Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Fr | 26.04.2013

Kleist-Museum

Ausstellung

Heinrich von Kleist: Leben und Werk

Veranstaltungsort:Kleist-Museum

in:Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:Di - So 10 - 18 Uhr

Preise:3 €, erm. 2 €

Ab Herbst 2013 zeigen wir in unserem neuen Haus und dem Altbau, auf nahezu verdoppelter Ausstellungsfläche, die neue Dauerausstellung zu Kleist. Bis dahin präsentieren wir im Kabinett eine um wenige, ausgewählte Exponate erweiterte Tafelausstellung, die einen Überblick über die wichtigsten Lebensstationen des Dichters gibt. Im Mittelpunkt stehen Kleists Reisen zwischen 1800 und 1810. In erstaunlich kurzen Zeitspannen durchquerte er Europa zwischen der Insel Rügen und Milano, zwischen Paris und Königsberg. Nirgends hielt es ihn länger als 18 Monate; eine neue Idee, ein neues Projekt verlangte immer auch einen Ortswechsel. Die Ausstellung stellt die "Kleist-Orte" vor und spürt den Motiven der Kleistschen Unruhe nach.

Fr | 26.04.2013

Kleist-Museum

Ausstellung

Sherlock´s Onkel. Die Spuren des Dr. Gross

Veranstaltungsort:Kleist-Museum

Uhrzeit:Di - So 10 - 18 Uhr

Preise:3 €, erm. 2 €

Einerseits war er der personifizierte Sherlock Holmes, ein Kämpfer gegen "lebensfremde Paragraphenjuristerei" und ein Verfolger des Bösen: Hans Gross (1847-1915). Schon als Untersuchungsrichter begann er die Polizeiverfahren zu kodifizieren und wurde so zum Pionier der wissenschaftlichen Verbrechensaufklärung. Auf den Spurensucher Gross geht der heute obligatorische Tatortkoffer ebenso zurück wie der Einsatz von Hunden bei polizeilichen Ermittlungen. Andererseits war Hans Gross ein Verfechter einer "gereinigten Welt", in der für "Degenerierte" kein Platz sein sollte, deren Deportation er verlangte. In der Literaturgeschichte hat Hans Gross Spuren hinterlassen: Kriminalromanautoren wie Arthur Conan Doyle und George Simenon beziehen sich auf ihn. Weitere Spuren des Universitätslehrers Hans Gross in Prag führen zu seinem Schüler Franz Kafka, zu dessen Process, dem Brief an den Vater und zur Strafkolonie. Paradigmatischen Charakter erhielt der Konflikt des Vaters Hans Gross mit seinem anarchistischen Sohn Otto, einem gefallenen Schüler Sigmund Freuds: der Sohn wurde zu alldem, was sein Vater deportiert haben wollte. Anlässlich der Verleihung des Hans-Gross-Preises des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zeigt das Kleist-Museum eine Ausstellung des Universalmuseums Joanneum Graz, das sich mit großem Erfolg u.a. im Freud-Museum in London diesem Thema gewidmet hat. Während der Zeit konzentrierter Arbeit an unserer neuen Kleist-Dauerausstellung öffnen wir unser Haus für eine Exposition, die kaum Verbindungen zu Kleist und seinem Werk aufweist. Aber: Das Interesse an Polizeinachrichten, an Berichten über Verbrechen und deren Bekämpfung nahm auch Kleist 1810 zum Anlass, seinen "Berliner Abendblättern" ein großes Publikum zu sichern. Kleists Interesse an Fragen des Rechts und der Gerechtigkeit und Schilderungen von Übertretungen, Gewalt und Verbrechen durchziehen sein Werk. Und nicht zuletzt hat sein Tod am Wannsee eine umfangreiche polizeiliche Untersuchung nach sich gezogen, Polizeiakten, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts publiziert wurden, in der Ausstellung zu lesen sind und im Begleitprogramm eine Rolle spielen werden.
Kurator: Gerhard M. Dienes
Gestaltung: Gerhard E. Kuebel
Vernissage: Montag, 25. März, 14 Uhr 

Eine gemeinsame Ausstellung von Universalmuseum Joanneum Graz, Hans Gross-Kriminalmuseum Graz und Kleist-Museum, mit freundlicher Unterstützung von: Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik, Österreichisches Kulturforum Berlin, Internationale Otto Gross Gesellschaft, Flughafen Graz und Bund deutscher Kriminalbeamter, Landesverband Brandenburg.

Fr | 26.04.2013

Vorlaubenhaus in Pillgram

Ausstellung

Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder

Veranstaltungsort:Vorlaubenhaus in Pillgram

Uhrzeit:Sa und So 14-16 Uhr, weitere Zeiten nach Vereinbarung unter Tel. 033608-3238 oder 033608-49107

„Als ebenbürtiger Gast... in freundlicher Umgebung unter guten Leuten“, beschrieb ein Zeitgenosse das Ideal. Um 1800, in der Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, versammelten sich nicht nur in "Berliner Salons" Personen verschiedener Herkunft, Adlige und Bürgerliche, Männer, Frauen, Juden und Christen um einen Teetisch. Auch einige märkische Gutsbesitzer führten ein offenes Haus, luden zu grenzüberschreitenden Gesprächen über Literatur, Kunst und Philosophie. Die Ausstellung hinterfragt das Phänomen solcher "Musenhöfe". Deutsche und polnische Musenhof-Forscher fragen: Was waren die Motive dieser "freien Geselligkeit", warum endete sie, und wie gehen wir heute mit dieser Tradition um?
Kuratorin: Hannah Lotte Lund
Vernissage: Samstag, 6. April, 15 Uhr

In Zusammenarbeit mit Denk-Mal-Pillgram i.G.

Eine Ausstellung des Kleist-Museums in Zusammenarbeit mit der Europa Universität Viadrina und der Gemeinde Witnica, gefördert aus dem Netzwerkeprojektfonds der Euroregion Pro Europa Viadrina für das Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013 im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit. 

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