Inklusive Angebote

Mit dem Arbeitsbereich „Kleist grenzenlos“ will das Kleist-Museum die Zugänge zum literarischen und kulturellen Erbe Heinrich von Kleists vervielfältigen. Dafür wird der Austausch mit verschiedenen Akteur*innen, Vereinen sowie Institutionen der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice und der Region gesucht.

Chorprojekt „Stimmen statt Scherben“, Video- und Tonaufnahme: Phyll Priewisch

Gemeinsam werden neue Formen und Wege erkundet, sich mit Sprache und Literatur vertiefend auseinanderzusetzen. Dabei orientieren wir uns an der kulturellen und sprachlichen Vielfalt der Menschen in unserer Gesellschaft, deren Teilhabe an Kultur im und außerhalb des Museums gestärkt werden soll.

Neben Veranstaltungen und Führungen in mehreren Sprachen hat die Stiftung Kleist-Museum verschiedene Publikationen für unterschiedliche Publika unterstützt und herausgegeben. Beim Chorprojekt „Stimmen statt Scherben“, gefördert von der Plattform Kulturelle Bildung mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, setzten sich Laiensänger*innen mit Kleists meistgespieltem Werk „Der zerbrochne Krug“ auseinander. Die Uraufführung der Chorperformance ist hier zu sehen.

Mit dem Programm „360°– Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ unterstützte die Kulturstiftung des Bundes Kulturinstitutionen dabei, sich intensiver mit Migration und Diversität auseinanderzusetzen sowie neue Zugänge und Sichtbarkeiten für Gruppen der Gesellschaft zu schaffen, die bislang nicht angemessen erreicht wurden. Das Modellprogramm, an dem bundesweit 39 Kulturinstitutionen teilnahmen, förderte zu diesem Zweck eine Vielfalt von Ansätzen, die auf die diversitätsbezogene Öffnung in den Bereichen Programm, Publikum und Personal zielen. Zwischen August 2019 und Juli 2025 war die Stiftung Kleist-Museum mit dem Projekt „Kleist grenzenlos“  am Programm beteiligt.


Veranstaltungen & Führungen

13:00 Uhr
Im Vordergrund stehen mehrere Personen mit dem Rücken zur Kamera, die beleuchtete Texttafeln betrachten. Im Hintergrund spricht eine Frau mit lockigem Haar und Brille, die eine gestreifte Bluse trägt. Sie gestikuliert mit einer Hand und steht vor einer hellen Wand mit angedeuteten Schatten. Die Szene vermittelt den Eindruck einer Museumsführung.
Blick in die Dauerausstellung ©Stiftung Kleist-Museum
Führung Kleist-Jubiläum 2027

Ulrike von Kleist, Wilhelmine von Zenge, Marie von Kleist, Henriette Vogel: eine Reihe von Frauen hatten eine besondere Bedeutung im Leben Heinrich von Kleists. Viviane Meierdreeß nimmt Sie mit auf eine Sonderführung durch die Dauerausstellung in englischer Sprache.

Eintritt: 3 €

16:00 Uhr
Im Zentrum steht ein rundes Medaillon mit goldfarbenem Rand, das ein Porträt einer Frau mit hellem Kleid und lockigem, hochgestecktem Haar zeigt. Das Medaillon liegt auf einer weißen, leicht gewölbten Unterlage, die von einem dunklen Hintergrund umgeben ist. Oberhalb des Medaillons ist eine kleine Öse sichtbar.
Exponat aus der Sonderausstellung Ulrike von Kleist ©Gordon Welters
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Wie werden Frauen in Kleists Briefwechseln lesbar – und wo bleiben sie stumm? Marie Theresa Crick und Viviane Meierdreeß sprechen über Briefe als Medium zwischen Präsenz und Schweigen sowie über Grenzen von Repräsentation. Im Anschluss öffnet sich das Gespräch für das Publikum in englischer Sprache.

Eintritt frei!

17:30 Uhr
Frau mit Mikrofon und Mann mit Brille und Mütze stehen nebeneinander vor einer Wand mit grafischen Elementen.
Anna Panek-Kusz und Michael Kurzwelly ©Katarzyna Skubisz
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Was bedeutet es, an und mit einer Grenze künstlerisch zu arbeiten? Anna Panek-Kusz und Michael Kurzwelly berichten von ihren Projekten in der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice und zeigen, wie sie Grenzen hinterfragen, überwinden und neue Verbindungen schaffen.

