innenräumen des Kleist-Museums begrenzt. Eine Voranmeldung für alle Veranstaltungen ist deshalb erforderlich: Tel. Kasse: 0335-387 221 30, E-Mail: kasse@kleist-museum.de. Open-Air-Veranstaltungen werden bei Regen ins Museum verlegt. Vorbestellte Karten sind spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse abzuholen.

Einlass zu den Kleist-Festtagen frühestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn!


Workshop und Probe mit Daniel Heinz

Vorbereitung der Lesung der Frankfurter Bürgerschaft zu den Kleist-Festtagen 2020

Samstag, 26. September 2020, 15 Uhr

Im Rahmen der Kleist-Festtage lädt das Kleist-Museum gemeinsam mit der Evangelischen Kirchen-gemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus wieder zu einer Lesung durch die Frankfurter Bürgerschaft ein. In diesem Jahr der Gedenktage (75. Jahre Befreiung vom Faschismus, 30 Jahre Wiedervereinigung) steht dabei das Thema „Freiheit“ im Mittelpunkt. Wir laden alle Frankfurter*innen sowie Gäste der Stadt und der Region ein, Gedanken berühmter wie beinahe unbekannter Männer und Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts zu diesem Thema zu Gehör zu bringen. Am Sonntag, 11. Oktober, findet die Lesung der Frankfurter Bürgerschaft unter dem Kleist-Titel Der erste Atemzug der Freiheit… in der St.-Gertraud-Kirche statt.
Am 26. September um 15 Uhr findet ein erster Workshop im Kleist-Museum unter der bewährten Leitung des Schauspielers und Regisseurs Daniel Heinz statt.

Der zweite Workshop, ebenfalls im Kleist-Museum, am 3. Oktober, 15 Uhr, wird von Anette Handke geleitet. Die abschließende Generalprobe findet dann am 10. Oktober, wiederum 15 Uhr, in der St.-Gertraud-Kirche statt.   

Texte von Heinrich von Kleist und Franz von Gaudy stellen wir auf Anfrage am 26. September zur Verfügung. Ausdrücklich wünschen wir uns auch die Einreichung kurzer Beiträge von anderen Verfasser*innen zu dem Thema. Die Texte sollten ca. 3.000 bis höchstens 5.000 Druckzeichen umfassen.

Anmeldungen erbitten wir bis zum 25. September an handke@kleist-museum.de.
Auch wer am 26. September nicht dabei sein kann, ist herzlich gebeten, sich für den folgenden Samstag, 3. Oktober, bereits jetzt zu melden.

Und natürlich laden wir alle Frankfurter*innen und ihre Gäste zur Premiere am 11. Oktober in der St.-Gertraud-Kirche sehr herzlich ein.

Eintritt frei!

Weitere Termine: 3.10., 15 Uhr; 10.10., 15 Uhr (Generalprobe); 11.10., 14 Uhr (Aufführung)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Kleist-Museums und der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus.


Info-Stand beim Fest der Vielfalt

Faire Interkulturelle Woche

Samstag, 26. September 2020, 14 bis 18 Uhr, Brückenplatz

Auch in diesem Jahr ist das Kleist-Museum wieder mit einem Stand beim Fest der Vielfalt auf dem Brückenplatz vertreten. Neben vielfältigen und mehrsprachigen Informationen bieten wir Ihnen  erstmalig die Gelegenheit, an unserer Befragung als Besucher- und Nichtbesucher*innen teilzunehmen. Wir möchten Ihre Meinung und Perspektive auf das Kleist-Museum kennenlernen.

Kommen Sie vorbei und machen Sie mit! Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir um 17 Uhr tolle Preise an unserem Stand.

Eintritt frei!

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Sinti und Roma. Kultur, Geschichte und Gegenwart einer Minderheit in Deutschland

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung muss krankheitsbedingt leider entfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt! Ein neuer Termin wird bekannt gegeben.
 

