Veranstaltungen im Kleist-Museum und anderswo 2018


Armenfürsorge um 1800

Salon Kleist

Dienstag, 11. Dezember 2018, 17 Uhr

Die gesellschaftliche Fürsorge für Arme und die Politik mit Stadtarmen hat eine jahrhundertelange Tradition und vielfältige Ausprägungen. Im Begleitprogramm der Ausstellung zu Kleists Bettelweib von Locarno gehen wir der Frage nach, wie Armenfürsorge zu Heinrich von Kleists Zeiten gestaltet wurde – insbesondere in der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin, in der um 1800 schon mehr als 170.000 Einwohner lebten. Ein Salonnachmittag mit der Historikerin Marion Mücke, Berlin.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro, inkl. Salontee und Gebäck


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Nacht der Poesie

Lesungen und Gespräche

Freitag, 30. November 2018, 18 Uhr

Die Oderlandautor*innen laden zu einer Nacht der Poesie ein, in der dieses Mal überwiegend Prosa zu hören ist. In kurzen Geschichten erzählen sie von den Problemen des Alltags, von den Widrigkeiten und Schönheiten des Lebens der Menschen im Oderland. Mal besinnlich, mal ironisch, mal märchenhaft und mal schlaglichtartig tun sich den Zuhörern poetische Welten auf, die Einblick in unspektakuläre ebenso wie in ganz ungewöhnliche Schicksale geben. Die Autorinnen und Autoren tragen ihre Texte selbst vor, und auch in diesem Jahr wird die Veranstaltung von Harald Seyfarth und Wilfried Brummack musikalisch begleitet. In der Pause laden die Akteur*innen des Abends zu anregenden Gesprächen und einem kleinen Imbiss ein.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Oderlandautor*innen, Zuhörer*innen sind herzlich willkommen!


Kleist in vielen Zungen.
Literatur übersetzen?

Kleist-Ausgaben; Foto: Kleist-Museum

Workshop

Donnerstag / Freitag,
22. und 23. November 2018

Was passiert eigentlich mit literarischen Texten, wenn sie von einer Sprache in eine andere Sprache übertragen, hinüber getragen werden? Verdeckt die Zielsprache die fremden sprachlichen und kulturellen Normen oder hebt sie sie hervor? Darf, muss und kann ein Kleist‘scher Schachtelsatz überhaupt linear übersetzt werden? Diese Fragen diskutieren Studierende mit erfahrenen Kleist-Übersetzer*innen, um anschließend die Theorie in der Praxis zu erproben: Gemeinsam übertragen sie eine Anekdote Kleists ins Polnische, Spanische und Englische.

Geschlossene Veranstaltung!

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg-Brandenburg in Europa“ in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina.


Kleist auf Arabisch

Foto: Nora Amin Sayed Abdrabo

Geschichtennachmittag

Dienstag, 20. November 2018, 16 Uhr

Für drei Monate ist Nora Amin Sayed Abdrabo, Postgradualstudentin der Germanistik und Deutschlehrerin aus Kairo, im Rahmen des UNESCO-Projektes „Freiwilligendienst kulturweit“ Hospitantin im Kleist-Museum. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes erzählt Nora Amin Heinrich von Kleists Zerbrochnen Krug auf Arabisch für Kinder und Erwachsene nach. Lassen Sie sich überraschen von dem ersten Kleist-Stück in arabischer Sprache im Kleist-Museum.

Eintritt frei!


15. Bundesweiter Vorlesetag

Kulturelle Bildung

Freitag, 16. November 2018, 10 Uhr

Ganz in der Tradition unseres Hauses liest die Direktorin Hannah Lotte Lund, diesmal in Begleitung vom Vorstandsmitglied unseres Trägervereins, Thomas Schneider, für die KITA-Kinder unserer Nachbarschaft vor. Die „Oderknirpse“ kommen ins Museum und hören „Lieblingsgeschichten“.

Der Vorlesetag ist eine Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.


Bruno Schulz: Die Zimtläden

Szenische Lesung und Gespräch

Donnerstag, 15. November 2018, 18 Uhr

Lesezyklus – Lektury ist ein Projekt des Berliner Vereins ostPunkt e.V., dessen Ziel es ist, den aus dem polnischen Schulsystem gestrichenen oder gekürzten Klassikern der polnischen Literatur Gehör zu verschaffen – sie zu lesen und zu diskutieren. Die Lesung widmet sich Bruno Schulz und seinem Werk. In den Zimtläden nimmt Schulz seine Leser mit auf eine phantasievolle Reise in die versunkene Welt des galizischen Schtetls und seiner Bewohner. Die Schauspielerinnen Eliza Natalia Fort und Dominika Otlewska-Dräger setzen unter der Regie von Hans-Jürgen Hannemann den Roman in Szene, den musikalischen Rahmen gestaltet Mustafa Eldino. In der anschließenden Diskussion sprechen Brigitta Helbig-Mischewski und Lothar Quinkenstein u.a. über die Rezeption des Werkes in Deutschland und Polen und die aktuelle politische Lage.

Eintritt frei!

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt und wird simultan ins Polnische übersetzt. Ein Projekt von ostPunkt e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum. Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.


Bienen, Bären, Bäume. Workshop mit dem Zeichner und Illustrator Piotr Socha

Internationales Bilderbuchfestival Brandenburg

Donnerstag, 15. November 2018, 9.30 Uhr

Spätestens seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 ist der Sohn eines Imkers kein Geheimtipp mehr in der Bilderbuchszene. Seine Sachbücher sind fabelhaft illustrierte Gesamtkunstwerke im XL-Format. Die Teilnehmer*innen begegnen nicht nur dem Künstler, sondern probieren auch seine Arbeitsweisen aus. Ein zweisprachiger Workshop für Oberschüler*innen mit dem polnischen Illustrator Piotr Socha und der Übersetzerin Urszula Czerska.

Geschlossene Veranstaltung!


INISEK I FF 4042 "# Kleist"
Start INISEK Programm 2018/2019

Kulturelle Bildung

Dienstag, 13. November 2018, 12.30 Uhr

Auch in diesem Schuljahr starten wir ein Kooperationsprojekt mit der Ulrich-von-Hutten-Oberschule. Im Mittelpunkt der drei Veranstaltungen für alle Schüler*innen der 7. Klassen stehen Kleists Biografie, seine Texte und sein Sprachtalent. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich inspirieren lassen und selbst Kleist'sche Worte neu komponieren und im hier im Museum erlernten Druckverfahren T-Shirts gestalten.

Geschlossene Veranstaltung!

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

 


Die Leidenschaft des Reisens. La pasión des viajar

Konzertlesung

Freitag, 9. November 2018, 19 Uhr

Reise als Lebensspender, als Sinnbild für intellektuelle Entwicklung, als Symbol für Forschungsgeist, als Wegbereiter für den Fortschritt. Die Lust des Entdeckens – eine Leidenschaft, die in der globalen Gesellschaft aktueller ist denn je. Gemeinsam mit vier großen Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Deutschland, Spanien und Russland, die die Welt mit ihren Passionen und

Visionen bewegt und verändert haben, führt die Konzertlesung auf eine inspirierende musikalische Reise! Mit Texten von José Clavijo y Fajardo, Alexander von Humboldt, Agustin de Betancourt y Molina und Iwan Aiwasowskij und Musik von Rodriguez Martin, Felix Mendelssohn, Gian Carlo Menotti, Sergej Rachmaninov u. a.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro

Eine Veranstaltung von Canarias en Europe in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 7. November 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Der wiederentdeckte Gaudy

Salon Kleist

Dienstag, 6. November 2018, 17 Uhr

Der in Frankfurt an der Oder geborene, zu seiner Zeit sehr bekannte, heute aber nahezu vergessene Dichter Franz Freiherr Gaudy (1800-1840) wurde am 9.2.1840 auf dem Friedhof vor dem Halleschen Tor, heute Friedhof I der Jerusalems- und neuen Kirchengemeinde in Berlin, begraben. Der Grabstein war verschwunden, die Grabstätte unkenntlich überwachsen, auch der Friedhofsverwaltung unbekannt. Doris Fouquet-Plümacher hat die Grabstätte nachgewiesen, die dann wieder hergerichtet und mit einem neuen Kissenstein bezeichnet werden konnte. Ein Bericht über Gaudy redivivus.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Süßes oder Saures

Blick in den "Gespensterraum" der Ausstellung zum "Bettelweib von Locarno"; Foto: Kleist-Museum

Halloween im Kleist-Museum

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 10 bis 18 Uhr

Im Kleist-Museum spukt’s. In der Sonderausstellung „‘Durch Krieg und Miswachs‘- Eine begehbare Rauminstallation zu Heinrich von Kleists Bettelweib von Locarno“ geht es auch um eine Gespenster-
geschichte. Wir laden Kinder und ihre Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten ein, zu Halloween einen Blick in den „Gespensterraum“ zu werfen.

Kinder im Kostüm haben am 31. Oktober freien Eintritt und bis zu zwei erwachsene Begleitpersonen können das Kleist-Museum zum ermäßigten Eintrittspreis von je 3 € besuchen – und ein paar Süßigkeiten finden sich für Halloween-Begeisterte auch.

Aber auch für alle Besucher, die den Reformationstag für einen Museumsbesuch nutzen wollen: Herzlich willkommen, das Kleist-Museum hat an diesem Feiertag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. 


„… Katze bei einem Pariser Antiquar.“
Zum Gedenken an Karin Wolff

Karin Wolff im Februar 2009 bei „Lesen im Winter“
Foto: Kleist-Museum

Matinee

Samstag, 27. Oktober 2018, 11 Uhr

Am 29. Juli 2018 starb die vielfach ausgezeichnete literarische Übersetzerin Karin Wolff in ihrer Heimatstadt Frankfurt (Oder). In einer Matinee gedenken Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Partner*innen der unbestritten meisterhaften Übersetzerin und streitbaren, unangepassten Förderin und Vermittlerin polnischer Literatur. Neben der Literatur und dem Übersetzen waren Katzen lebenslange Begleiter Karin Wolffs. In ihrer oft ironischen Art zitierte sie als Wunschvorstellung
Victor Auburtin: „Wenn jene Lehre von der Seelenwanderung Recht hat, so möchte ich nach meinem gottgefälligen Tode Katze bei einem Pariser Antiquar werden...“.

Mit: Wolfgang de Bruyn, Janusz Dreczka (angefragt), Christa Ebert, Anette Handke, Friederike Jacob, Hans-Jürgen Rehfeld, Klaudyna Schulze-Broniewska und Krzysztof Wojciechowski.

Im Anschluss laden die Veranstalter zu einem kleinen Empfang ein.

Eintritt frei!


Die Marquise von O….
Ein Film von Éric Rohmer nach der unerhörten Erzählung von Heinrich von Kleist

Film

Sonntag, 21. Oktober 2018, 14 Uhr
Im Anschluss: Kleist- Café

„1799: Eine schuldlos von einem russischen Grafen geschwängerte Marquise wird, nachdem ihr Zustand ruchbar geworden ist, von den Eltern des Hauses verwiesen. Heinrich von Kleists Novelle wurde in Éric Rohmers sensibler Verfilmung zum demonstrativen Gegenteil eines sentimentalen Dramas. Mit Sinn für die Absurdität der Geschichte legt Rohmer die ironische Moralkritik der Vorlage bloß, um daraus ein heiteres Plädoyer für die praktizierte Menschlichkeit jenseits bürgerlicher Konventionen zu entwickeln.“ (Lexikon des internationalen Films)

Die deutsch-französische Koproduktion lief im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 1976, wurde für die Goldene Palme nominiert (die dann an Martin Scorseses Taxi Driver ging) und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Die in deutscher Sprache gedrehte Literaturverfilmung, nachträglich französisch und englisch synchronisiert, setzt in ebenso klaren wie stimmigen Bildern die – indirekten – Dialoge der Erzählung in Szene. „Kleists Text Wort für Wort zu folgen, ist das Leitmotiv unserer Verfilmung!“ betonte Éric Rohmer.

