Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

So | 10.02.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

So | 10.02.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

"Durch Krieg und Miswachs" - Eine begehbare Rauminstallation zu Heinrich von Kleists "Bettelweib von Locarno"

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

1810 in den Berliner Abendblättern erstmals veröffentlicht, ist das Bettelweib vordergründig eine Gespenstergeschichte: Eine Bettlerin erhält von einer Marquise Obdach in einem Zimmer, wird vom Marchese jedoch hinter den Ofen befohlen. Auf dem Weg dorthin stürzt sie und verletzt sich so schwer, dass sie stirbt. Als die Herrschaften, in finanzielle Bedrängnis geraten, das Schloss verkaufen wollen, beginnt die Bettlerin am Orte ihres Todes zu spuken...

Die Erzählung kann aber zugleich als vehemente Kritik am Adel und möglicherweise gar an den herrschenden Verhältnissen interpretiert werden. Theodor Fontane bemerkt jedoch in seinen Aufzeichnungen 1872 trocken, als "moralische Erzählung" könne die Geschichte nicht recht wirken, da "das begangene Unrecht viel zu klein sei." – Eine nach heutigen Maßstäben empörende Aussage? An Kleists Erzählung knüpfen sich bis heute intensive Debatten und ganz gegensätzliche Interpretationen: Ist es nur eine "Schauermär" oder Ironie, nur moralische oder auch soziale Kritik? Und empören wir uns wirklich, wenn wir solch Unrecht heute sehen?
Zu den Kleist-Festtagen 2018 Inszenierte Wirklichkeiten – nimmt eine Gast-Künstlerin Kleists Erzählung von heute in den Blick, ohne das sprachliche "Inszenierungspotential" des Dichters zu übersehen.

Im ersten Teil fragt die Ausstellung nach den Wurzeln des Verständnisses der sozialen Verantwortung in der Kleist-Zeit und versucht gleichzeitig, eine Brücke zu schlagen zu einer heutigen Interpretation: Ist unsere Verantwortung für die Schwächeren der Gesellschaft durch das Sozialsystem des Staates und die viel beworbene "Corporate Social Responsibility" der Unternehmen abgegolten? Oder was bedeutet soziale Verantwortung heute für jeden Einzelnen von uns?

Im zweiten Teil wendet sich die Ausstellung dann dem Fantastischen in Kleists Erzählung zu, dem Dunklen, der angsterfüllten Frage: Wer da?! Die Ausstellung wird kuratiert von Judith Philipp, die als Szenografin einen ganz eigenen, räumlich-inhaltlichen Zugriff auf Kleists Erzählung wählt. Unterstützt wird sie in der Umsetzung von DIE WERKEN, einem Berliner Büro für Raumkonzepte und Installationen.

Kuratorin: Judith Philipp

Mit Werken von: Claus Korch, Ann-Kathrin Kampmeyer und Jan Peters

Sound Art: Marcus Thoma

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

So | 10.02.2019

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Filmfrühstück

Die Dreigroschenoper. Deutschland, 1931 und BR Deutschland/Frankreich, 1963

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:11.00 Uhr

Preise:8,- Euro, erm. 6,- Euro für einen Film; 12,- Euro, erm. 10,- Euro für beide Filme; jeweils inklusive Kaffee und Croissants.

Zur Finissage der aktuellen Sonderausstellung zeigen wir zwei Verfilmungen von Brechts großartiger Dreigroschenoper. Für Enthusiasten bieten wir fast vier Stunden Film(kunst). Um 11 Uhr steht die Adaption von Georg Wilhelm Pabst auf dem Programm, ein früher Tonfilm mit Rudolf Forster und Carola Neher in den Hauptrollen und der legendären Jenny Lotte Lenya. Ernst Busch ist der stimmgewaltige Moritatensänger, ein Part, den im aktuellen Dreigroschenfilm Max Raabe übernommen hat. Um 13 Uhr ist der Film von Wolfgang Staudte zu sehen, u. a. mit so großartigen Schauspieler*innen wie Gert Fröbe, Hildegard Knef und Lino Ventura. Und der Moritatensänger swingt: Sammy Davis Junior! Machen Sie sich selbst ein Bild davon, welchem der beiden Meister-Regisseure der Stoff mehr lag und wieviel musikalische Bearbeitung Kurt Weills anspruchsvolle „Gassenhauer“ vertragen. Und wer vor kurzem Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm von Joachim A. Lang gesehen hat, kann mit Vergnügen eine dritte Bearbeitung des sensationellen Theatererfolgs zum Vergleich heranziehen.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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