Faire Interkulturelle Woche
Vortrag und Lesung mit Petra Rosenberg

Sonntag, 27. September 2020, 11 Uhr

Im Rahmen der Fairen Interkulturellen Woche laden wir Sie zu einem Vortrag über die Kultur und Geschichte der Sinti und Roma ein. Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin Brandenburg e.V. und der Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn, wird zudem aus Das Brennglas, der Autobiografie ihres Vaters Otto Rosenberg, lesen. Anschließend gibt es die Möglichkeit für ein gemeinsames Gespräch.

Eintritt frei!

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Kli-Kla-Kleist! – Wäschst du dir mal die Hände? Kleist!

Familiensonntag im Kleist-Museum
Kulturelle Bildung

Sonntag, 27. September 2020, 15 Uhr

Kinder und Eltern schnitzen Figuren aus Seife und Tina Kemnitz erzählt und liest messerscharfe Geschichten vor – aus alten Kleist-Texten und neuen Kinderbüchern. Falls vorhanden: Bitte ein kleines Messer zum Seife-Schnitzen mitbringen. Und keine Angst: Seife-Schnitzen ist kinderleicht!

Eintritt: 1,- Euro


Die da drüben – Kleist & Konsorten

30. Kleist-Festtage

1. bis 11. Oktober 2020

Das vollständige Programm der Kleist-Festtage 2020 finden Sie online unter www.kleistfesttage.de und im Sonderprogrammheft von Kleist-Museum und Kleist Forum.


Der zerbrochne Krug

Ein Lustspiel. theater 89

Freitag, 2. Oktober 2020, 18 Uhr bis ca. 21 Uhr, Kleist-Garten
(Einlass frühestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn)

Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist ist ein Glanzstück brandenburgisch–preußischen Kulturerbes. Kaum zu überbieten an Situationskomik und Wortwitz, ist es ein Fressen für Schauspieler und Zuschauer gleichermaßen. Das "alte" Lustspiel stellt überzeitliche Fragen von Recht und Missbrauch, von Wahrheit und Lüge, und jede Zivilgesellschaft, in der man wegen eines zerbrochenen Kruges klagen kann und feilschen muss, wird komisch entlarvt. Wie lebte und wie lebt man in Zeiten des Paradigmenwechsels? Das zu erinnern, zu vergleichen oder herauszufinden kann auch mit Kleists Hilfe nützlich und unterhaltsam werden... Worum geht es?  Dorfrichter Adam muss über eine Tat zu Gericht sitzen, die er selbst begangen hat. Im Mittelpunkt der um 1685 in der Gerichtsstube in Huisum, einem fiktiven niederländischen Dorf spielenden Verhandlung steht ein zerbrochener Krug, welcher der Frau Marthe Rull gehört. Sie beschuldigt jedoch Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, den Krug in ihrem Haus zerstört zu haben…
Der zerbrochne Krug gilt wie Sophokles’ König Ödipus als Musterbeispiel eines analytischen Dramas. Es baut auf einen bestimmten Vorfall in der Vorgeschichte des dargestellten Geschehens, dessen Ursache erst im Verlauf der Handlung entdeckt und enthüllt wird.

Eintritt: 18,– Euro, ermäßigt 12,– Euro

Beachten Sie: Wir spielen bei jedem Wetter im Freien. Bitte denken Sie an entsprechende Kleidung!

Mit: André Zimmermann, Matthias Zahlbaum, Martin Schneider, Angelika Perdelwitz, Kristin Schulze, Hans–Joachim Frank, Christian Schaefer, Katrin Schell und Moritz Meyer
Regie: Hans–Joachim Frank
Bühne und Kostüme: Barbara Noack
Dramaturgie: Jörg Mihan
Assistenz: Christian Schaefer
Lichtdesign/Technik: Moritz Meyer
Öffentlichkeitsarbeit: Uta Wilde, Ronald Richter
Anfertigung der Dekoration: theater 89

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.