In der bis in Nebenrollen hochkarätig besetzten meisterlichen filmischen Inszenierung brillieren Edith Clever als Marquise von O…. und Bruno Ganz als Obristlieutenant Graf F....

Tickets: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, 4,- Euro mit Festivalpass, inklusive Kaffee und Gebäck

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Dieter Schnebel: St. Jago – Bilder und Szenen zu Kleist

Aufzeichnung der Berliner Erstaufführung des Musiktheaterstücks zu Heinrich von Kleists "Erdbeben in Chili"

Sonntag, 21. Oktober 2018, 11 Uhr

Am 20. Mai 2018 starb der Theologe, Musikwissenschaftler, Hochschulprofessor und Künstler
Dieter Schnebel. Neben John Cage, mit dem er sich besonders auseinandersetzte, Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez gehörte Schnebel zu den wesentlichsten Vertretern der Nachkriegsavantgarde, als eines seiner einflussreichsten Werke gilt die Glossolali (1961). Der vielfach ausgezeichnete Avantgardist der Neuen Musik hat in seiner Komposition St. Jago Kleists Erzählung Das Erdbeben in Chili „Wort für Wort“ vertont und zusammen mit Schlaglichtern aus dem Leben des Dichters in ein komplexes theatralisches Geschehen gestellt. Die Regisseurin Cornelia Heger, die sich vornehmlich mit Werken der zeitgenössischen Musik auseinandersetzt und auch mit Karlheinz Stockhausen eine intensive Zusammenarbeit verband, stellt in einer Video-Vorführung die von ihr inszenierte Berliner Erstaufführung vor und gibt Einblicke in die Zusammenarbeit mit dem Komponisten und den Interpreten.

Dieter Schnebel: St. Jago – Bilder und Szenen zu Kleist, Musikalische Leitung: Steffen Tast, Regie: Cornelia Heger, Bühnenbild/Licht: Fred Pommerehn, Dramaturgie: Jens Schubbe, Kammerensemble für Neue Musik Berlin, Sprecher: Vivian Lüdorf, Martin Laubisch, Elisabeth Zündel, Sänger: Ksenija Lukic, Linda Naumann, Hartmut Kühn, Michael Ziegler

Eine Produktion von Kulturkontakte e.V., Ultraschall Festival und Konzerthaus Berlin 2005 & 2006.

Tickets: 5,- Euro, erm. 3,- Euro, 2,50 Euro mit Festivalpass

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Auf den Spuren der Penthesilea

Blick in die Kunstguss-Werkstatt von Marc Krepp; Foto: Kleist-Museum

Exkursion zur Kunstgusswerkstatt Marc Krepp, Berlin

Samstag, 20. Oktober 2018, 11.30 Uhr, Berlin

Der Bildhauer Wieland Förster hat sich zehn Jahre seines Lebens mit Heinrich von Kleists Leben und Werk auseinandergesetzt, er empfand für den Dichter „eine brüderliche Nähe im Umgang mit der Welt“ und eine „Seelenverwandtschaft“. Unter anderem schuf Förster einen Bronzezyklus zu Kleists Penthesilea. Im Februar 2016 wurde eine dieser Plastiken aus dem Garten des Kleist-Museums gestohlen. Dank der Hilfe Vieler kam das Geld für die Wiederbeschaffung der Bronze zusammen, dank der Arbeit des versierten Kunstgießers Marc Krepp steht Wieland Försters Kunstwerk jetzt wieder am alten Ort.

Zu den Kleist-Festtagen besuchen wir den Kunstgießer in Weißensee. In seiner Werkstatt entstanden die Bronzen berühmter Künstler*innen. Marc Krepp erläutert den Arbeitsprozess vom Modell des Künstlers bis zur fertigen Bronzeskulptur, zeigt Kunstobjekte in verschiedenen Arbeitsstadien und gibt einen spannenden – und seltenen – Einblick in die 35-jährige Werkstattgeschichte.

Treffpunkt: 10 Uhr Kleist-Museum

Teilnehmergebühr: 15,- Euro, erm. 12,- Euro / bei Selbstanreise 10,- Euro / erm. 7,- Euro

Maximal 20 Teilnehmer*innen. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich!

Anmeldung bis spätestens 12. Oktober unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Was hast du unter der Feder?
Lesung zum poetischen Wettstreit 2018

Foto: Kleist-Museum

Kulturelle Bildung

Freitag, 19. Oktober 2018, 10 bis 12 Uhr (Für Schülerinnen und Schüler)
Freitag, 19. Oktober 2018, 16 Uhr (Für alle)

In der Vorrede zum Zerbrochnen Krug schrieb Heinrich von Kleist: „Diesem Lustspiel liegt wahrscheinlich ein historisches Factum, worüber ich jedoch keine nähere Auskunft habe auffinden können, zum Grunde. Ich nahm die Veranlassung dazu aus einem Kupferstich, den ich vor mehreren Jahren in der Schweiz sah [...]“. Und Heinrich Zschokke berichtete 1842 von einem Dichterwettstreit, den das Bild ausgelöst habe: „In meinem Zimmer hing ein französischer Kupferstich, ‚la cruche cassée‘. In den Figuren desselben glaubten wir ein trauriges Liebespärchen, eine keifende Mutter mit einem zerbrochenen Majolika-Kruge, und einen großnasigen Richter zu erkennen. Für [Ludwig] Wieland sollte dies Aufgabe einer Satyre, für Kleist zu einem Lustspiele, für mich zu einer Erzählung werden. – Kleists zerbrochner Krug hat den Preis davon getragen“.

Das Kleist-Museum hat zum poetischen Wettstreit aufgefordert: Der am 3. September 2018 gestartete Aufruf zum Schreiben von Texten nach dem Kupferstich Der Richter oder der zerbrochene Krug findet zu den Kleist-Festtagen seinen Abschluss mit der öffentlichen Lesung der selbstverfassten Texte. Vorneweg, zwischendrin und schlussendlich kommen auch die Texte Kleists, Zschokkes und Wielands zu Gehör.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Stephan Grossmann: "Der Zweikampf"

Stephan Grossmann; Foto: Stephan Grossmann

Lesung

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19 Uhr
Im Anschluss: Festivaltreff

Der Zweikampf ist wahrscheinlich Heinrich von Kleists letzte Erzählung. Im Februar 1811 verhandelt er mit seinem Verleger Andreas Reimer über einen zweiten Band Erzählungen, bittet um einen Vorschuss und kündigt an „[…] der Druck, da schon einige Erzählungen fertig sind, kann binnen fünf Monaten von hier beginnen“. Die Geschichte um Brudermord und Intrige, Frauenehre und Ritterlichkeit und ein sich sehr verzögert erfüllendes Gottesurteil schlägt viele Haken und führt erst spät zur „Auflösung des fürchterlichen Rätsels“.

Stephan Grossmann hat 2015 schauspielerisch mit Kleist Bekanntschaft gemacht. Als Louis Vogel spielte er neben Birte Schnöink (Henriette Vogel) und Christian Friedel (Heinrich von Kleist) in der Kleist- und Dreiecksgeschichte Amour fou. Sein Gesicht kennt jeder, der sich für filmische Inszenierungen im Kino, im Fernsehen, in Serien (u.a. Weißensee) und auch im Internet interessiert, mit extremer Wandelbarkeit überzeugt er Kritik und Publikum in den gegensätzlichsten Rollen. Zu den Kleist-Festtagen präsentiert er seine Interpretation des Zweikampfs.

Tickets: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, 4,- Euro mit Festivalpass; Eintritt zum Festivaltreff frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Barbara Schnitzler: "Die Heilige Cäcilie oder
Die Gewalt der Musik"
An der Orgel: Thomas Noll

Barbara Schnitzler; Foto: Fabian Schellhorn

Konzertlesung

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 19 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

Seit 1977 gehört Barbara Schnitzler dem Ensemble des Deutschen Theaters an, im Herbst beendet sie nach 41 Jahren die enge Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen Haus. Mit ihrem Solo-Liederabend und einem reichen Repertoire an Lesungen von Schiller und Rilke bis zu Virginia Woolf und Ingeborg Bachmann ist die Schauspielerin, die im Käthchen von Heilbronn spielte und in Amour Fou die – historisch nicht nachgewiesene – Mutter der Henriette Vogel verkörperte, weiterhin präsent.

Vor der beeindruckenden Kulisse des Marienaltars liest Barbara Schnitzler in der St.-Gertraud-Kirche Kleists weniger bekannte Erzählung von der heiligen Cäcilie, die sowohl als vornehmlich religiös inspirierter Text als auch als eine besondere Hinwendung zur Musik als romantischem Ideal interpretiert wurde. Begleitet wird Barbara Schnitzler von Thomas Noll, der sich als Organist,
Pianist und Dirigent insbesondere der Vermittlung zeitgenössischer Musik und interdisziplinären Musik-Kunst-Projekten widmet.

Tickets:
10,- Euro, erm. 8,- Euro, 5,- Euro mit Festivalpass, für Schüler bis 14 Jahre frei

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Evangelischer Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) – Lebus im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Inszenierte Wirklichkeiten –
Der Blick der Kunst. Salongespräch zu Heinrich von Kleists "Verlobung in St. Domingo"

Salon Kleist

Dienstag, 16. Oktober 2018, 17 Uhr

„Zu Port au Prince […] lebte, zu Anfange dieses Jahrhunderts, […] ein fürchterlicher alter Neger, Namens Congo Hoango.“ Ort, Zeit, Personal – ohne Zweifel inszeniert Kleists Die Verlobung in St. Domingo Wirklichkeit. Doch was unterscheidet erzählte Wirklichkeit von erlebter Wirklichkeit?
Erlebt nicht jede Leserin, jeder Leser bei der Lektüre die erzählte Wirklichkeit? Und ist nicht jedes Erleben anders? Diese Fragen wirft das Salongespräch am Beispiel von Künstler*innen auf, die ihre ganz eigenen Begegnungen mit Kleists erzählter Wirklichkeit auf St. Domingo ausgedrückt haben: Willi Geiger, Dieter Goltzsche, Helmut Diehl, Gerhard Goßmann und Ruth Tesmar. Zum Salon-gespräch lädt Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum.

Tickets: 5,- Euro, erm. 3,- Euro, 2,50 Euro mit Festivalpass; inklusive Salontee und Gebäck

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Christian Bangel: Oder Florida?

Literatur in der Schule

Dienstag, 16. Oktober 2018, 7.30 Uhr, Karl-Liebknecht-Gymnasium
Mittwoch, 17. Oktober 2018, 9.45 Uhr, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium

Oder Frankfurt (Oder)? Christian Bangel kommt von hier. Den Protagonist*innen seines Debütromans lässt er auch einen von hier sein. Und nun kehrt er auch noch als Autor selbst zurück. Zurück zu seinem Deutschlehrer und seiner Klassenlehrerin und liest vor. Vor den jungen Frankfurter*innen heute.

Christian Bangel wurde 1979 in Frankfurt (Oder) geboren, 1998 machte er sein Abitur am Otto- Brenner-Gymnasium. Nach dem Zivildienst verließ er die Stadt im Jahr 2000.

Während des Geschichtsstudiums in Hamburg gründete er das Netzmagazin Zuender für Zeit
Online. Zusammen mit Markus Kavka und anderen entwickelte er das Anti-Nazi- Blog Störungsmelder, das 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. Ab 2010 war Christian Bangel Nachrichtenredakteur bei Zeit Online, seit 2012 ist er dort Chef vom Dienst. Außerdem ist er einer von zwei Leitern des Pop-Up- Ressorts. Oder Florida ist sein erster Roman.

