Veranstaltungen im Kleist-Museum und anderswo 2019

Biribi, Casino, Tarock... Historische Spiele und Geselligkeit im Kleist-Museum

Titelbild eines Tarockspiels, © Kleist-Museum

Spielenachmittag

Mittwoch, 13. März 2019, 16 Uhr

Spätestens seit der erfolgreichen Sonderausstellung Alles spielt, der Mensch und sein Kind, die sich Kinder- und Erwachsenenspielen um 1800 widmete, wird im Kleist-Museum immer wieder einmal gespielt. Gesellschafts-, Karten und Glücksspiele stehen auf dem Programm. Casino ist ein altes Kartenspiel, das man in fünf Minuten lernen kann, es wurde schon im 17. Jahrhundert gespielt. Schwieriger wird es da schon mit Tarock, das zu den ältesten überlieferten Kartenspielen gehört: Skatkenntnisse sind von Vorteil, wenn man das Spiel schnell erfassen will. Biribi wiederum kann jeder und sofort spielen, es ist ein Vorläufer von Roulette und macht großen Spaß: Ein klassisches Glücksspiel. Gezockt wird um Thaler und Groschen, und das Gute ist, das sich dabei niemand ruinieren kann. Im 19. Jahrhundert war das Spiel wegen der Gefahr, Haus und Hof dabei zu verlieren, sogar verboten. Ebenfalls um das Glück geht es bei dem deutlich jüngeren Hammer und Glocke, das nach 1800 ebenfalls ein weitverbreitetes Spiel war. Und immer macht das Gänsespiel viel Spaß, das man ebenso gut mit Kindern wie mit Erwachsenen spielen kann. Gespielt wird mit Reprints historischer Spiele, und wer Feuer gefangen hat, kann das eine oder andere Spiel auch im Museumsshop erwerben und zu Hause weiterspielen.

Eintritt: 5,- Euro. Maximal 24 Teilnehmer*innen.

Anmeldung unter info@kleist-museum.de oder
Tel. 0335 – 387 22 1-30 erbeten.

In Zusammenarbeit mit der VHS Frankfurt (Oder).


Leben im Wandel – Porträts einer Region

Ausstellung und Gespräch

Mittwoch, 6. März 2019, 19 Uhr

Dem Leben im Wandel vom Rande Berlins bis zur Oder-Neiße-Mündung widmet sich in Texten und fotografischen Recherchen der Kreiskalender Oder-Spree 2019. 25 Jahre nach der Kreisneugliederung kommen 25 Personen der Region zu Wort, die ihre Erwartungen, Hoffnungen, Erfahrungen wie ihre Enttäuschungen und Niederlagen artikulieren. Als "Experten des Alltags" haben sie individuelle Antworten und Lösungen gefunden, sich den Umbrüchen zu stellen und diese mitzugestalten. Aussagestarke Momentaufnahmen des Schauener Fotografen Andreas Batke geben den einzelnen Beiträgen eine Dimension, die über eine reine Zustandsbeschreibung weit hinausgeht, Defizite und Perspektiven gleichermaßen aufzeigt.
Es lesen und erzählen: Karl-Christoph von Stünzner-Karbe, Tomas Grzimek, Todd Schulz, Petra Jungebluth, Holger Swazinna, Marc Wiedemann, Stefan Rohlfs, Wolfgang Seppelt, Arnold Bischinger, Wolfgang de Bruyn und Ronald Rocher.

Moderation: Wolfgang de Bruyn.

Eintritt frei!

Ein Projekt des Landkreises Oder-Spree, unterstützt von der Sparkasse Oder-Spree.


Caroline, Ulrike, Wilhelmine… Frauenschicksale um 1800

Wilhelmine von Zenge; Foto: Kleist-Museum

Mittwochsführung spezial

Mittwoch, 6. März 2019, 16 Uhr

Die Mittwochsführung durch Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung widmet sich anlässlich der Kulturwoche zum Internationalen Frauentag den Lebenswegen von Frauen im Umfeld Heinrich von Kleists. Was wissen wir von Caroline Louise von Wulffen und welche Folgen hatte ihr Schicksal für ihre Tochter und Heinrich von Kleist? Wer war Wilhelmine von Zenge und welche ungewöhnlichen Wege ging Ulrike von Kleist? Wer war Kleists Mutter? An ausgewählten Exponaten der Dauerausstellung werden Geschichten von Frauen, die vor 200 Jahren in Frankfurt lebten, lebendig.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung zur 29. Brandenburgischen Frauenwoche.


Was vom Drama übrigbleibt: Wie sammelt man Theater?

Eröffnung und Gespräch

Donnerstag, 28. Februar 2019, 17 Uhr

Anlässlich der Eröffnung der Präsentation „Was vom Drama übrigbleibt. Amphitryon in den Sammlungen des Kleist-Museums“ diskutieren Stephan Dörschel (Leiter der Archivabteilung Darstellende Kunst in der Akademie der Künste), Bärbel Reißmann (Leiterin der Theatersammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin) und Karl Sand (Archiv des Deutschen Theaters Berlin) über Herausforderungen der Aufbewahrung, Auswahlkriterien und Mehrwegnutzungen sowie Veränderungen im digitalen Zeitalter.
Ein gemeinsamer Rundgang durch die Sammlungspräsentation schließt sich an.