Die Theateraufführung wird gefördert von der Sparkasse Oder-Spree.


Der erste Atemzug der Freiheit…

Bürgerprojekt — Workshop und Probe

Samstag, 3. Oktober 2020, 15 Uhr

Eine Stadt liest — seit 2016 lädt das Kleist-Museum während der Festtage zu einem Bürgerschaftsprojekt, diesmal epochenübergreifend zum Thema des Jahres: Freiheit!
Probentermin mit Daniel Heinz und Anette Handke in Vorbereitung auf die Bürgerschaftslesung. Im Workshop geht es um Fragen der Präsentation, der Sprech– und Vorlesetechnik.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.

Ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)–Lebus und des Kleist-Museums.


Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht" und der Zeitgeist

Vernissage mit Theaterspiel

Sonntag, 4. Oktober 2020, 11 Uhr

Begrüßung: Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist–Museums
Einführung: Dr. Barbara Gribnitz, Kuratorin, und Jule Froböse, panatom, Gestalterin

Dass Kleists Herrmannsschlacht auch unter heutigem Zeitgeist gespielt wird, beweisen die aktuellen Inszenierungen am Schauspiel Leipzig (Regie: Dušan David Parízek) und Burgtheater Wien (Regie: Martin Kušej). Entfernt vom ›deutschen‹ Gründungsmythos richtete die Theaterrezeption der letzten Jahrzehnte den Blick auf andere, umfassendere Aspekte: auf die Manipulationskunst Herrmanns, die gnadenlose Vermengung von Privatsphäre und Politik sowie auf die Unmöglichkeit,
etwas Eigenes zu schaffen, ohne Fremdes auszuschließen. Wie diese neuen Perspektiven auf Kleists Stück — ausgestattet mit Text und nur wenigen Requisiten —
präsentiert werden können, zeigen Schülerinnen und Schüler des Kurses "Darstellendes Spiel" des Karl–Liebknecht–Gymnasiums, Frankfurt (Oder).

Das digitale Begleitprogramm zur Ausstellung, Aufzeichnungen und Hintergründe finden Sie in den sozialen Medien unter #herrmannzeitgeis

Ab 16 Uhr kann die Ausstellung individuell besichtigt werden.
Eintritt ganztägig frei!


Kaube trifft (I)

Gesprächsreihe in Medienpartnerschaft mit der F.A.Z.

Sonntag, 4. Oktober 2020, 14 Uhr
(Einlass frühestens ab 13.30 Uhr)

Am Beispiel des umstrittensten Stück Heinrich von Kleists beschäftigt sich die Sonderausstellung "Das deutscheste Drama. Kleists Herrmannsschlacht und der Zeitgeist" mit bis heute brisanten Themen wie Nationalismus, Propaganda oder Ge- bzw. Mißbrauch von Literatur. Um eine Diskussion dieser Fragen anzustoßen, laden das Kleist-Museum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu vielstimmigen Debatten ein.

In der ersten Gesprächsrunde spricht Jürgen Kaube, Mitherausgeber der F.A.Z., mit der Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken, dem Journalisten Jens Bisky und dem Theaterregisseur Dušan David Pařízek über die verblüffende Aktualität des Kleist’schen Stückes.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.


Manchmal grünet das Ziel - Gunter Schoß liest Peter Hacks

Premiere

Montag, 5. Oktober 2020, 19 Uhr
(Einlass frühestens ab 18.30 Uhr)

Gunter Schoß wird 80! Von 1964 bis 1990 war er Mitglied des Fernsehensembles der DDR, danach stand er in über 150 Film– und Fernseh–Produktionen vor der Kamera, aber auch "nur" mit seiner Stimme hat der charismatische Schauspieler und Sprecher immer wieder ein großes Publikum und u. a. einen Grimme-Preis erreicht.
Im Kleist-Museum findet die Premiere seiner jüngsten Arbeit statt: Schoß liest Hacks! Mit Peter Hacks durchstreift er "Märkische Wiesen" und ein "Märkisches Museum", bemächtigt sich der "Kunstformen der Geschichte" und liest von "Zwei Denkwürdigkeiten aus preußischen Feldzügen". Poetische Sichten in Natur und Geschichte gehen zusammen. Nicht immer ist das Betrachtete schön, wird jedoch schön in der Darstellung durch Hacks und im Ton der Interpretation von Gunter Schoß, der die Texte unvergesslich eindringlich wiedergibt.