Eine Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends

Blanche Kommerell; Foto: privat

Szenische Lesung für vier Stimmen; Einrichtung: Blanche Kommerell

Montag, 15. Oktober 2018, 17 Uhr

Eine (fiktive) Begegnung zwischen der Dichterin Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist auf einer Gesellschaft in Winkel am Rhein. 1804, an einem schönen Sommertag. Eine geheimnisvolle innere Macht zieht die beiden einsamen Menschen zueinander und in ein Gespräch über das Leben, die Literatur, die Sehnsucht nach Vollkommenheit – und die Fremdheit in einer Welt des Nutzens, der Zwecke und des Erfolgs. Kein Ort. Nirgends handelt dennoch von Möglichkeiten und Hoffnungen – auch im Bewusstsein des tragischen Todes der beiden am Ende unglücklichen Menschen 1806 und 1811. Die Schauspielerin und Dozentin Blanche Kommerell hat Christa Wolfs Erzählung mit Studierenden der Fakultät Philosophie, Kulturreflektion und künstlerische Praxis an der Universität Witten/Herdecke erarbeitet. Entstanden ist eine Performance für vier Stimmen: Lydia Roknic und Andrea Kreisel sprechen die reale Günderode und ihre inneren Monologe. Jonas Chu gestaltet die Figur des Dichters Kleist sowohl real als auch seine inneren Gedanken. Und Blanche Kommerell verbindet alle Stimmen als Erzählerin.

Mit: Jonas Chu, Blanche Kommerell, Andrea Kreisel und Lydia Roknic

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Amour fou

Film

Sonntag, 14. Oktober 2018, 14 Uhr
Im Anschluss: Kleist-Café

Am 21. November 1811, gegen 16 Uhr, erschoss Heinrich von Kleist am Stolper Loch, an der Chaussee zwischen Berlin und Potsdam gelegen, Adolphine Sophie Henriette Vogel und wenige Sekunden später sich selbst. Die Tat war gemeinsam akribisch vorbereitet, ein ungeheurer Skandal im preußischen Berlin und für Filmemacher*innen immer wieder Anlass für filmische Inszenierungen.

Die österreichische Regisseurin Jessica Hausner hat ihren „Kleist-Film“ eine „romantische Komödie“ genannt und erzählt eine Geschichte über die – Unmöglichkeit der – Liebe: Amour fou wurde bei seiner deutschen Erstaufführung 2015, die übrigens in Frankfurt (Oder) stattfand, von allen großen Feuilletons besprochen, sowohl enthusiasmiert als auch vernichtend. Beinahe einhellig wurde das großartige Schauspielerensemble gewürdigt. In Amour fou gibt es ein Wiedersehen u. a. mit Christian Friedel, Sandra Hüller, Birte Schnöink, Barbara Schnitzler und Stephan Grossmann, die beiden Letzteren kommen am 17. und 18. Oktober zu Lesungen zweier Meistererzählungen in die Kleist-Stadt.

Tickets: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, 4,- Euro mit Festivalpass; inklusive Kaffee und Croissant

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


"Der Findling"
Ein Fernsehfilm von George Moorse zu Heinrich von Kleists schwärzester Novelle

Filmfrühstück

Sonntag, 14. Oktober 2018, 11 Uhr

Der römische Kaufmann Antonio Piacchi macht sich, gemeinsam mit seinem elfjährigen Sohn, auf den Weg nach Ragusa. In der Vorstadt angekommen, erfährt er, dass die Pest ausgebrochen ist. Unverzüglich begibt er sich auf den Rückweg, da bemerkt er „einen Knaben neben seinem Wagen, der, nach Art der Flehenden, die Hände zu ihm ausstreckte und in großer Gemütsbewegung zu sein schien“. Der Findling findet Aufnahme – und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Die filmische Inszenierung des US-amerikanischen, in Deutschland lebenden Regisseurs George Moorse von 1966 führt in eine ganz andere Wirklichkeit – und wird doch der Kleistschen Vorlage absolut gerecht. Moorse überträgt die Handlung in die Gegenwart und adaptiert dabei nachvollziehbar die konkreten Geschehnisse, ohne die ungeheuerliche Aussage der Novelle zu verändern.
In den Hauptrollen des heute fast unbekannten, von Bayerischem Rundfunk und Literarischem Colloquium inszenierten Fernsehfilms in schwarz/weiß sind Rudolf Fernau, Julie Felix und Titus Gerhardt zu sehen.

Tickets: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, 4,- Euro mit Festivalpass; inklusive Kaffee und Croissant

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


Erschlagt die Armen!

Ein Gespräch, inspiriert durch Charles Baudelaire, Shumona Sinha und die Wirklichkeit
Lesung der Texte: Judith Jäger

Samstag, 13. Oktober 2018, 16 Uhr

Anknüpfend an die Rauminstallation zu den Kleist- Festtagen fragen wir nach der „Tauglichkeit“ moralischer Werte. Derzeit werden diese auch in den Medien zunehmend diskutiert. Mit einer Seite zum Für und Wider privater Seenotrettung Geflüchteter stieß zum Beispiel eine Wochenzeitung eine Diskussion an, die nicht nur zu einer Flut von Leserbriefen, sondern auch zu zahlreichen journalistischen Antworten führte. – Selbst wenn man nur die Kommentarseiten satisfaktionsfähiger Medien liest, kann man erschrecken über Empathielosigkeit, Verrohung der Sitten und der Sprache – und gleichzeitig darüber, dass man sich selbst als Letze(n) Aufrechte(n) in einer womöglich postfaktischen, postmoralischen und dauerironisierenden Wirklichkeit fühlt. Mit kurzen, provozierenden literarischen Texten wollen wir in der Kunstinstallation eine Auseinandersetzung mit Moral und Menschlichkeit initiieren und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


„Durch Krieg und Miswachs“ - Eine begehbare Rauminstallation zu Heinrich von Kleists
"Bettelweib von Locarno"

Illustration unter Verwendung einer Radierung von Jacques Callot (1592-1635); © Judith Philipp

Vernissage

Samstag, 13. Oktober 2018, 15 Uhr

1810 in den Berliner Abendblättern erstmals veröffentlicht, ist das Bettelweib vordergründig eine Gespenstergeschichte: Eine Bettlerin erhält von einer Marquise Obdach in einem Zimmer, wird vom Marchese jedoch hinter den Ofen befohlen. Auf dem Weg dorthin stürzt sie und verletzt sich so schwer, dass sie stirbt. Die Bettlerin beginnt, am Orte ihres Todes zu spuken…
Die Erzählung kann aber zugleich als vehemente Kritik am Adel und möglicherweise an den herrschenden Verhältnissen interpretiert werden. An Kleists Erzählung knüpfen sich bis heute intensive Debatten: Ist es nur eine „Schauermär“ oder Ironie, nur moralische oder auch soziale Kritik? Und empören wir uns wirklich, wenn wir solch Unrecht heute sehen?

Die Ausstellung wird kuratiert von Judith Philipp, die als Szenografin einen ganz eigenen, räumlich-inhaltlichen Zugriff auf Kleists Erzählung wählt. Unterstützt wird sie in der Umsetzung von DIE WERKEN, einem Berliner Büro für Raumkonzepte und Installationen.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kleist-Festtage 2018.


„Der neue glücklichere Kohlhaas“ oder: Warum Kleist bei der DEFA (fast) nichts wurde.

Film und Diskussion

Freitag, 12. Oktober 2018, 17 Uhr

Allein zum Kohlhaas gab es fünf Anläufe, Klaus Schlesinger saß zehn Jahre am Kleist-Stoff: Der Themenabend widmet sich der durchaus widersprüchlichen Situation Kleists im DDR-Filmschaffen. Wir fragen, wie die DEFA sich um Kleist-Stoffe bemühte und warum in der Regel aus ihnen nichts wurde, welche Beweggründe es für das DDR-Fernsehen gab, seine Dramen zu Fernsehspielen zu machen, und welche Besonderheiten diese inszenierten Kleist-Wirklichkeiten aufwiesen. Zur Diskussion zeigen wir Auszüge aus: Prinz Friedrich von Homburg (1989, Regie: Fritz Bornemann, mit Ulrich Mühe in der Titelrolle), Der zerbrochne Krug (1990, Regie: Gerd Keil, mit Horst Drinda in der Rolle des Dorfrichters Adam) und natürlich aus der „sträflich frei“ nach Kleist entstandenen DEFA-Adaption Jungfer, Sie gefällt mir (1969, Regie: Günter Reisch).

Es diskutieren: Ralf Schenk (Vorstand der DEFA-Stiftung), Astrid Köhler (Literaturwissen-schaftlerin, Schlesinger-Biografin) und Rudolf Jürschik (ehem. Chef-Dramaturg des DEFA-Spielfilmstudios).

Moderation: Detlef Kannapin.

Tickets: 5,- Euro, erm. 3,- Euro, 2,50 Euro mit Festivalpass

Ein Themenabend zu den Kleist-Festtagen 2018.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16 Uhr

Im Oktober laden wir ausnahmsweise erst am 2. Mittwoch im Monat, am 10. Oktober, zur  öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Galizien liegt anderswo – Galicja jest gdzie indziej
Literatur – Video – Musik – Lemkische Küche

Mini-Festival

Freitag, 5. Oktober 2018, 10 bis 22 Uhr

Ausgehend von den Galizischen Geschichten des polnischen Autors Andrzej Stasiuk gehen u.a. die Kulturwissenschaftlerin Prof. Beata Halicka, der Journalist Lutz Kleveman und der Dramaturg Robert Urbański in dem deutsch-polnischen Workshop den Spuren und Folgen von Zwangsmigration im 20. Jahrhundert dies- und jenseits der Oder nach. Neben der Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse werden deutsche und polnische Zeitzeug*innen aus der Region zu Wort kommen und die Ergebnisse einer mehrtägigen Arbeit der Schauspieler*innen Lena Witkowska, Manfred Möck und Stefan Stern in Videoeinspielungen vorgestellt. Musik - der Chor Con Sono aus Słubice begleitet den Tag - und lemkisches Essen bereichern diese spannende Recherche. Um 19 Uhr stellt Andrzej Stasiuk seine Galizischen Geschichten in einer zweisprachigen Lesung vor.

Das Programm finden Sie hier

Einlass ab 10 Uhr, Beginn 10.30 Uhr

Eintritt: 10,- Euro, erm. 5,- Euro

Voranmeldung unter Telefon: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de wegen der begrenzten Platzzahl unbedingt erforderlich!

Ein Projekt von Thomas Roth und Oliver Spatz in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum und dem SMOK im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“. Gefördert durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.


Andrzej Stasiuk: Galizische Geschichten

Andrzej Stasiuk; Foto: © Cai Caslavinieri

Lesung und Gespräch

Freitag, 5. Oktober 2018, 19 Uhr

Andrzej Stasiuk gilt in Polen als wichtigster Gegenwartsautor der mittleren Generation. Der 1960 in Warschau geborene Schriftsteller debütierte 1992 mit dem Erzählband Mury Hebronu (dt. 2002: Die Mauer von Hebron), in dem er über seine Gewalterfahrung im Gefängnis schreibt: Stasiuk wurde 1979 zur Armee eingezogen, desertierte nach neun Monaten und verbüßte seine Strafe in Militär- und Zivilgefängnissen. Seit 1986 lebt er in Czarne, einem Bergdorf in den Beskiden, bereits in dem Jahr schrieb er seinen Debütband, der erst 1992 in Polen veröffentlicht werden durfte, dann aber immer wieder aufgelegt wurde.
Die Galizischen Geschichten
erschienen 1995 in Polen, in Deutschland 2004 bei Suhrkamp, wo sein gesamtes Werk verlegt wird. Knapp 20 Romane, Erzählbände, Essays und Gedichtbände sind derzeit im Verlagsprogramm. Zuletzt erschien 2017 der Roman Der Osten.
Die Veranstaltung ist zweisprachig, und findet im Rahmen des Minifestivals Galizien liegt anderswo – Galicja jest gdzie indziej statt. Die deutschen Texte werden von Manfred Möck und Stefan Stern gelesen.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Kartenreservierung unter Telefon: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de dringend empfohlen!