Eintritt frei!


Ausbruch aus der Vormundschaft. Erinnerungen

Rolf Henrich, Foto: Verlag

Buchpremiere

Donnerstag, 21. Februar 2019,
19 Uhr

Rolf Henrich gilt als einer der Wegbereiter der Friedlichen Revolution in der DDR.
Sein Buch Der vormundschaftliche Staat, das im Frühjahr 1989 in Hamburg und Anfang 1990 in Leipzig erschien, öffnete vielen Menschen in Ostdeutschland die Augen. Im September 1989 gehörte Henrich zu den Mitbegründern der Bürgerbewegung Neues Forum. In seiner pointiert erzählten Autobiografie beschreibt er seinen Wandlungsprozess vom Parteisekretär eines Rechtsanwaltskollegiums zum Kritiker des sozialistischen Systems und gibt Einblicke in die dramatischen Umbruchprozesse auf dem Weg zur Deutschen Einheit. Sein Buch schlägt eine Brücke in die Gegenwart. Es zeigt, wie Verantwortung gelernt werden kann.

Eintritt frei!

In Zusammenarbeit mit dem Christoph Links Verlag.


Grenzen und Grenzgänge: Lehrerfortbildung

Kulturelle Bildung

17. bis 20. Februar 2019

Die Grenzstädte Frankfurt (Oder) und Słubice sowie das Kleist-Museum sind Orte und der Ausgangspunkt für vielfältige Reflexionen über Grenzen und Grenzerfahrungen. Im Seminar werden vier Zugänge zu Grenzgängen, -überschreitungen, -situationen und -markierungen erschlossen. Innerhalb des dreitägigen Seminars stellen Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin, die Dauerausstellung und Christina Dalchau, Museumspädagogin im Kleist-Museum, Möglichkeiten der Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Museum vor.

Lehrerfortbildung des Landes Sachsen für Lehrkräfte im Fach Deutsch an Oberschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen.

Fortbildungsnummer: R 00053


Deine Anne – Ihre Rahel.
Emanzipation und Rassismus in autobiographischen Schriften junger jüdischer Frauen

Blick in den Salon Kleist; Foto: Kleist-Museum

Salon Kleist

Dienstag, 19. Februar 2019, 17 Uhr

Rahel Levin (1771-1833), Freundin und Gastgeberin auch Heinrich von Kleists, ist heute bekannt als „die berühmteste Salonfrau Berlins“. Davor und währenddessen war sie auch immer Autorin der Emanzipation, die sich mit Stereotypen und wachsendem Rassismus auseinandersetzen musste und brieflich sowohl Konfrontationen benannte wie Brücken baute. Der Salon präsentiert Emanzipationsdebatten, die – erschreckend? – zeitlos sind und O-Töne deutscher Schriftstellerinnen jüdischer Herkunft aus 200 Jahren.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck

Eine Veranstaltung mit Blick auf die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“.


Marlene Dietrich, die leidenschaftliche Diva.
Mit Cora Chilcott und Volker Jaekel

Foto: Chilcott/Jaekel, Pressefoto

Soirée zum Valentinstag

Donnerstag, 14. Februar 2019, 19 Uhr

Marlene Dietrich, Schauspielerin mit überragender Ausstrahlung und personifizierte „femme Fatale“, war zeitlebens eine moderne, unabhängige Frau, die sich verführerisch-weiblich-androgyn-männlich selbstbewusst in Szene setzte. Sie war auch für ihre zahllosen amourösen Beziehungen zu Schauspielgrößen und bekannten Literaten wie Ernest Hemingway, Erich Maria Remarque, Yul Brynner, Frank Sinatra und Jean Gabin sowie zu ebenfalls weltberühmten Frauen wie Edith Piaf bekannt. Mit illustren Anekdoten, umrahmt von bekannten Schlagern und Chansons der 1920er/30er Jahre, macht Cora Chilcott mit dem sogenannten Privatleben der Schauspiellegende bekannt, um Liebe geht es also allemal. Cora Chilcott, diplomierte Schauspielerin und Sängerin, die u. a. bei Inge Uibel-Fischer und Gisela May Meisterkurse belegte, wird begleitet von dem Pianisten Volker Jaekel, mit dem gemeinsam sie literarisch-musikalische Programme in ganz Deutschland aufführt.

