Workshop-Termine:
3. Oktober: 10:00–16:00 Uhr (flexibler Einstieg ab 10:00 oder ab 14:00 Uhr möglich)
4. Oktober: 10:00–16:00 Uhr (flexibler Einstieg ab 10:00 oder ab 14:00 Uhr möglich)
5. Oktober: ab 10:00 Uhr (Generalprobe)
Einzug und Eröffnung:
„Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“ am 6. Oktober 2026 ab 17:30 Uhr
Die Werkstatt ist offen für alle, die Lust haben zu schreiben, zu gestalten, sich zu bewegen und gemeinsam zu experimentieren. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Anmeldungen und Rückfragen unter: anmeldung@guerillaarchitects.de
Was wandert mit dem Wasser über eine Grenze? Was trennt uns, was verbindet uns? Und welche Spuren tragen wir von einem Ufer zum anderen? Das Wasser erinnert sich. Es trägt Spuren von Salz, Sedimenten, Organismen und Schadstoffen – und die Geschichten eines Ortes. Auch das Fischsterben in der Oder hat Spuren hinterlassen und Fragen nach Verantwortung in gemeinsam geteilten Lebensräumen aufgeworfen.
Drei Tage lang bewegen wir uns zwischen Frankfurt (Oder) und Słubice, zwischen Fluss, Insel, Brücke und Stadt. Die Oder wird zum Schwellenraum zwischen Trennung und Verbindung. Die Brücke verbindet zwei Städte und markiert zugleich eine politische Grenze: Auf ihr stehen wir zwischen zwei Ländern – an einer Intersection, an der sich politische Räume, Geschichten, Menschen und Ökosysteme kreuzen.
Wir beobachten, sammeln und schreiben. Auf der Insel lassen wir uns von Pflanzen und Landschaft inspirieren, experimentieren mit automatischem Schreiben und entwickeln aus Gedanken, Worten und Fundstücken Texte und Gedichte. Aus Pflanzen entstehen Pinsel, aus Worten werden Kostüme. Die Worte verlassen das Papier, werden getragen und bewegen sich über die Grenze.
Zum Abschluss werden die entstandenen Ideen selbst Teil einer gemeinsamen Performance: Von Słubice aus ziehen wir in einer Prozession über die Grenze, durch den Stadtraum und bis in die „Offene Werkstatt“ des Kleist-Museums. Texte, Körper und Materialien tragen die Auseinandersetzung mit Grenze, Fluss und gemeinsamem Lebensraum zurück in die Stadt.
Mit der Performance und dem feierlichen Einzug in die „Offene Werkstatt“ am 6. Oktober eröffnen zugleich die Kleist-Festtage und der Prolog zum Jubiläumsprogramm „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“. Im Mittelpunkt steht die „Offene Werkstatt“ – ein neuer Raum für Begegnung, künstlerische Aktionen und gemeinsames Denken.
Die Grenze wird durchquert, verschoben und neu erfahren – zwischen Individuen und Gemeinschaften, Erinnerung und Gegenwart, dem, was trennt, und dem, was verbindet.
Zwischen den Ufern beginnt dort, wo eine Grenze endet.