Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Fr | 29.11.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Fr | 29.11.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

"Himmlischer Regen auf die Erde" Kleist bei Fontane - Sonderausstellung des Kleist-Museums zu den Kleist-Festtagen

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

bis 26. Januar 2020

Theodor Fontane berichtete in seinen Wanderungen nur beiläufig von Kleists Sterbeort, dessen Dichtungen spielen dabei keine Rolle. Doch einen "Ausflug bis zu Stimmings [zu] machen, um Heinrich v. Kleists Grab" zu sehen, fand der unternehmungslustige Fontane immerhin notwendig. Im Zuge der wachsenden Kleist-Renaissance seit den 1870-er Jahren beschäftigte sich Fontane ausführlich mit dem Werk Heinrich von Kleists. 1872, in der Sommerfrische in Krummhübel, las er sämtliche Dramen und Erzählungen und war dabei durchaus kritisch: Kleists außerordentliches Talent sei viel zu "poetisch-romantisch", weil der Prinz von Homburg in einem unhistorisch wirkenden Stück nicht als Held, sondern eher als "Waschlappen" auftrete. Die Erzählungen dagegen seien spannend und meisterhaft entwickelt, sogar in ihren schrecklichsten Momenten. Otto Brahms biografische Kleist-Studie brachte Fontane 1884 erneut auf Kleist, den damals besonders für Die Herrmannsschlacht und Das Käthchen von Heilbronn hoch geachteten Dichter.

Fontanes Kleist-Lektüre ist eng an seine Tätigkeit als Theaterkritiker für die Vossische Zeitung 1870 – 1889 gebunden. Die anfangs scharfen Urteile sind in den sieben Rezensionen zu Kleist-Stücken deutlich abgemildert. Sie bilden nur einen kleinen Teil der 740 Theaterkritiken, in deren Entstehungszeit Theodor Fontane selbst der Durchbruch als Erzähler und Romancier gelang. Auch wenn Fontanes Theaterkritiken bis heute nicht sehr bekannt sind, lässt sich doch einiges in ihnen entdecken, etwa in Beschreibungen damaliger Theaterpraxis und -dichtung oder die verschleierte Selbstdarstellung des Dichters.

Die Ausstellung widmet sich Fontanes Texten zu Kleist, den Lesenotizen und Theaterkritiken. Daraus entsteht ein Kleist-Bild, das zwischen aufrichtiger Bewunderung und verständnisloser Ablehnung schwankt. Bei einer Betrachtung der Lebenswege dieser beiden bekanntesten märkisch-preußischen Dichter klingen Parallelen an. Außerdem wird mit Fontanes historisch-vaterländischem Roman Vor dem Sturm ein Panorama der Kleist-Zeit ausgebreitet. Der Ausstellungstitel ist einer Äußerung Fontanes entlehnt. Über den Dichter Ernst von Wildenbruch, einen Enkel des Prinzen Louis Ferdinand, schrieb er: "Wildenbruch hat wieder einen furchtbaren Vers gesündigt, der helle Blödsinn, und dieser Mann behauptet, der wiedererstandne Heinrich v. Kleist zu sein. Wenn Kleist nieste, fiel im Verhältniß zu W. ein himmlischer Regen auf die Erde."

Ausstellungskuratierung: Dr. Claudia Czok
Ausstellungsgestaltung: Thomas Lorenz-Herting

Kuratorinnenführungen: Samstag, 19. Oktober 2019, 18.30 Uhr / Donnerstag, 24. Oktober 2019, 18 Uhr / Sonntag, 27. Oktober 2019, 13 Uhr

Eine Ausstellung im Rahmen des Themenjahres fontane.200/Spuren – Kulturland Brandenburg 2019.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Fr | 29.11.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Lesung und Gespräch

Nacht der Poesie – Die Oderlandautoren

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:18.00 Uhr

Preise:Eintritt frei!

Wenn sich in der Nacht die hohläugige Muse mit dem Dichter Kleist trifft, wenn über ein Leben auf der Überholspur, das Paradies auf Erden, alte böse Männer und machtgierige Frauen nachgedacht wird, wenn ominöse Päckchen bei Goethens abgegeben werden, Füße zu Trommeln mutieren – dann lesen die Oderlandautoren ihre neuesten Gedichte und Geschichten vor. Vier Frauen und sieben Männer, die in unserer Region leben oder aus ihr stammen und sich noch immer mit ihr verbunden fühlen, werden an diesem Freitagabend kurz vor dem ersten Advent nachdenkliche, lebensbejahende, aber auch wütende Texte zu Gehör bringen. Dabei stehen Kindheitserinnerungen, Erfahrungen aus der Arbeitswelt und die Schwierigkeiten des Älterwerdens im Zentrum. Und wir stellen in diesem Jahr auch einige Texte vor, die sich mit dem Dichter beschäftigen, in dessen Haus wir zu Gast sein dürfen und dessen literarische Leistung uns immer wieder sehr beeindruckt. Umrahmt wird die Veranstaltung von zwei Musikern, die uns schon seit Jahren die Treue halten: Lydia Weiß (fl) und Wilfried Brummack (p). (Text: Oderlandautoren)

 

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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