Kleists Fenster. Ein Ausblick auf die Marienkirche um 1800

Salon Kleist

Dienstag, 18. September 2018, 17 Uhr

St. Marien ist weder Kleists Taufkirche noch findet sich in seinem Werk ein konkreter Verweis auf das Frankfurter Gotteshaus. Und dennoch gibt es eine Verbindung räumlicher Art zwischen Heinrich von Kleist und der Marienkirche: Durch die Fenster seines Geburtshauses in der Großen Oderstraße hatte der junge Kleist direkten Ausblick auf die benachbarte Stadtkirche.
Wie sahen St. Marien und das Umfeld damals aus? Über bauliche Veränderungen an Gebäude und Bleiglasfenstern im 18. und 19. Jahrhundert spricht die Historikerin Henriette Brendler.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Im Labyrinth. Die Welt des Bildhauers Wieland Förster.
Dokumentation, 2005

Finissage der Ausstellung "...rasch wächst das dürre Gras Vergessen. Wieland Förster und Heinrich von Kleist", Film und Gespräch

Sonntag, 16. September 2018, 11 Uhr

Seit dem Ende der 1970er-Jahre hat sich der Autor und Regisseur Eduard Schreiber mit dem Künstler Wieland Förster auseinandergesetzt. Dezember 1979 hieß die erste Dokumentation, die 1980 im Auftrag der DEFA entstand. In den 90er-Jahren arbeitete er an dem Film Unser täglich Brot gib uns heute, nach einer Erzählung von Wieland Förster. 2005 realisierte Eduard Schreiber die umfangreiche Dokumentation Im Labyrinth, die wir zum Abschluss der Wieland-Förster-Ausstellung im Kleist-Museum zeigen. Im Anschluss an den Film ist Eduard Schreiber im Gespräch mit dem Kurator dieser Ausstellung, Herbert Schirmer. Im Rahmen der Finissage führt Herbert Schirmer ein letztes Mal durch die Sonderausstellung.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Brandenburgischer Kunstpreis 2018 und
Brandenburger ART 2019

Vernissage und Kalenderpremiere

Donnerstag, 13. September 2018, 17 Uhr

Kleist-Museum, Märkische Oderzeitung und IHK Ostbrandenburg laden ein: Seit 2004 werden mit dem Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg herausragende Leistungen brandenburgischer Künstlerinnen und Künstler geehrt und ihre Werke in einer begleitenden Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg der Öffentlichkeit präsentiert.

Im Kleist-Museum ist, verbunden mit der Kalenderpremiere Brandenburger Art 2019, zum nunmehr fünften Mal eine Auswahl künstlerischer Arbeiten zu sehen.

Im Mittelpunkt stehen das Kleist Projekt 2017 des diesjährigen Kunstpreisträgers in der Kategorie Grafik, Frank Diersch, Arbeiten der Kunstpreisträgerin in der Kategorie Plastik, Dorit Trebeljahr, und Fotografien des Nachwuchsförderpreisträgers 2014 Alexander Janetzko.

Eintritt frei!

In Kooperation mit der Märkischen Oderzeitung und mit freundlicher Unterstützung der IHK Ostbrandenburg.


Christian Steyer liest "Das musikalische Nashorn und andere Tiergeschichten" von Peter Hacks

Kurze Nacht der Museen

Freitag, 7. September 2018, 22 Uhr

Kindergeschichten zur Museumsnacht? Unbedingt, wenn der Verfasser Peter Hacks heißt und der Vorleser Christian Steyer. Und das zu erwartende Publikum sich vermutlich gut und gern an die Erlebnisse eines ziemlich blauen Bären auf einem überwiegend grünschillernden Ball erinnert, von denen in der Museumsnacht auf jeden Fall die Rede sein wird. Außerdem natürlich von dem außergewöhnlichen, titelgebenden Nashorn, das ein ganzes Löwenrudel zu Vegetariern macht – und das mit den Mitteln der Kunst! Zum Abschluss der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen laden wir zur musikalischen Lesung des Musikers, Schauspielers und berühmten Tiergeschichtenerzählers Christian Steyer ein - und zum geselligen Ausklang im Garten des Kleist-Museums.

Zur Museumsnacht ist der Museumsbesuch ab 17 Uhr kostenlos und der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei!

www.museumsnacht-frankfurt-oder.de


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 5. September 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Płynne granice − Fließende Grenzen:
Lesung und Gespräch mit dem deutsch-polnischen Schriftsteller Artur Becker

Literarische Oderfahrt auf dem Kahn „Bober“

Dienstag, 4. September 2018, 17 Uhr

Zum zweiten Mal in diesem Sommer lädt das Kleist-Museum zu einem literarischen Salon auf der Oder ein.

Im Rahmen des Projektes „Płynne granice – Fließende Grenzen“ wollen wir Bewohner und Besucher der deutsch-polnischen Grenzregion mit Dichtungen zur gemeinsamen Heimat an dieser − oder anderen − fließenden Grenze(n) ins Gespräch bringen, und dabei die Schönheit der Oderlandschaft vom Fluss aus genießen.

Artur Becker, 1968 als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren) geboren, lebt seit 1985 in Deutschland. Er schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze und ist auch als Übersetzer tätig. Artur Becker ist P.E.N.-Mitglied und wurde für sein literarisches Werk und sein Engagement „für den Dialog der Völker und Kulturen in Europa“ mit zahlreichen Stipendien und Literaturpreisen  ausgezeichnet. Er liest aus seinem Essay-Band Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause und seinem erst am 10. September erscheinenden neuesten Roman Der unsterbliche Mr. Lindley.

Im anschließenden Gespräch mit Anette Handke geht es um Oder-Überquerungen, Grenz-Überschreitungen und fließende Grenzen, Kultur-Landschaften und die Kultur der Nachbarschaft. Die Passagiere des Oderkahns sind eingeladen zu einer weiteren literarischen Zeit- und Raumreise und einem stimmungsvollen Sommerabend auf der Oder.

Eintritt: 7,- Euro, erm. 5,- Euro

Treffpunkt: 16.45 Uhr Kleist-Museum

Rückkehr des Kahns: 19 Uhr

Nur wenige Karten erhältlich, (verbindliche) Reservierung unter
Tel. 0335 387 22 1-30 unbedingt notwendig!
Karten nur im Kleist-Museum
.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg-Brandenburg in Europa“ in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Forschungsinstitut Poznań/Frankfurt (Oder).


"Nun lesen Sie mal schön!"
Franz Fühmann und Wieland Förster. Der Briefwechsel

Buchtitel, Ausschnitt: © Hinstorff Verlag

Lesung und Gespräch

Donnerstag, 30. August 2018, 19 Uhr

1968 lernen sich einer der wichtigsten Autoren der DDR und einer der bedeutendsten bildenden Künstler des Landes kennen: Franz Fühmann und Wieland Förster. „Franz sprach mich an“, vermerkt Förster, und Fühmann, der längst von den Werken seines Gegenübers beeindruckt ist, notiert: „ein scharfer Beobachter, unerbittlich, auch spöttisch, [...] so umgänglich wie selbstbewußt.“ Eine Korrespondenz beginnt, die bis ins Jahr 1984 anhalten wird. Ein Austausch über die Arbeit, die Zeitereignisse, Versuche seitens des Staates, in das künstlerische Werk einzugreifen, man teilt auch gesundheitliche Probleme mit. Dieser reich kommentierte und mit einem ausführlichen Vorwort des Herausgebers Roland Berbig versehene Band ist Dokument einer Künstlerfreundschaft zweier Menschen, die sich offen der Welt stellen, solange es geht und zugleich ein Zeitporträt. In Lesung und Gespräch stellen Ernst-Jürgen Walberg, Journalist und langjähriger Kulturchef von NDR1 Radio MV, Thomas Gallien, Lektor beim Rostocker Hinstorff Verlag und Anette Handke den Briefwechsel vor.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


„...im schönsten Badeschwindel“.
Salongäste und Gastgeberinnen um 1800

Salonlesung

Dienstag, 28. August 2018, 17 Uhr, Lübben

Salons um 1800 waren keine festen Termine am Teetisch, sondern Knotenpunkte in einem vibrierenden Netz von Besuchen, Briefen und Debatten. Man fuhr nach Leipzig zur Messe, zur Kur nach Freienwalde, auf die Galerie nach Dresden, nach Potsdam zu Picknick und Theater und natürlich in die Mark und das weitere Land zum Besuch der Guts- und Musenhöfe der Freunde. Besuch und Gegenbesuch: Gäste und Gastgeberinnen der Berliner Salons waren viel auf Reisen und hielten sich über Briefe über die Geschehnisse, Bekannte und Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Im Rahmen der Musenhofausstellung lesen Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin, und Anette Handke, Pressefrau des Kleist-Museums, aus Briefen der „Salongesellschaft auf Reisen“ und stellen dabei Rahel Levin Varnhagen, von deren Salon in Berlin viele Wege ins Land führten, in den Mittelpunkt.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Ort: Stadt- und Regionalmuseum Lübben
Ernst-von-Houwald-Damm 14
15907 Lübben (Spreewald)
Tel: 03546/187478
www.museum-luebben.de


Zwischen „Musenhauch“ und „Tabellenkram“.
Ernst von Houwald in Lübben

Salon Kleist

Dienstag, 21. August 2018, 17 Uhr

Ernst von Houwalds Familie bewirtschaftete von Straupitz aus eine der größten Grundherrschaften der Niederlausitz. Er selbst managte als Gutsbesitzer in Sellendorf nicht nur seinen eigenen Betrieb, sondern wirkte nach 1815 als Landsyndicus der Stände der Niederlausitz maßgeblich am Übergang der Niederlausitz von Sachsen an Preußen mit. Seine eigentliche Leidenschaft galt jedoch dem Theater. Houwald verfasste zahlreiche Dramen, die sich um 1820 großer Beliebtheit erfreuten. Gemeinsam mit seinem Freund Carl Wilhelm Salice-Contessa unterhielt er einen wahren „Musenhof“.
Über Ernst von Houwald spricht Philip Kardel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Schloss Lübben.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.

Im Vorfeld des Salons wird dem Kleist-Museum um 16.30 Uhr durch den Kulturförderverein Mark Brandenburg e.V. eine Plakette der „Märkischen Dichterstraße“ überreicht. Diese verbindet Geburts- und Wirkungsstätten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Brandenburg.


Kulturpreis 2018 der LOSCON-Kulturstiftung

Preisverleihung

Samstag, 18. August 2018, 15 Uhr

Bereits zum fünften Mal vergibt die 2013 in Beeskow gegründete LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg den Kunstpreis an einen Künstler aus dem Fördergebiet. In diesem Jahr erhält der 1951 in Spreenhagen geborene und heute in Marxdorf (MOL) lebende Bildhauer Ehrhard Thoms den Preis für sein Lebenswerk. Von 1981-87 hat Thoms Bildhauerei bei Jo Jastram an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. In seinen vielgestaltigen Werken sucht Thoms die verlorengegangene Balance zwischen einer Welt im Umbruch und seinem eigenen Dasein. Dabei verbindet er Elemente einer klassisch wirkenden Kunst von Zeichnung, Bild und Skulptur mit zeitgenössischen Brechungen. Die Laudatio auf den Preisträger hält Vorstandsmitglied Detlef Mallwitz.

Eintritt frei!


