Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Di | 29.01.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Di | 29.01.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

"Durch Krieg und Miswachs" - Eine begehbare Rauminstallation zu Heinrich von Kleists "Bettelweib von Locarno"

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

1810 in den Berliner Abendblättern erstmals veröffentlicht, ist das Bettelweib vordergründig eine Gespenstergeschichte: Eine Bettlerin erhält von einer Marquise Obdach in einem Zimmer, wird vom Marchese jedoch hinter den Ofen befohlen. Auf dem Weg dorthin stürzt sie und verletzt sich so schwer, dass sie stirbt. Als die Herrschaften, in finanzielle Bedrängnis geraten, das Schloss verkaufen wollen, beginnt die Bettlerin am Orte ihres Todes zu spuken...

Die Erzählung kann aber zugleich als vehemente Kritik am Adel und möglicherweise gar an den herrschenden Verhältnissen interpretiert werden. Theodor Fontane bemerkt jedoch in seinen Aufzeichnungen 1872 trocken, als "moralische Erzählung" könne die Geschichte nicht recht wirken, da "das begangene Unrecht viel zu klein sei." – Eine nach heutigen Maßstäben empörende Aussage? An Kleists Erzählung knüpfen sich bis heute intensive Debatten und ganz gegensätzliche Interpretationen: Ist es nur eine "Schauermär" oder Ironie, nur moralische oder auch soziale Kritik? Und empören wir uns wirklich, wenn wir solch Unrecht heute sehen?
Zu den Kleist-Festtagen 2018 Inszenierte Wirklichkeiten – nimmt eine Gast-Künstlerin Kleists Erzählung von heute in den Blick, ohne das sprachliche "Inszenierungspotential" des Dichters zu übersehen.

Im ersten Teil fragt die Ausstellung nach den Wurzeln des Verständnisses der sozialen Verantwortung in der Kleist-Zeit und versucht gleichzeitig, eine Brücke zu schlagen zu einer heutigen Interpretation: Ist unsere Verantwortung für die Schwächeren der Gesellschaft durch das Sozialsystem des Staates und die viel beworbene "Corporate Social Responsibility" der Unternehmen abgegolten? Oder was bedeutet soziale Verantwortung heute für jeden Einzelnen von uns?

Im zweiten Teil wendet sich die Ausstellung dann dem Fantastischen in Kleists Erzählung zu, dem Dunklen, der angsterfüllten Frage: Wer da?! Die Ausstellung wird kuratiert von Judith Philipp, die als Szenografin einen ganz eigenen, räumlich-inhaltlichen Zugriff auf Kleists Erzählung wählt. Unterstützt wird sie in der Umsetzung von DIE WERKEN, einem Berliner Büro für Raumkonzepte und Installationen.

Kuratorin: Judith Philipp

Mit Werken von: Claus Korch, Ann-Kathrin Kampmeyer und Jan Peters

Sound Art: Marcus Thoma

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Di | 29.01.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Veranstaltung

Theatergespräch: Auf der Straße...

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:17.00 Uhr

Preise:Eintritt frei!

Im Rahmen der Sonderausstellung zu Heinrich von Kleists Bettelweib von Locarno laden wir zu einem Gespräch mit Karen Breece, Regisseurin, und Alexandra Zipperer, Mitwirkende in dem Dokumentar-Theaterstück Auf der Straße (UA September 2018) ein. Für das Berliner Ensemble hat Karen Breece mehrere Monate zum Thema Wohnungs- und Obdachlosigkeit und den Umständen, die Menschen in die Armut treiben, recherchiert. Aus zahlreichen Begegnungen mit in unterschiedlicher Weise betroffenen Menschen ist nach mehrfacher Überarbeitung ein dokumentarischer Theaterabend entstanden, der von Schauspielern des BE und wohnungs- und obdachlosen Menschen gemeinsam auf die Bühne gebracht wird und zentral von Psy Chris, René Wallner und Alexandra Zipperer erzählt.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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