Eintritt: 10,- Euro, ermäßigt 8,- Euro

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.


Die Verlobung in St. Domingo

Ein Gespräch im Widerspruch (?)

Dienstag, 6. Oktober 2020, 19 Uhr

Das 2019 uraufgeführte Theaterstück Die Verlobung in St. Domingo — ein Widerspruch. Necati Öziri gegen Heinrich von Kleist ist eine facettenreiche Gegenerzählung, die mehr als nur ein Dilemma in revolutionsgetränkten Zeiten thematisiert. Dabei wird Kleists Erzählung einer Liebesgeschichte, die während des Sklavenaufstandes auf der französischen Inselkolonie Saint Domingue spielt, weitreichender in den historischen Kontext der Haitianischen Revolution gestellt. In einem Gespräch mit dem Autor Necati Öziri (digitale Zuschaltung in das Kleist-Museum), der Dramaturgin Rebecca Ajnwojner und Magdalena Paluska, 360°–Agentin im Kleist–Museum, diskutieren wir u.a. darüber, ob und wie es gelingen kann, rassistische Machtverhältnisse zu thematisieren, ohne sie in Wort und Tat auf der Bühne zu reproduzieren.
Necati Öziri hat Philosophie, Germanistik und Neue Deutsche Literatur studiert. Sein Stück Die Verlobung in St. Domingo ein Widerspruch wurde als Koproduktion des Schauspielhauses Zürich und des Gorki–Theaters in Berlin unter der Regie von Sebastian Nübling in der Spielzeit 2019/20 aufgeführt. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Hausautor des Nationaltheaters Mannheim.
Rebecca Ajnwojner absolvierte ein Psychologie-, Dramaturgie- und Regie-Studium. Als Dramaturgin am Maxim Gorki Theater war sie u. a. Mitorganisatorin des interdisziplinären Festivals 4. Berliner Herbstsalon. Mit englischer Simultanübersetzung.

Eintritt: 4,- Euro, ermäßigt 2,- Euro

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Michael Kohlhaas

Latarnia–Hörspielprojekt mit Schüler*innen des Karl–Liebknecht–Gymnasiums, Frankfurt (Oder)

Mittwoch, 7. Oktober 2020, vormittags

Das Kleist-Museum lädt Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt (Oder) und Słubice ein, Heinrich von Kleists Erzählung Michael Kohlhaas als Hörspiel in deutscher und polnischer Sprache zu vertonen. Dafür schlüpfen sie in die Rolle von Hörspiel-Produzent*innen und Schauspieler*innen und lernen von der Dramaturgie bis zur Tontechnik alle Stationen einer Hörspiel-Produktion kennen. Mit der Kleist’schen Erzählung über Recht und Gerechtigkeit, Selbstjustiz und Freiheit setzen sie sich, unter Anleitung der Regisseurin Monika Dobrowlanska, intensiv auseinander. Das Bürgerradio Słubfurt verrät, worauf es bei der technischen Umsetzung ankommt.
Bis zum Frühjahr 2021 entsteht in Kooperation ein deutsch-polnisches Kleist-Hörspiel für das ganz große Publikum. Dr. Monika Dobrowlanska, Theaterregisseurin, Autorin, Prix–Tournesol Preisträgerin beim Festival d’Avignon 2017 in der Kategorie Jenseits der Grenzen, versteht sich als europäische Regisseurin. Das von ihr 2012 gegründete interkulturelle Künstlerkollektiv multicultural city setzt u. a. Projekte im Bereich Kulturelle Bildung für Jugendliche in Berlin und Brandenburg um.