Die Wahlverwandtschaften (DEFA, 1974)

Filmfrühstück

Sonntag, 5. August 2018, 11 Uhr

Den auf einer Gesellschaft vorgetragenen, empörten Vorwurf einer Dame, sein Roman Die Wahlverwandtschaften sei unmoralisch, soll Goethe mit den Worten „Das tut mir leid, es ist doch mein bestes Buch.“ Erwidert haben. In den 1970er-Jahren nahm der DEFA-Regisseur Siegfried Kühn den Goethe-Text als Filmvorlage, die Premiere fand am 125. Geburtstag des Weimarer Klassikers statt. In großen und kleinen Rollen sind renommierte und gern gesehene Schauspieler*innen wie Christine Schorn, Hilmar Thate, Gerry Wolff, Horst Schulze, Christian Grashof und Volkmar Kleinert zu sehen, aber auch ein überraschender Name taucht auf der Besetzungsliste auf: Dieter Birr. Das Spektrum der Filmkritik reicht von verhaltenem Jubel bis zu „Thema verfehlt“. Machen Sie sich ein Bild von den Wahlverwandtschaften bei unserem Filmfrühstück 44 Jahre nach der Erstaufführung.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 1. August 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Briefeschreiben wie vor 200 Jahren

Kulturelle Bildung

31. Juli bis 3. August 2018, täglich 11 Uhr

„Die Post ist vor der Thüre, Adieu“, schreibt Heinrich von Kleist an Wilhelmine von Zenge, und die Ferienkinder können es ihm gleichtun. Workshopleiterin Johanna Riedel lehrt spielerisch das Briefeschreiben wie vor 200 Jahren. Mit Feder und Tinte, mit Brief und Siegel geht dann die Ferienpost in alle Himmelsrichtungen.

Materialkosten: 1,- Euro; freier Eintritt für eine Begleitperson.


Płynne granice − Fließende Grenzen: Marta Bąkiewicz im Gespräch mit der Autorin Tina Stroheker

Die Veranstaltung ist ausverkauft! Nächste Literarische Oderfahrt, diesmal mit dem Schriftsteller Artur Becker, am 4. September, 17 Uhr!

Literarische Oderfahrt

Dienstag, 31. Juli 2018, 17 Uhr

Mit dem Fokus auf den Doppelsinn des Wortes „übersetzen“, ein Gewässer zu überqueren oder von einer Sprache in eine andere zu übertragen, laden wir 2018 zu zwei literarischen Oder-Salons ein.
In knapp zweistündigen Fahrten auf der Oder wollen wir Bewohner und Besucher der deutsch-polnischen Grenzregion mit Dichtungen zur gemeinsamen Heimat an dieser −oder anderen − fließenden Grenze(n) ins Gespräch bringen, und dabei die Schönheit der Oderlandschaft vom Fluss aus genießen. Die deutsche Schriftstellerin Tina Stroheker hat sich, u. a. als Stadtschreiberin von Łódź, mehrfach schreibend im Nachbarland auf Erkundungstour begeben. Im Gespräch mit der polnischen Germanistin Marta Bąkiewicz geht es um Oder-Überquerungen, Grenz-Überschreitungen und fließende Grenzen, Kultur-Landschaften und die Kultur der Nachbarschaft. Die Passagiere des Oderkahns sind eingeladen zu einer poetischen Zeit- und Raumreise entlang der Oder.

Treffpunkt: 16.45 Uhr Kleist-Museum
Tickets: 7,- Euro, erm. 5,- Euro.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg-Brandenburg in Europa“ in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Forschungsinstitut Poznań/Frankfurt (Oder).


Bewahren oder entsorgen?

Salon Kleist

Dienstag, 24. Juli 2018, 17 Uhr

Die Auftragskunst der DDR fristete in den 1990er-Jahren ein Dasein als ungeliebtes Archivgut; in der Gegenwart erfährt sie eine Rehabilitierung. Wie sieht dies aus der Perspektive des ehemaligen Leiters des Kunstarchivs Burg Beeskow aus? Vom Umgang mit der Kunst in stürmischen Zeiten spricht Herbert Schirmer, Journalist, Kunstwissenschaftler und Kurator der aktuellen Ausstellung zu Wieland Förster und Heinrich von Kleist.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inklusive Salontee und Gebäck!


Paul Gerhardt in Berlin, Mittenwalde und Lübben 1642-1676

Lesung und Konzert

Freitag, 20. Juli 2018, 16.30 Uhr, Berlin

Ulrich Grober ist den Spuren Paul Gerhardts in Berlin und Brandenburg gefolgt und lädt an einem weiteren Wirkungsort des Pfarrers und Liederdichters zum Kennenlernen wichtiger Lebensstationen ein. Zur Präsentation des Frankfurter Buntbuches Nr. 30 in der Berliner Nikolaikirche sind Anette Handke als Mit-Herausgeberin und der Autor und Publizist Ulrich Grober im Gespräch. Verbunden werden Lesung und Gespräch mit der Nikolai-Musik am Freitag, die aus diesem Anlass ganz dem weltberühmten Kirchenlieddichter gewidmet ist, dessen lyrische Texte Komponisten über Jahrhunderte hinweg inspiriert haben.

Eintritt: 4,- Euro, erm. 3,- Euro

Ort: Nikolaikirche Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Stadtmuseum Berlin und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder).


Paul Gerhardt in Berlin, Mittenwalde und Lübben 1642-1676

Buchpremiere

Donnerstag, 19. Juli 2018, 17 Uhr, Lübben

Im historischen Gewölbekeller des Schlosses am kleinen Hain, dem als begehbares Denkmal angelegten Erinnerungsort für Paul Gerhardt in der Spreewald-Stadt Lübben, folgt Ulrich Grober den Spuren des in Wittenberg ausgebildeten Theologen, der 1642/43 als Hauslehrer nach Berlin zog und 1651 nach Mittenwalde, wo er sein erstes Pfarramt antrat. Von 1669 bis 1676 verbrachte der orthodoxe Lutheraner seine letzten Lebensjahre in Lübben, nachdem er vom evangelisch-reformierten Kurfürsten Friedrich Wilhelm seines Amtes als Pfarrer an der Berliner Hauptkirche St. Nikolai enthoben worden war. Zur Premiere dieses neu überarbeiteten und in Bild und Text erweiterten Frankfurter Buntbuches Nr. 30 sind Wolfgang de Bruyn als Mit-Herausgeber und der Autor Ulrich Grober im Gespräch.
Begrüßung Werner Kuhtz, Vorsitzender des Paul-Gerhardt-Vereins Lübben e.V.

Eintritt frei!


Ort: Paul Gerhardt Zentrum | Am kleinen Hain 43, 15907 Lübben

Anmeldung erbeten unter 03546 3346 oder E-Mail: paul-gerhardtzentrum@freenet.de

Eine Veranstaltung des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder) in Kooperation mit dem Paul-Gerhardt-Verein Lübben e.V.


Hearing. 2018

Open Air zum HanseStadtFest

Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. Juli 2018

Studierende der Stiftung Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) laden im Rahmen des
HanseStadtFestes Bunter Hering zu einem sommerlichen Open-Air in den Garten des Kleist-Museums ein. Am Freitag um 19 Uhr startet der Drum-Klub seine legendäre Mitmach-Show. Das Samstagprogramm eröffnet um 14 Uhr der Singer-Songwriter Martin Goldenbaum. 15 Uhr lädt das Kleist-Museum zur Kurzführung durch die Ausstellung Rätsel. Kämpfe. Brüche ein. Ab 15.30 Uhr erwartet Sie das Trio Schnaps im Silbersee. Um 18 Uhr laden wir zum Konzert der deutschen Elektro-Soul-Band Tanga Elektra ein. Am Sonntag begrüßen Sie Julian Heun und Leonie Warnke ab 12 Uhr zum spritzig-unterhaltsamen Poetry Slam, begleitet von der Band Bye Bye Music. Freuen Sie sich auf ein Programm voller Abwechslungen und Überraschungen. Wir freuen uns auf Sie! (Text: Projektgruppe)

Eintritt frei!

Ein Kooperationsprojekt von Europa-Universität Viadrina, Stadt Frankfurt (Oder) und Kleist-Museum.

www.bunterhering.de und www.europa-uni.de


Sommerfest für "Penthesilea"

Samstag, 7. Juli 2018

Wir freuen uns, anlässlich der Vernissage auch die Wiederaufstellung der Bronze Penthesilea von Wieland Förster feiern zu können. Sehr herzlich danken wir der Sparkasse Oder-Spree, dem Rotary Club Frankfurt (Oder) und allen privaten Spenderinnen und Spendern, die den Neuguss ermöglicht haben. Ab ca. 16 Uhr laden wir herzlich zum entspannten Sommerfest ein. Feiern Sie mit uns bei bester Musik mit dem Tangoensemble Trio Rotterdam: Die Musiker*innen um den Bandoneón-Spieler Michael Dolak touren seit 2004 durch ganz Europa und sind in Paris, Berlin, Amsterdam, Montreux und Lyon in Konzerthäusern, auf Festivals und Tangobällen nicht mehr wegzudenken. Diesmal im Kleist-Garten, und dazu hoffentlich schönstes Wetter, kühle Getränke und erfrischende Gespräche.

Eintritt frei!

Wir bedanken uns für die Unterstützung des Sommerfestes beim Frankfurter Brauhaus, das die Heimatmarke „Frankfurter Pilsener“ bereitstellt und bei der Bäckerei-Konditorei-Baumgärtel für Brot und Kuchen.


"...rasch wächst das dürre Gras Vergessen.
Wieland Förster und Heinrich von Kleist"

Vernissage

Samstag, 7. Juli 2018, 15 Uhr

Zur Vernissage der Wieland-Förster-Ausstellung begrüßen die Direktorin des Kleist-Museums,
Dr. Hannah Lotte Lund, und der Vorsitzende des Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V., Dr. h.c. Hinrich Enderlein, die Gäste. Die Ausstellung wurde maßgeblich von MWFK und Staatskanzlei des Landes Brandenburg gefördert. Wir freuen uns, dass Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, das Kleist-Museum besucht und zur Eröffnung der Kunstausstellung spricht. Der Kurator Herbert Schirmer gibt eine kurze Einführung und führt im Anschluss an die (Wieder-)Einweihung von Wieland Försters Plastik Penthesilea durch die Ausstellung.

Eintritt frei!


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 4. Juli 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kleist im Kiez I: Theaterprojekt

Kulturelle Bildung

Mittwoch, 4. Juli 2018, 10 Uhr, KITA

Sonderbarer Rechtsfall in England: Ein Streit, elf Beisitzer, ein Starrkopf, ein König – Ja-Sager und Nein-Sager! Der Kleist-Text gibt zunächst Rätsel auf! In Kooperation mit der KITA „Oderknirpse“ hat Christina Dalchau, Museumspädagogin im Kleist-Museum, ein Spiel mit den ältesten Kindern der KITA erprobt. Zweisprachig, deutsch und polnisch, können die Gäste die Präsentation des Theaterprojekts erleben.

Eintritt frei!

Start: Fröbel-Kindergarten Oderknirpse, Große Oderstraße 25 a
Finale:
Kleist-Museum, Faberstraße 6-7

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 »wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa« Kulturland Brandenburg 2018 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.


Kleist im Kiez I: Theaterprojekt - Generalprobe

Kulturelle Bildung

Freitag, 29. Juni 2018, 15 Uhr, KITA „Oderknirpse“

Sonderbarer Rechtsfall in England: Ein Streit, elf Beisitzer, ein Starrkopf, ein König – Ja-Sager und Nein-Sager! Der Kleist-Text gibt zunächst Rätsel auf! In Kooperation mit der KITA „Oderknirpse“ hat Christina Dalchau, Museumspädagogin im Kleist-Museum, ein Spiel mit den ältesten Kindern der KITA erprobt, nun laden wir zur öffentlichen Generalprobe ein. Zweisprachig, deutsch und polnisch, können die Gäste die Präsentation des Theaterprojekts erleben.

Eintritt frei!