Eintritt: 10,- Euro, erm. 8,- Euro; Paarticket: 18,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 – 387 22 1-30 oder
E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Die Dreigroschenoper.
Deutschland, 1931 und BR Deutschland/Frankreich, 1963

Filmfrühstück

Sonntag, 10. Februar 2019, 11 Uhr

Zur Finissage der aktuellen Sonderausstellung zeigen wir zwei Verfilmungen von Brechts großartiger Dreigroschenoper. Für Enthusiasten bieten wir fast vier Stunden Film(kunst). Um 11 Uhr steht die Adaption von Georg Wilhelm Pabst auf dem Programm, ein früher Tonfilm mit Rudolf Forster und Carola Neher in den Hauptrollen und der legendären Jenny Lotte Lenya. Ernst Busch ist der stimmgewaltige Moritatensänger, ein Part, den im aktuellen Dreigroschenfilm Max Raabe übernommen hat. Um 13 Uhr ist der Film von Wolfgang Staudte zu sehen, u. a. mit so großartigen Schauspieler*innen wie Gert Fröbe, Hildegard Knef und Lino Ventura. Und der Moritatensänger swingt: Sammy Davis Junior! Machen Sie sich selbst ein Bild davon, welchem der beiden Meister-Regisseure der Stoff mehr lag und wieviel musikalische Bearbeitung Kurt Weills anspruchsvolle „Gassenhauer“ vertragen. Und wer vor kurzem Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm von Joachim A. Lang gesehen hat, kann mit Vergnügen eine dritte Bearbeitung des sensationellen Theatererfolgs zum Vergleich heranziehen.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro für einen Film; 12,- Euro, erm. 10,- Euro für beide Filme; jeweils inklusive Kaffee und Croissants.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 6. Februar 2019, 16 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung und/oder aktuelle Sonderausstellung ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Auf der Straße...

Theatergespräch

Dienstag, 29. Januar 2019, 17 Uhr

Im Rahmen der Sonderausstellung zu Heinrich von Kleists Bettelweib von Locarno laden wir zu einem Gespräch mit Karen Breece, Regisseurin, und Alexandra Zipperer, Mitwirkende in dem Dokumentar-Theaterstück Auf der Straße (UA September 2018) ein. Für das Berliner Ensemble hat Karen Breece mehrere Monate zum Thema Wohnungs- und Obdachlosigkeit und den Umständen, die Menschen in die Armut treiben, recherchiert. Aus zahlreichen Begegnungen mit in unterschiedlicher Weise betroffenen Menschen ist nach mehrfacher Überarbeitung ein dokumentarischer Theaterabend entstanden, der von Schauspielern des BE und wohnungs- und obdachlosen Menschen gemeinsam auf die Bühne gebracht wird und zentral von Psy Chris, René Wallner und Alexandra Zipperer erzählt.

Im Vorfeld der Veranstaltung führt die Kuratorin Judith Philipp um
16.30 Uhr durch die Sonderausstellung zu Heinrich von Kleists Bettelweib von Locarno, die noch bis 10. Februar 2019 zu besichtigen ist.

Der Eintritt zur Veranstaltung und zur Führung ist frei!
Um Spenden für die direkte Weitergabe an Wohnungslose wird gebeten.


Sophia Haerter: Was denkst du, wie geht es ihr jetzt?
Vortrag und Lesung

Kulturelle Bildung

Dienstag, 22. Januar 2019, 13.30 Uhr

Am Anfang war da irgendeine dieser Krankenhausserien. Das Genre will es so, dass darin Menschen sterben und weinende Menschen zurückbleiben. Das Thema drängte die Autorin zum Schreibtisch. Dort entstand eine Kurzgeschichte. Das Thema war damit noch nicht erschöpft; die Auseinandersetzung mit Trauer und Trauerarbeit wurde eine Seminarfacharbeit. Dann musste ein vorläufiger Abschluss her, aber anders. Also entstand ein Kurzfilm zu Pink Floyds Song Coming Back To Life.

Öffentliche Präsentation einer Seminarfacharbeit Jahrgangstufe 12, Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder).

Eintritt frei! Interessierte sind herzlich eingeladen!


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwochsführung

Mittwoch, 9. Januar 2019, 16 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung und/oder aktuelle Sonderausstellung ein. Im Januar findet die Mittwochsführung davon abweichend erst am 2. Mittwoch, am 9. Januar, statt.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Clara Schumann
Eine einzigartige Frauenkarriere im 19. Jahrhundert

Blick in den Salon Kleist; Foto: Kleist-Museum

Salon Kleist

Dienstag, 8. Januar 2019, 17 Uhr

Am 13. September 2019 jährt sich der Geburtstag Clara Schumanns zum 200. Mal. Das wird nicht nur in Zwickau, wo sich die größte Sammlung zu dieser bedeutenden Musikerin des 19. Jahrhunderts befindet, mit einem ganzen Festjahr gefeiert. Die als Clara Wieck geborene Klaviervirtuosin war ein musikalisches Wunderkind; bereits als 9-Jährige trat sie erstmals öffentlich auf. Zu einem Salonnachmittag über die außergewöhnliche Musikerin, die auch nach ihrer Hochzeit mit Robert Schumann weiter konzertierte, lädt der Musikwissenschaftler Dr. Thomas Synofzik. Der Direktor des Robert-Schumann-Hauses Zwickau stellt Clara Schumann auch als Leserin und Theaterbesucherin vor und gibt auf dem Flügel einen kurzen Eindruck ihres musikalischen Schaffens.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck