Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Sa | 26.10.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Sa | 26.10.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

"Himmlischer Regen auf die Erde" Kleist bei Fontane - Sonderausstellung des Kleist-Museums zu den Kleist-Festtagen

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

bis 26. Januar 2020

Theodor Fontane berichtete in seinen Wanderungen nur beiläufig von Kleists Sterbeort, dessen Dichtungen spielen dabei keine Rolle. Doch einen "Ausflug bis zu Stimmings [zu] machen, um Heinrich v. Kleists Grab" zu sehen, fand der unternehmungslustige Fontane immerhin notwendig. Im Zuge der wachsenden Kleist-Renaissance seit den 1870-er Jahren beschäftigte sich Fontane ausführlich mit dem Werk Heinrich von Kleists. 1872, in der Sommerfrische in Krummhübel, las er sämtliche Dramen und Erzählungen und war dabei durchaus kritisch: Kleists außerordentliches Talent sei viel zu "poetisch-romantisch", weil der Prinz von Homburg in einem unhistorisch wirkenden Stück nicht als Held, sondern eher als "Waschlappen" auftrete. Die Erzählungen dagegen seien spannend und meisterhaft entwickelt, sogar in ihren schrecklichsten Momenten. Otto Brahms biografische Kleist-Studie brachte Fontane 1884 erneut auf Kleist, den damals besonders für Die Herrmannsschlacht und Das Käthchen von Heilbronn hoch geachteten Dichter.

Fontanes Kleist-Lektüre ist eng an seine Tätigkeit als Theaterkritiker für die Vossische Zeitung 1870 – 1889 gebunden. Die anfangs scharfen Urteile sind in den sieben Rezensionen zu Kleist-Stücken deutlich abgemildert. Sie bilden nur einen kleinen Teil der 740 Theaterkritiken, in deren Entstehungszeit Theodor Fontane selbst der Durchbruch als Erzähler und Romancier gelang. Auch wenn Fontanes Theaterkritiken bis heute nicht sehr bekannt sind, lässt sich doch einiges in ihnen entdecken, etwa in Beschreibungen damaliger Theaterpraxis und -dichtung oder die verschleierte Selbstdarstellung des Dichters.

Die Ausstellung widmet sich Fontanes Texten zu Kleist, den Lesenotizen und Theaterkritiken. Daraus entsteht ein Kleist-Bild, das zwischen aufrichtiger Bewunderung und verständnisloser Ablehnung schwankt. Bei einer Betrachtung der Lebenswege dieser beiden bekanntesten märkisch-preußischen Dichter klingen Parallelen an. Außerdem wird mit Fontanes historisch-vaterländischem Roman Vor dem Sturm ein Panorama der Kleist-Zeit ausgebreitet. Der Ausstellungstitel ist einer Äußerung Fontanes entlehnt. Über den Dichter Ernst von Wildenbruch, einen Enkel des Prinzen Louis Ferdinand, schrieb er: "Wildenbruch hat wieder einen furchtbaren Vers gesündigt, der helle Blödsinn, und dieser Mann behauptet, der wiedererstandne Heinrich v. Kleist zu sein. Wenn Kleist nieste, fiel im Verhältniß zu W. ein himmlischer Regen auf die Erde."

Ausstellungskuratierung: Dr. Claudia Czok
Ausstellungsgestaltung: Thomas Lorenz-Herting

Kuratorinnenführungen: Samstag, 19. Oktober 2019, 18.30 Uhr / Donnerstag, 24. Oktober 2019, 18 Uhr / Sonntag, 27. Oktober 2019, 13 Uhr

Eine Ausstellung im Rahmen des Themenjahres fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Sa | 26.10.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Exkursion

Auf den Spuren Fontanes - Exkursion zu den Kleist-Festtagen

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 Uhr, Abfahrt vom Kleist-Museum

Preise:65,- Euro inkl. Mittagessen, Kaffee und Eintritte

Die traditionelle Exkursion zu den Kleist-Festtagen führt uns diesmal auf den Spuren Theodor Fontanes ins Oderbruch. Vom Kleist-Museum aus geht es Punkt 10 Uhr mit dem Bus über die "alte Bischofstadt" Lebus nach Letschin. Die Heimatstube erinnert an Theodor Fontanes Aufenthalt und die Novelle Unterm Birnbaum. In Schiffmühle verbrachte der Vater des Dichters, Louis Fontane, seine letzten Lebensjahre, hier verstarb er im Oktober 1867. Sein Grab befindet sich unweit vom Fontanehaus auf  dem Friedhof von Neutornow. In seinem autobiographischen Roman Meine Kinderjahre setzt Theodor Fontane dem Vater, dem Ort und dem Haus ein literarisches Denkmal. Über Kunersdorf und das Museum für Adelbert von Chamisso führt die Fahrt über Gusow und Neuhardenberg nach Friedersdorf. Die Beschäftigung mit der dortigen Familie von der Marwitz führte Theodor Fontane zu dem Ausspruch: "Wer den Adel abschaffen wollte, schaffte den letzten Rest von Poesie aus der Welt."

Anmeldung nur schriftlich unter info@kleist-museum.de oder Kleist-Museum, Faberstraße 6-7, 15230 Frankfurt (Oder).

Bitte beachten Sie: Jeder Teilnehmende nimmt auf eigene Verantwortung an der Exkursion teil. Das
Kleist-Museum schließt eine Haftung bei Personen- oder Sachschäden aus!

Reiseleitung: Hans-Jürgen Rehfeld

Die Exkursion findet in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der
Deutschen Gesellschaft e.V. statt und wird gefördert im Rahmen des Themenjahres fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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