Start: Fröbel-Kindergarten Oderknirpse, Große Oderstraße 25 a
Finale:
Kleist-Museum, Faberstraße 6-7

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 »wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa« Kulturland Brandenburg 2018 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen und der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Gnade und Gehorsam

Salon Kleist

Dienstag, 26. Juni 2018, 17 Uhr

Gehorsam und Wohlverhalten galten lange als Voraussetzung für Gnade und Wohlergehen, wenn nicht
auf Erden, so doch in einem späteren Leben. Die Gehorsamspflicht gegenüber einer göttlichen Instanz,
stellvertretend auf Patrone übertragen, galt besonders beim Militär. Dieses „Monument der Tyrannei“
marterte Heinrich von Kleist im Konflikt zwischen Mensch und Offizier, Gnade und Gehorsam. Welche
kulturreligiösen Traditionslinien bildeten dafür den Hintergrund? Und finden wir diese auch im Prinz
von Homburg? Diese Fragen diskutiert im Juni-Salon Dr. Gisela Dimroth, langjährige leitende Ärztin in
Kliniken für Psychiatrie/Psychotherapie und Religions-und Kulturwissenschaftlerin.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Sternbild der Schrift

Vortrag und Gespräch

Donnerstag, 21. Juni 2018, 19 Uhr

Wenige Tage vor Ende unserer Sonderausstellung nähern wir uns dem Thema Handschrift(en) einmal von ganz anderer Seite. Kann die Handschrift etwas über das Wesen einer Person aussagen? Ist gar eine
Deutung von Charaktereigenschaften aufgrund in der Handschrift auffindbarer Indizien möglich. Frühere Wissenschaft glaubte das, auch mit Heinrich von Kleists Schriftbild als Untersuchungsgegenstand, heute spielt die Graphologie eher eine untergeordnete Rolle. Wir laden zu einem unterhaltsamen Abend mit dem Schriftsteller und Psychologen Richard Pietraß ein, der über Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Schriftdeutung spricht und dabei Vermutungen, nicht Gewissheiten, zur Diskussion stellt.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Musenhöfe an Oder und Spree

Vernissage

Donnerstag, 14. Juni 2018, 17 Uhr, Lübben

Im Wappensaal der Schlosses Lübben laden die Veranstalter mit einer Lesung und Musik zur Eröffnung der Musenhof-Ausstellung ein.

Eintritt frei!


Auf Kleists Spuren in Kraków
mit Ingo Breuer und Paweł Zarychta

Vortrag und Gespräch

Mittwoch, 13. Juni 2018, 17 Uhr

Auch wenn Heinrich von Kleist niemals in Kraków war und keine Kontakte zu dieser südpolnischen Stadt pflegte, so ist sein Name mit ihr inzwischen aufs Engste verbunden: infolge der Kriegswirren gelangte ein großer Teil seines Briefnachlasses in die Biblioteka Jagiellońska, wo er auch heute aufbewahrt und der Forschung zugänglich gemacht wird. Im Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung sind Dr. Paweł Zarychta, Mitarbeiter der Jagiellonen-Universität und einer der besten Kenner ihrer Berliner Sammlungen, und Dr. Ingo Breuer von der Universität Köln, Herausgeber des Kleist-Handbuchs, zum Gespräch über Kleist in Kraków zu Gast. In ihrem Vortrag präsentieren sie die Geschichte dieser lange verschollen geglaubten Sammlungen und ihren Stellenwert für das Verständnis von Kleists Leben und Schreiben. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zu einem Gespräch. 

Eintritt frei!


12. Rhetorikwettstreit

Kulturelle Bildung

Freitag, 8. Juni 2018, 9 Uhr

Im Mai jedes Jahres wird der Rhetorikwettstreit der 10. Klassen des Städtischen Gymnasium I „Karl Liebknecht“ im Unterricht vorbereitet. Das diesjährige Thema lautet: Die Welt im Jahr 2030. Die Zukunft beginnt jetzt. Das Finale findet nun schon traditionell in der Europa-Universität Viadrina statt. In der Jury entscheiden die Direktorin des Kleist-Museums Dr. Hannah Lotte Lund, der  geschäftsführende Präsident der Europa-Universität Prof. Dr. Stephan Kudert und die Vorjahressiegerin Sophie Wilhelm.

Geschlossene Veranstaltung!

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum, Karl-Liebknecht-Gymnasium sowie Europa-Universität Viadrina.


Die neuen Leiden des jungen W. (BRD, 1976)

Filmfrühstück

Sonntag, 3. Juni 2018, 11 Uhr

Ulrich Plenzdorf war einer der wirkmächtigsten Drehbuchautoren der DDR, Schriftsteller und Dramaturg. Manche seiner Arbeiten sind als Filme bis heute erfolgreich, andere sorgten insbesondere auf dem Theater für Furore. 1968 schrieb Ulrich Plenzdorf die erste Fassung der „neuen Leiden“ als Filmszenarium für die DEFA, nach deren Ablehnung erschien der Text 1973 in Prosaform beim Rostocker Hinstorff Verlag und eroberte als Bühnenstück die Theater in Ost und West. 1976 entstand in der Bundesrepublik unter der Regie von Eberhard Itzenplitz der Film nach Plenzdorfs Originaldrehbuch, in der Rolle des Edgar Wibeau ist Klaus Hoffmann zu sehen.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.

In Zusammenarbeit mit dem Kleinen Kino e.V.


Lehrerweiterbildung: Fontane-Fieber 2019

Kulturelle Bildung

Donnerstag, 31. Mai 2018, 15.30 Uhr

Mit Blick auf den Prüfungsschwerpunkt im Abitur 2019 „Bürgerlicher Realismus und Konzepte realistischen Schreibens“ stellt Dr. Hannah Lotte Lund Theodor Fontane als Vertreter des Bürgerlichen Realismus zur Debatte. Vorgestellt und diskutiert werden literarische und pragmatische Texte, Auszüge aus Romanen und den Wanderungen ebenso wie Briefe oder Arbeitsnotizen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Berlin und Brandenburg im Leben und Schaffen des Dichters. Arbeitsmaterialien zu Lebensstationen und verschiedenen Textformen Fontanes werden zur Verfügung gestellt.

Anmeldungen unter dalchau@kleist-museum.de oder im LISUM Nr.: 17F302001


Achtung! Fälscher!

Salon Kleist

Dienstag, 29. Mai 2018, 17 Uhr

1921 beherrschte für wenige Wochen ein sehr erfindungsreicher, selbsternannter Kleist-Spezialist die
Unterhaltungsbeilagen der Zeitungen. Angeblich hatte er in einer Bibliothek zahlreiche bisher unbekannte Dokumente aus Heinrich von Kleists Zeit in französischer Gefangenschaft entdeckt. Darunter sollten sich u.a. Briefe des Dichters, Tagebuchaufzeichnungen des Wachpersonals und gar ein Vernehmungsprotokoll befinden. Wer war dieser Karl Gustav Herwig, der es vermochte, der renommierten Weltbühne über 30 Druckseiten gefälschte Kleist-Informationen zu verkaufen? Und wie flog der Fälscher auf? Über einen kleinen Kleist-Skandal der 20er Jahre spricht im Rahmenprogramm der Ausstellung Ach!Echt?Kleist. Anette Handke, Mitarbeiterin im Kleist-Museum.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Wolfgang de Bruyn liest "Der Sandpoet"

Buntbuchpräsentation

Samstag, 26. Mai 2018, 15 Uhr, Kirche Sauen

Im Rahmen des Dorfkirchensommers 2018 liest Dr. Wolfgang de Bruyn, ehemaliger Direktor des Kleist-
Museums und Mitherausgeber der Frankfurter Buntbücher aus dem Buntbuch Nr. 60 von Günter de Bruyn Der Sandpoet. Friedrich Wilhelm August Schmidt, genannt
Schmidt von Werneuchen
.

Eintritt frei!

Ort: Dorfkirche Sauen
Zum Anger 13
15848 Rietz Neuendorf
www.dorfkirchensommer.ekbo.de


Picknick am Wannsee
Die Lyrikerin Eva Förster zu Gast

Eva Förster; Foto: Alexander Schippel

Im Haus des Dichters

Freitag, 25. Mai 2018, 18 Uhr

Eva Förster, 1968 in Berlin geboren, wusste schon als Abiturientin genau, wohin der Weg sie führen sollte – zum Theater und in die Literatur. Sie studierte Theaterwissenschaften und Romanistik in Berlin und Paris, hospitierte an einigen Bühnen und bei Presseredaktionen und machte sich Mitte der 90er Jahre als Journalistin selbstständig. Sie arbeitet für den MDR (Essays und Feature) und die Märkische Oderzeitung (Porträts und Theaterkritik) und vor allem an ihrem literarischen Werk. Mittlerweile liegen drei Lyrikbände von Eva Förster vor Das Gedächtnis des Handrückens, Vom Weg ab, in dem sie auch ihr „Kleist-Gedicht“ veröffentlichte und ihr Debüt WEIT GEHEN.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Briefe aus und nach Frankfurt.
Entziffern und verschlüsseln!

Internationaler Museumstag

Sonntag, 13. Mai 2018, 10 bis 16 Uhr

Auch wenn die Familien- und Freundschaftspost heutzutage oft digital versendet wird oder man telefoniert oder skypt, in vielen Familien finden sie sich noch: alte Briefe, die seit Jahrzehnten weitergegeben werden. Und die nun vielleicht auch schon seit ein, zwei Generationen kaum mehr gelesen werden können, weil sie in Sütterlin geschrieben wurden. Zum Museumstag laden wir ein, „unlesbare“ Briefe mitzubringen und von uns „entziffern“ zu lassen. Außerdem können die Besucher mit dem „Handschriftengenerator“ Grüße in Kleist’scher Schrift an Freunde und Verwandte schreiben, und für die schönsten Briefe übernehmen wir das Porto. Also, wenn ein Kartengruß an die Großtante oder den Urenkel mal richtig Eindruck machen soll, kommen Sie am Museumstag zu uns! Wir laden um 11 und um 14 Uhr zu einem Rundgang durch die Sonderausstellung ein und stehen zwischen 10 und 16 Uhr zum gemeinsamen Lesen der Familienbriefe, zu Leseübungen anhand Faksimiles von Kleist-Briefen und bieten Gelegenheit, in geselliger Runde das schöne Schreiben mit Feder und Tinte auszuprobieren.

Eintritt frei!


Spielerisch und informativ: der Europatag im Kleist-Museum

Öffentliche Veranstaltungen

Mittwoch, 9. Mai 2018, 14 und 17 Uhr

Schon traditionell beteiligt sich das Kleist-Museum am Europatag und lädt auch in diesem Jahr wieder zum Kennenlernen in der europäischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice beim gemeinsamen Spielen ein.
Am Vormittag kommen Schulklassen zu geschlossenen Spielrunden in das Haus und am Nachmittag laden wir um 17 Uhr zu historischen Spielen für Jedermann ein.
Bereits um 14 Uhr findet eine öffentliche Führung durch das Haus statt, die insbesondere die Möglichkeiten aufzeigt, die das Museum polnischsprachigen Gästen bietet.
Und auch die aktuelle Sonderausstellung „Ach! Echt? Kleist:“ zeigt, wie eng die deutsch-polnischen Verbindungen des Kleist-Museums sind.

Spielen verbindet!
Gesellschaftsspiele für alle Generationen

Zum Europatag 2018

Mittwoch, 9. Mai 2018, 17 Uhr

Um 17 Uhr laden wir zum Spielenachmittag und zum Kennenlernen in der deutsch-polnischen Doppelstadt ein. Angeboten werden die beliebten Glücksspiele Biribi und Hammer und Glocke, die Kartenspiele Tarock und Casino und das Gänsespiel, das eher ein Kinderspiel ist, aber auch Erwachsene unterhält. Sie werden sehen: Spielen verbindet nicht nur, es macht auch unheimlich viel Spaß!

Eintritt: 2,- Euro

Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder mail@frankfurt-slubice.eu erbeten!
Aber auch spontane Besucher sind herzlich willkommen!


Willkommen im Kleist-Museum!
Witamy w Muzeum Kleista!