Unsere Projektpartner: Karl-Liebknecht-Gymnasium, Frankfurt (Oder) & Szkoła Podstawowa nr 2 im. Tadeusza Kościuszki, Słubice & Radio Słubfurt e.V.

Geschlossene Veranstaltung!

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 16 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung ein.
Die aktuelle Sonderausstellung Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht"und der Zeitgeist kann im Anschluss individuell besichtigt werden.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Die Hermannschlacht

Ein Stummfilm in fünf Akten von 1924
Filmabend im Kleist-Museum

Donnerstag, 8. Oktober 2020, 19 Uhr

Die Hermann- oder Varusschlacht gilt als Gründungsmythos der deutschen Nation. Im Bau des Detmolder Hermannsdenkmals fand dieses nationale Selbstverständnis im 19. Jahrhundert einen sichtbaren Ausdruck. Dass der Mythos auch im 20. Jahrhundert noch für konkrete politische Zwecke instrumentalisiert wurde, lässt der 1922/1923 gedrehte Stummfilm Die Hermannschlacht eindrucksvoll erkennen. Gedreht wurde das "historische Gemälde aus Deutschlands ersten Freiheitskämpfen" an den Originalschauplätzen, wie man damals einhellig meinte, in unmittelbarer Nähe zum Hermannsdenkmal. Die Texttafeln der Zwischentitel lesen sich wie ein aus dem Mythos abgeleiteter tagespolitischer Appell. Dass dieser Film zwar von den Römern sprach, aber die Franzosen meinte, die 1923 das Ruhrgebiet besetzt hatten,  wurde von dem begeisterten Premierenpublikum und der konservativen Tagespresse auch sofort verstanden. Nachdem sich die politische und wirtschaftliche Situation 1924 beruhigt hatte, verschwand Die Hermannschlacht in den Archiven und wurde bald vergessen. Eine Originalkopie, offenbar 1945 von der sowjetischen Armee beschlagnahmt, fand sich 1990 im Zentralen Filmarchiv der UdSSR wieder. Wir zeigen den Film aus der cineastischen Frühzeit in der Fassung des LWL–Medienzentrums, von dem Detmolder Pianisten Daniel Wahren kongenial untermalt.

Eintritt: 8,- Euro, ermäßigt 6,- Euro (inklusive Kaffee oder Tee oder alkoholfreien Getränken)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.


Nele Pollatschek: Dear Oxbridge. Liebesbrief an England

Lesung

Freitag, 9. Oktober 2020

10 Uhr - Karl-Liebknecht-Gymnasium, Frankfurt (Oder), Aula
Geschlossene Veranstaltung!

17 Uhr - Teatime mit Nele Pollatschek Salon im Kleist-Museum
Eintritt: 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro

NC 1,3 ? Das muss doch zu schaffen sein! Und dann ab nach England! Studieren in Oxford und Cambridge! Das wär’s doch. Nele Pollatschek liest aus ihrem Buch und erzählt von ihrem eigenen eisernen Plan.

Wenn jemand eine Obsession hat, dann ist es schwer, ihn davon abzubringen. In Nele Pollatscheks Fall heißt die Obsession seit ihrer Jugend "Oxbridge". Irrsinnige Anstrengungen nimmt sie auf sich, lernt das bizarre Verhalten der englischen Eliten kennen, verbringt die Nächte zwischen High-Society-Partys und Bibliothek. Gerade denkt sie, sie gehöre dazu - da erfolgt am 23. Juni 2016 dieser Schlag: Die Briten wollen mit Europäern wie ihr nichts mehr zu tun haben. Nele Pollatschek geht in ihrem Buch der Frage nach, wie es zum Bruch kommen konnte. Was ist los mit diesem England? Sie erkennt: der Schlüssel zur Misere liegt da, wo sie gerade war! Das System Oxbridge bringt jene Mentalität und jenen englischen Politikertyp hervor, der gerade das Land zugrunde richtet. Mit abgründigem Humor setzt Nele Pollatschek ihrer großen Liebe, dem alten England, ein unterhaltsames und kluges Denkmal.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.


Franz Freiherr Gaudy. Eine (nachgeholte) Präsentation

Vortrag mit Lesung sowie Pop-Up-Ausstellung

Sonntag, 11. Oktober 2020, 11 Uhr

Franz von Gaudy (1800–1840), Schriftsteller im Vormärz, ist ein Sohn der Oderstadt wie der eine Generation ältere Heinrich von Kleist. Sein Geburtshaus war das "Haus zum roten Polacken" in der Oderstraße 13 im Umfeld der Familien von Kleist und von Zenge. Er schrieb Novellen, Erzählungen, Reiseberichte und Gedichte, Balladen und Romanzen, hatte eine ausgeprägt satirische Ader und war ein ausgezeichneter Übersetzer aus dem Französischen und Polnischen. 15 Jahre, 1818 bis 1833, diente er als Leutnant in der preußischen Armee, 1834 bis 1840 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin. Zu seiner Zeit war er im literarischen Deutschland weit bekannt und geachtet, inzwischen ist er fast vergessen. Die Germanistin Dr. Doris Fouquet–Plümacher, langjährige Bibliotheksdirektorin an der Freien Universität Berlin, hat sich Franz Freiherr Gaudy, wie er sich selbst nannte, über Jahre angenähert, auch haptische Spuren seines Lebens durch Wiederauffinden und Herrichten seiner Grabstätte auf dem Friedhof I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin wieder gegenwärtig gemacht. Pünktlich zu seinem 220. Geburtstag
am 19. April lagen seine venetianischen und italienischen Novellen als Band 1 einer neuen Auswahlausgabe und ein Frankfurter Buntbuch zu einer bemerkenswerten Episode seines Armee-Lebens, der Haft auf der Festung Silberberg in Schlesien, vor, und das Kleist-Museum eröffnete seine virtuelle Gaudy-Ausstellung franzvongaudy.wordpress.com, kuratiert von Dr. Claudia Czok. Gaudys Wiederkehr in die literarische Welt erfolgt nun zu den Kleist-Festtagen in seinem 220. Geburtsjahr!

Eintritt: 5,- Euro, ermäßigt 3,- Euro

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.


Der erste Atemzug der Freiheit...

Lesung der Frankfurter Bürgerschaft

Sonntag, 11. Oktober 2020, 14 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

1809 schrieb Heinrich von Kleist einen Einleitungstext für seine geplante Zeitschrift Germania, ein Projekt, mit dem er sich unmittelbar einbringen wollte in die Zeit. Darin heißt es: "Diese Zeitschrift soll der erste Atemzug der deutschen Freiheit sein. Sie soll alles aussprechen was, während der drei letzten, unter dem Druck der Franzosen verseufzten, Jahre, in den Brüsten wackerer Deutscher, hat verschwiegen bleiben müssen: alle Besorgnis, alle Hoffnung, alles Elend und alles Glück." Die nationale Erhebung fand erst drei Jahre später statt, das "Germania–Projekt" von Kleist blieb unbearbeitet. Bewusst nicht national ausgerichtet und Gegensätze verbindend, lädt das Kleist-Museum in diesem Jahr der Gedenktage (75 Jahre Befreiung vom Faschismus, 30 Jahre Wiedervereinigung) und globaler "Seufzer" in einem Gemeinschaftsprojekt dazu ein, den Freiheitsgedanken in fast 250 Jahren Literatur zu verfolgen. Zum Ende der Kleist-Festtage präsentiert sich die Bürgerschaftslesung: Angefangen bei Heinrich von Kleist und Franz von Gaudy laden wir alle Frankfurter*innen sowie Gäste der Stadt und der Region ein, Gedanken ebenso berühmter wie beinahe unbekannter Männer und Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Gehör zu bringen. Die Premiere in der St.-Gertraud-Kirche wird von Musik umrahmt.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2020.

Ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)–Lebus und des Kleist–Museums.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 4. November 2020, 16 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung ein.
Die aktuelle Sonderausstellung Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht"und der Zeitgeist kann im Anschluss individuell besichtigt werden.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kaube trifft (II)

Gesprächsreihe in Medienpartnerschaft mit der F.A.Z.

Mittwoch, 11. November 2020, 15.30 Uhr, online

Am Beispiel des umstrittensten Stück Heinrich von Kleists beschäftigt sich die Sonderausstellung "Das deutscheste Drama. Kleists Herrmannsschlacht und der Zeitgeist" mit bis heute brisanten Themen wie Nationalismus, Propaganda oder Ge- bzw. Mißbrauch von Literatur. Um eine Diskussion dieser Fragen anzustoßen, laden das Kleist-Museum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu vielstimmigen Debatten ein.

In der zweiten Gesprächsrunde trifft Jürgen Kaube die Linguistin Constanze Spieß (Universität Marburg) und den Rhetoriker Olaf Kramer (Universität Tübingen). Ausgehend von Kleists Darstellung sprachlicher Manipulation in der Herrmannsschlacht diskutieren sie die vielfältigen Beziehungen zwischen Sprache, Propaganda, Populismus und Gewalt.

Das Gespräch findet digital statt. Bitte melden Sie sich per Mail (info@kleist-museum.de) an, Sie erhalten dann einen Zugangscode.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 16 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung ein.
Die aktuelle Sonderausstellung Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht"und der Zeitgeist kann im Anschluss individuell besichtigt werden.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kaube trifft (III)

Gesprächsreihe in Medienpartnerschaft mit der F.A.Z.

Mittwoch, 9. Dezember 2020, 15.30 Uhr, online

Am Beispiel des umstrittensten Stück Heinrich von Kleists beschäftigt sich die Sonderausstellung "Das deutscheste Drama. Kleists Herrmannsschlacht und der Zeitgeist" mit bis heute brisanten Themen wie Nationalismus, Propaganda oder Ge- bzw. Mißbrauch von Literatur. Um eine Diskussion dieser Fragen anzustoßen, laden das Kleist-Museum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu vielstimmigen Debatten ein.

In der dritten Gesprächsrunde empfängt Jürgen Kaube die Literaturwissenschaftlerin Ethel Matala de Mazza (Humboldt-Universität zu Berlin; angefragt) und den Historiker Norbert Frei (Universität Jena; angefragt), um anhand der Rezeption der Kleistschen Herrmannsschlacht Fragen nach Nation und Nationalismus zu diskutieren.

Das Gespräch findet digital statt. Bitte melden Sie sich per Mail (info@kleist-museum.de) an, Sie erhalten dann einen Zugangscode.


Kaube trifft (IV)

Gesprächsreihe in Medienpartnerschaft mit der F.A.Z.

Sonntag, 17. Januar 2021, 11 Uhr

Am Beispiel des umstrittensten Stück Heinrich von Kleists beschäftigt sich die Sonderausstellung "Das deutscheste Drama. Kleists Herrmannsschlacht und der Zeitgeist" mit bis heute brisanten Themen wie Nationalismus, Propaganda oder Ge- bzw. Mißbrauch von Literatur. Um eine Diskussion dieser Fragen anzustoßen, laden das Kleist-Museum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu vielstimmigen Debatten ein.

Zur Finissage der Ausstellung unterhält sich Jürgen Kaube mit seinem Kollegen Simon Strauß über die schillernde Textsorte ‚Theaterkritik‘. Eine Lesung aus kurzweiligen Kritiken mehrerer Herrmannsschlacht-Inszenierungen umrahmt das Gespräch.