Zum Europatag 2018

Mittwoch, 9. Mai 2018, 14 Uhr

Das Kleist-Museum arbeitet als Literaturmuseum in besonderem Maße mit der deutschen Sprache. Was kann das Haus polnischsprachigen Gästen bieten? Welche Formate eignen sich über Sprachgrenzen hinaus zur Kulturvermittlung beiderseits der Oder? Welche speziellen Verbindungen gibt es zwischen Heinrich von Kleist und polnischen Institutionen? Und was hat das Ganze mit der aktuellen Sonderausstellung zu tun? Wir laden ein, das Haus und seine Ausstellungen kennenzulernen, die Führung in deutscher Sprache wird konsekutiv ins Polnische übersetzt.

Eintritt frei!

Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder mail@frankfurt-slubice.eu erbeten!
Aber auch spontane Besucher sind herzlich willkommen!


Spielen verbindet!

Zum Europatag 2018

Mittwoch, 9. Mai 2018, 10 und 12 Uhr

Auch 2018 laden wir zum Europatag deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen Spiel in das Kleist-Museum ein. Nachdem wir uns mit einem kurzen Video auf das Thema eingestimmt haben, werden die Karten gemischt und die Würfelbecher geschüttelt und die Gänse starten zum Wettlauf um den Sieg. 

Spielstunde für 2.-12. Klassen, max. 24 Teilnehmer

Eintritt pro Schüler: 1,- Euro; nur nach Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder mail@frankfurt-slubice.eu!


Sterben und Tod bei Heinrich von Kleist

Kulturelle Bildung

Dienstag, 8. Mai 2018, 8 Uhr

Projekttag des Karl-Liebknecht-Gymnasiums im Kleist-Museum.

Geschlossene Veranstaltung!


Liebesbriefe
Filmabend zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Filme und Gespräch

Freitag, 4. Mai 2018, 18 Uhr

Im Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung stellt das Kleist-Museum andere bedeutende „Briefe nach Hause“ vor: Der Student Karl Marx schrieb poetische Liebesbriefe an seine Freundin Jenny von Westphalen nach Trier, Friedrich Engels freche Beobachtungen an seine Familie in Barmen. Diese Texte inspirierten Regisseure zu ganz unterschiedlichen Produktionen.
Mit seltenen DEFA-Trickfilmdokumentationen laden wir am Vorabend des 200. Geburtstages von Karl Marx dazu ein, Marx und Engels als Briefautoren wieder zu entdecken.

Gezeigt werden die Animationsfilme: Liebesbriefe (Uwe Belz 1982), Ein junger Mann namens Engels – Ein Porträt in Briefen (Georgi u.a. 1970) und Lieber MohrPersönliche Erinnerungen an Karl Marx von Paul Lafargue (Böttge/Herrmann 1972).

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Moderation: Dr. Detlef Kannapin

In Kooperation mit der DEFA-Stiftung.


Leopold von Ranke in Frankfurt (Oder)

Leopold von Ranke, Gravüre von W. Hensel, 1859

Salon Kleist

Dienstag, 24. April 2018, 17 Uhr

Leopold von Ranke (1795–1886) gilt bis heute als Begründer der deutschen Geschichtsschreibung. Dieser Ruhm basiert auf Rankes Werk Geschichten über die germanischen und romanischen Völker (1824), das in der historischen Forschung vielfach gewürdigt wurde. Wenig bekannt sind jedoch die Lebenswelten, in denen Ranke sich während der Arbeit an seinem Erstlingswerk als Oberlehrer am Friederichs-Gymnasium in Frankfurt (Oder) in den Jahren von 1818-1825 bewegte. Der erste Band seiner kürzlich veröffentlichten Briefkorrespondenz ermöglicht nun einen näheren Blick auf den jungen Gelehrten Ranke ebenso wie auf das soziale und kulturelle Leben in der Oderstadt um 1800.
Über Ranke in Frankfurt (Oder) spricht der Historiker und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Reinhard Blänkner.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inklusive Salontee und Gebäck!


12. Vorlesewettbewerb der Oberschule Heinrich von Kleist

Kulturelle Bildung

Dienstag, 24. April 2018, 10 Uhr

Traditionell im Frühjahr lesen Schülerinnen und Schüler dieser Frankfurter Schule im Rahmen ihres Häuserprojektes vor. In diesem Jahr werden es Kleistbriefe und kurze fiktive Texte sein.

Eintritt frei!

Zuhörer sind herzlich willkommen!


Ach! Echt? Kleist.
Heinrich von Kleist an Ulrike von Kleist
Brief vom 13. und 14. März 1803
Die Ausstellung zur Neuerwerbung

Kleist-Autograph vom 14.3.1803
Abb.: Kleist-Museum

Vernissage

Sonntag, 22. April 2018, 11 Uhr

Mit der Eröffnung der Ausstellung präsentieren wir in Anwesenheit zahlreicher Spenderinnen und Spender erstmals den handschriftlichen Briefabschnitt Heinrich von Kleists, der nur dank der Unterstützung von öffentlicher Hand und privatem Engagement Vieler für die Sammlungen des Kleist-Museums erworben werden konnte.

Es sprechen: Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums; Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Kleist-Stadt Frankfurt (Oder); Prof. Frank Druffner, kommissarischer Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder; Reiner Walleser, Leiter der Abteilung Kultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Die Vernissage wird von Klaudyna Schulze-Broniewska, 1. Konzertmeisterin des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder) auf der Violine begleitet.

Eintritt frei!

Der Erwerb der Handschrift wurde unterstützt durch die Kulturstiftung der Länder, das Land Brandenburg und 129 private Spender.


„Lies mal Kleist!“ – INISEK Projekt

Kulturelle Bildung

Dienstag, 17. April 2018, 8, 10 und 12.30 Uhr

Abschluss des Projektes für alle 7. Klassen der Oberschule „Ulrich von Hutten“ mit drei POETRY -SLAM Workshops.

Geschlossene Veranstaltungen!

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.


Kultur macht stark!
Info-Veranstaltung der Plattform für Kulturelle Bildung Brandenburg

Kulturelle Bildung

Donnerstag, 12. April 2018, 10 bis 16 Uhr

Das Förderprogramm für außerschulische Projekte der Kulturellen Bildung „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird ab 2018 bis 2022 fortgesetzt. Lernen Sie das Förderprogramm und seine Strukturen kennen! Mehrere Programmpartner stellen sich vor.

Zu Gast sein werden der Deutsche Museumsbund e.V., der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, der Gesamtverband e. V. und ASSITEJ e.V.

Anmeldung bis zum 9.4.2018 unter www.tinyurl.com/kms1204 oder dalchau@kleist-museum.de.


Penthesilea: SchlachtGänge

Finissage

Sonntag, 8. April 2018, 16 Uhr

Die Kurator*innen führen ein letztes Mal durch die Ausstellung und laden zu einem Gespräch über Penthesilea-Inszenierungen und ihre Arbeit an der Sonderausstellung ein.

Eintritt frei!


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung und
Penthesilea: SchlachtGänge zwischen Text und Inszenierung

Mittwochsführung

Mittwoch, 4. April 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauer- und gegebenenfalls Sonderausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Ein Haus für Kleist
Rudolf Lochs Frankfurter Erinnerungen 1963-1969

Kleist-Gedenkstätte 1969, © Kleist-Museum

Lesung und Gespräch

Freitag, 23. März 2018, 17 Uhr

Das Kleist-Museum lädt zu einer besonderen Buchpremiere, mit zwei Männern, die ein Großteil ihres Lebens der Kleist-Forschung gewidmet haben: Günther Emig, Direktor des Kleist-Archivs Sembdner Heilbronn, berichtet von seiner überaus bemerkenswerten Tätigkeit als Herausgeber.
Dr. Rudolf Loch, der Begründer der Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte Frankfurt (Oder) und deren langjähriger Direktor, liest aus seinen in den 29. „Heilbronner Kleist-Blättern“ erschienenen Erinnerungen „Ein Haus für Kleist. Meine frühen Frankfurter Jahre.“

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kleists Jugendfreund Ernst von Pfuel und Jahnsfelde

Schloss Jahnsfelde; © Marco Schulz

Salon Kleist

Dienstag, 20. März 2018, 17 Uhr

Jahnsfelde, der Geburtsort von Ernst von Pfuel (1779-1866), wurde fast ein halbes Jahrtausend von einem uralten Adelsgeschlecht geprägt. Traditionen wurden gepflegt und von Generation zu Generation weiter gegeben. Aus über zwanzigjähriger Forschung und Recherche berichtet Marco Schulz, Genealoge des uradeligen Geschlechts von Pfuel und Ortschronist von Jahnsfelde, über das Traditionsbewusstsein der Familie und welche Zeugnisse über die Pfuels – und speziell über Ernst von Pfuel – noch heute in Jahnsfelde vorhanden sind.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro; inkl. Salontee und Gebäck


Leipziger Buchmesse 2018

Präsentation

Donnerstag, 15. März bis Sonntag, 18. März 2018, Leipzig

Am Stand der ALG – Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten in Halle 5 der Leipziger Messe ist das Kleist-Museum auch in diesem Jahr mit einer Präsentationstafel und einer Auswahl neuerer Publikationen vertreten. Am Donnerstag und Freitag werden zwei Neuerscheinungen auf Buchmesseforen vorgestellt: das Frankfurter Buntbuch Nr. 62 von Sebastian Januszewski über den Schriftsteller Essad Bey und der gemeinsam von Kleist-Museum, Gleimhaus Halberstadt und Goethe-Museum Düsseldorf  herausgegebene Band mit Dichterporträts von Stephan Klenner-Otto.

Nähere Informationen ab Mitte Februar unter www.leipziger-buchmesse.de, Leipzig liest, und auf hier auf der website.


Kleists Anekdoten – Zur Größe der kleinen Formen

Tagung

Montag/Dienstag, 12./13. März 2018

Innerhalb der Kleist-Forschung bilden die Anekdoten wohl die am stärksten vernachlässigte Werkgruppe des Kleist’schen Œuvres.
Gegenstand der Tagung sind daher die ca. 40 Anekdoten von Heinrich von Kleist (z. B. Der Griffel Gottes, Anekdote aus dem letzten Kriege), die sämtlich in einem sehr kurzen Zeitraum in der von ihm herausgegebenen Tageszeitung Berliner Abendblätter (1810/11) erschienen sind. Die Anekdoten sind trotz ihres geringen Umfangs von zum Teil nur wenigen Zeilen hochkomplexe und vielschichtige Mikrotexte; in ihnen lässt sich der Klassiker Kleist am ehesten noch einmal neu entdecken. Die große Qualität von Kleists kleinen Texten möchte die Tagung näher herausarbeiten und bestimmen. Dabei sollen die werkbiographischen, historisch-diskursiven und gattungsgeschichtlichen Kontexte ebenso in den Blick genommen werden wie die Rezeption durch spätere Autoren (wie etwa Franz Kafka).

Programm

Zuhörer*innen sind herzlich willkommen!

Eine Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Lorenz und Thomas Nehrlich, M.A., beide Universität Bern, in Kooperation mit dem Kleist-Museum.


Die Passion der Jungfrau von Orleans
D, 1928, Stummfilm

Filmfrühstück

Sonntag, 11. März 2018, 11 Uhr

Zu den berühmtesten grenzüberschreitenden Frauen der Geschichte, die sich im Kampf und Krieg beweisen, zählt Jeanne d’Arc. Das Filmfrühstück im Begleitprogramm der Penthesilea-Ausstellung zeigt Die Passion der Jungfrau von Orleans/La passion de Jeanne d‘Arc von Carl Theodor Dreyer aus dem Jahre 1928. Der eindrucksvolle Stummfilm, der die letzten Stunden der Jungfrau von Orleans aus den Prozessakten rekonstruiert, wurde 2010 auf Platz 1 der 100 einflussreichsten Filme aller Zeiten gewählt; Maria Falconettis Darstellung schrieb Filmgeschichte. Wir zeigen den Film mit deutschen Untertiteln und der neu eingespielten Musik des renommierten Stummfilmpianisten Joachim Bärenz.

Einführung:
Dr. Detlef Kannapin

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro; inkl. Kaffee und Croissant


„Ich sage vom Gesetz der Fraun mich los" – Penthesilea und ihre Nachfahrinnen

Anselm Feuerbach: Die Amazonenschlacht, 1873; Detail © Wikimedia Commons

Vortrag und Gespräch

Donnerstag, 8. März 2018, 18 Uhr

Amazonen – Frauen, die zeitgenössische Rollenbilder sprengen – faszinierten Männer und Frauen über Jahrhunderte. Um 1800 war Amazone geradezu ein Schimpfwort, auch unter den Gebildeten.  Zum Internationalen Frauentag gibt Dr. Hannah Lotte Lund mit einem „Powervortrag“ Einblicke in die Rezeption der Amazonen zur Kleistzeit und ihre Rolle in der Kulturgeschichte des Geschlechterkampfs bis heute. Debatte erwünscht.

Eintritt: 3,- Euro; inkl. einem Glas Sekt


Carl Friedrich von Rumohr und die Entdeckung der Kulturgeschichte

Friedrich Nerly: Studie zum Rumohr, Porträt (1823); © Wikimedia Commons

Salon Kleist

Dienstag, 27. Februar 2018, 17 Uhr

Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), Zeitgenosse Heinrich von Kleists, war ein wirkungsmächtiger Dilettant der deutschen Kultur: Künstler und Förderer der Künste, Mitbegründer der Kunstgeschichte, Literat und Gastrosoph. Seine interdisziplinären Untersuchungen zeigen ihn als Fachmann in den Gebieten Kulturgeschichte, Volkskunde sowie Staats- und Rechtslehre.
Sein spannendes, abenteuerlich gefärbtes Leben in der Umbruchzeit beleuchtet der Historiker Prof. Dr. Achatz von Müller, Verwalter der Professur Humanities am College der Leuphana Universität Lüneburg, im „Salon Kleist“.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro; inkl. Salontee und Gebäck


Penthesilea: SchlachtGänge zwischen Text und Inszenierung

Vernissage mit Lesung

Freitag, 23. Februar, 17 Uhr

Begrüßung: Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums
Es lesen Jenny Pötzsche und Karl Kelschebach, Studierende der Freien Universität Berlin.

Eintritt frei!


Abiturprüfung Deutsch 2018: Literatur im 20./21. Jahrhundert

Lehrerfortbildung Deutsch

Donnerstag, 22. Februar 2018, 15 Uhr

Ausgehend vom Prüfungsschwerpunkt „Literatur im 20. und 21. Jahrhundert“ stellen Marion Acker und Matthias Lüthjohann literarische und pragmatische Texte der Gegenwart aus literaturwissenschaftlicher Perspektive vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Literatur im Wechselspiel neuer Medien (Schwerpunkt im Schuljahr 2017/18) und Fragen interkultureller Kontexte (Schuljahr 2018/19). Besprochen werden überwiegend kürzere Prosatexte und Gedichte, die sich zur Unterrichtsgrundlage in der Abiturstufe eignen.
Die Referent*innen sind wissenschaftliche Mitarbeiter im Teilprojekt „Geteilte Gefühle. Zugehörigkeit in der transkulturellen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ der Freien Universität Berlin.

Anmeldung: Christina Dalchau, dalchau@kleist-museum.de oder im Fortbildungsnetz des LISUM

LISUM-Nr.: 17F301501


Käthe Kollwitz liest Heinrich von Kleist und Wieland Förster spricht mit ihm…

Lesung zur Ausstellung

Donnerstag, 15. Februar 2018, 18.30 Uhr, Berlin

Käthe Kollwitz und Wieland Förster sind einander nicht nur über große bildkünstlerische Themen, sondern, als Doppelbegabungen, auch über ihre literarischen Interessen verbunden. Zum Abschluss der Ausstellung Im Dialog mit Käthe Kollwitz: Wieland Förster lesen Astrid Böttcher, Anette Handke und Dr. Hannah Lotte Lund Briefe, Tagebücher und Zeugnisse literarischer Auseinandersetzung und bringen die beiden großen Bildhauer ins Gespräch über – und mit – Heinrich von Kleist.

Eintritt frei!

Ort:
Käthe-Kollwitz-Museum
Fasanenstraße 24
10719 Berlin


Stefan Schwarz: Lass uns lieber morgen

Stefan Schwarz, © Stefanie Fiebrig

Lesung mit Musik zum Valentinstag

Mittwoch, 14. Februar 2018, 19 Uhr

Die Veranstaltung ist leider ausverkauft!
Eventuell werden am Abend Plätze durch nicht in Anspruch genommene Reservierungen frei.

Stefan Schwarz schreibt Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher, Einkaufszettel. Er kennt sich aus mit heiklen Liebes- und Lebenslagen und macht daraus beste Unterhaltung. Das prädestiniert ihn selbstverständlich, nun schon zum zweiten Mal zum Valentinstag im Kleist-Museum seine Weisheiten über Verliebte, Verlobte, Verheiratete und Geschiedene zu verkünden. Er macht das wie immer klug, witzig und sprachlich elegant. Wenn es überhaupt eine Wahrheit über Paare und Familien gibt, finden Sie sie hier. Auch in diesem Jahr laden wir zu einem Glas Sekt zur Einstimmung auf einen entspannten, geselligen Abend ein, der noch gekrönt wird von der musikalischen Begleitung durch Jacek Fałdyna auf Saxophon und Klarinette. 

Eintritt: 10,- Euro, erm. 8,- Euro; Paarticket: 18,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de dringend empfohlen.


Richard Pietraß: Amerikanische Grillen.
Ein pennsylvanisches Tagebuch

Richard Pietraß, © privat

Im Haus des Dichters

Freitag, 2. Februar 2018, 18 Uhr

Im Indian Summer 2007 geht Richard Pietraß, Lyriker, Übersetzer und Herausgeber u. a. der legendären Lyrikreihe Poesiealbum, am ehrwürdigen Backstein-College von Meadville der Aufgabe nach, seinen Schützlingen die Schönheit deutscher Dichtung nahezubringen. Er verbindet dies mit Streifzügen durch Penns Waldland und Ausflügen zu den Großen Seen bis an die Niagarafälle und die Absturzstelle eines der 2001 entführten Flugzeuge… Das Tagebuch eines neugierigen Dichters öffnet Fenster in die amerikanische Provinz und senkt Sonden in ihre ihm so nahe wie fremde Seele.

Eintritt:
5,- Euro, erm. 3,- Euro


Anita Kühnel: Charlotte E. Pauly in Friedrichshagen

Frankfurter Buntbuch Nr. 61

Buchvorstellung

Donnerstag, 25. Januar 2018, 19 Uhr, Erkner

Die Malerin und Schriftstellerin Charlotte E. Pauly (1886 – 1981), bis 1946 in Agnetendorf im Riesengebirge ansässig und mit Gerhart Hauptmann befreundet, konnte Schlesien mit dem Sonderzug verlassen, der den toten Nobelpreisträger über Berlin nach Hiddensee überführte. Sie entschied sich für den Osten der geteilten Stadt. Ihre Wohnung in Friedrichshagen, die Wolf Biermann als „wildromantische Bohème-Bude einer greisen Weltenbummlerin“ beschrieb, wurde zum Treffpunkt vieler junger Intellektueller. Dr. Anita Kühnel stellt ihr der Weltbürgerin Pauly, gewidmetes Buntbuch Nr. 61 vor. Stefan Rohlfs, Leiter des Gerhart-Hauptmann-Museums, präsentiert Arbeiten der Pauly, die sich im Besitz des Hauses befinden.  

Eintritt: 5,- Euro 

Kartenreservierungen unter: 03362/3663 oder info@hauptmannmuseum.de

Ort:
Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Gerhart-Hauptmann-Straße 1 – 2
15537 Erkner


Heinrich von Kleists Nachruhm: Alles Kleist oder was?!

Heinrich von Kleist, Miniatur-Malerei auf Elfenbein, © Sammlung Burkhard Wolter

Salon Kleist

Dienstag, 23. Januar 2018, 17 Uhr

Der Kleist-Sammler Burkhard Wolter nutzt seine Sammlungstätigkeit auch, um heute vergessene Facetten der Wirkungsgeschichte Heinrich von Kleists wieder sichtbar zu machen. Im ersten „Salon Kleist“ im neuen Jahr gibt er einen Einblick in Phänomene des Sammelns und verdeutlicht an einigen Exponaten die Bandbreite seiner Beschäftigung mit Kleist: Seine Sammlung reicht von der Ansichtskarte über Notgeld bis zu Werbemarken, von Münzen und Medaillen bis zur Druckgrafik. Auch einige Skurrilitäten wie Erde vom Berliner Kleistgrab oder Bierdeckel und Aschenbecher mit Kleist-Motiven gehören dazu. Ein Kleist-Quiz rundet die Veranstaltung ab.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro; inkl. Salontee und Gebäck


Poesie und Piano: Regina Hilber und Søren Gundermann

Regina Hilber, © Helmut Lackinger

Lesung und Musik

Freitag, 19. Januar 2018, 18 Uhr

Die österreichische Lyrikerin Regina Hilber ist derzeit Burgschreiberin in Beeskow und in literarischen sowie künstlerischen und musikalischen Kreisen in Brandenburg bestens vernetzt. Gemeinsam mit dem Frankfurt Musiker Søren Gundermann lädt sie zu einem kongenialen Zusammenspiel von Text und Ton ein. Im Mittelpunkt des Abends steht eine moderne Rotkäppchenadaption in lyrischer Form, deren Protagonisten aus Wien und Berlin kommen. Søren Gundermann schuf für die außergewöhnlichen Aufzeichnungen der Lyrikerin neue Kompositionen. Diese werden ebenso wie textliche und musikalische Improvisationen zu Gehör gebracht.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Abiturprüfung Deutsch 2018: Epochenbegriff

Lehrerfortbildung Deutsch

Mittwoch, 17. Januar 2018, 15.30 Uhr

Ausgehend vom Prüfungsschwerpunkt „Literarische Strömungen und Epochenbegriff“ gibt Dr. Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kleist-Museums, eine Einführung in die aktuellen Diskussionen um den Epochenbegriff in der Literaturgeschichte. Ausgewählte Texte werden als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt. Außerdem informieren wir über ein mögliches Spezialseminar für Schülerinnen und Schüler zum genannten Thema im Kleist-Museum.

Anmeldung: Christina Dalchau, dalchau@kleist-museum.de oder im Fortbildungsnetz des LISUM

LISUM-Nr.: 17F301401


Worte, Worte, nichts als Worte… − Wortspiele für die Familie

Blick in die Sonderausstellung; Foto: Kleist-Museum

Kuratorenführung und Spielenachmittag

Sonntag, 14. Januar 2018, 16 Uhr

Im Begleitprogramm unserer Sonderausstellung Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist laden wir Sie um 16 Uhr zu einer letzten Führung mit der Kuratorin Dr. Barbara Gribnitz ein. Im Anschluss daran können ab 17 Uhr gesellige Wortspiele für die ganze Familie (wieder-)entdeckt werden. Spielen Sie mit uns das Kleist-Wort-Memo, das als Begleitpublikation zur Ausstellung herausgegeben wurde, Charaden, Worträtsel und vielleicht auch das altbekannte Stadt-Land-Fluss?

Eintritt: 3,- Euro


„Lies mal Kleist!“ – INISEK I

Kulturelle Bildung

Montag/Dienstag, 8./9. Januar 2018, 8, 9.45 und 12 Uhr

Vortrags- und Kommunikationstraining für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Oberschule Ulrich von Hutten Frankfurt (Oder) im Rahmen INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I mit der diplomierten Sprechwissenschaftlerin Tina Kemnitz.

Geschlossene Veranstaltungen!

Ein INISEK-I-Projekt im Rahmen der Kulturellen Bildung des Kleist-Museums in Zusammenarbeit mit der Oberschule „Ulrich von Hutten“ in Frankfurt (Oder).

Die INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.