Mit deutsch-polnischer Übersetzung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Galeria OKNO des Kulturhauses Słubice (SMOK), der AKFA-Gruppe und Słubfurt e. V.

Eintritt frei!

17:00 Uhr
Yara Mekawei ©O-Chennafi/Sonya Schönberger©Stefanie Schweiger
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Film trifft Klang: Sonya Schönberger (Berlin) und Yara Mekawei (Kairo/ Berlin) sprechen über ihre künstlerischen Beiträge für das Kleist-Jubiläum und geben Einblicke in ihre Arbeitsprozesse. Ein offenes Gespräch über Recherche, Praxis, lokale und internationale Verbindungen in englischer Sprache.

Eintritt: 7 €, erm. 5 €

18:00 Uhr
Beleuchtete Brückenkonstruktion mit mehreren gebogenen Streben und unscharfen Lichtkreisen im Vordergrund
Oderbrücke ©Kamil Mazur Czerniecki
Führung Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Was trennt und was verbindet? Die Ausstellung der AKFA-Gruppe versammelt künstlerische Positionen zum Thema „Grenz/Überschreitung – Granica/Przekroczenie“.

Das Projekt gibt Einblick in die langjährige Arbeitsgeschichte der an beiden Seiten der Grenze – in Frankfurt (Oder) und Słubice – ansässigen Künstler*innen und Produzent*innen, die in der Gruppe AKFA, unter der Leitung von Anna Panek-Kusz, aktiv sind.

Die Ausstellung markiert den Auftakt der Zusammenarbeit im Rahmen des Kleist-Jubiläums, die in einer Reihe weiterer Veranstaltungen im Jahr 2027 fortgesetzt werden wird.

Die Ausstellung wird bis zum 8. November 2026 in der „Offenen Werkstatt“ zu sehen sein.

Zur Eröffnung sprechen Anna Panek-Kusz und Mitglieder der AKFA-Gruppe über die entstandenen Arbeiten und ihre Perspektiven auf das Ausstellungsthema.

Kuration: AnnaPanek-Kusz

Mit deutsch-polnischer Übersetzung

Eine Ausstellung in Kooperation mit der AKFA-Gruppe

Eintritt frei zur Vernissage und während des Ausstellungszeitraums zu den Museumsöffnungszeiten

18:00 Uhr
Beleuchtete Brückenkonstruktion mit mehreren gebogenen Streben und unscharfen Lichtkreisen im Vordergrund
Oderbrücke ©Kamil Mazur Czerniecki
Führung Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Was trennt und was verbindet? Die Ausstellung der AKFA-Gruppe versammelt künstlerische Positionen zum Thema „Grenz/Überschreitung – Granica/Przekroczenie“.

Das Projekt gibt Einblick in die langjährige Arbeitsgeschichte der an beiden Seiten der Grenze – in Frankfurt (Oder) und Słubice – ansässigen Künstler*innen und Produzent*innen, die in der Gruppe AKFA, unter der Leitung von Anna Panek-Kusz, aktiv sind.

Die Ausstellung markiert den Auftakt der Zusammenarbeit im Rahmen des Kleist-Jubiläums, die in einer Reihe weiterer Veranstaltungen im Jahr 2027 fortgesetzt werden wird.

Die Ausstellung wird bis zum 8. November 2026 in der „Offenen Werkstatt“ zu sehen sein.

Kuration: AnnaPanek-Kusz

Mit deutsch-polnischer Übersetzung

Eine Ausstellung in Kooperation mit der AKFA-Gruppe

Eintritt frei während des Ausstellungszeitraums zu den Museumsöffnungszeiten


Buchung von Führungen

Das Kleist-Museum organisiert auf Anfrage individuelle, thematische Führungen.

Buchbar sind Führungen durch unsere Dauer- und Sonderausstellungen in Deutsch, Englisch, Polnisch, Ukrainisch, Französisch, Russisch und in Einfacher deutscher Sprache.

Entgeltordnung

Kontakt

Viviane Jasmin Meierdreeß

Tel.: +49 335 387 221-40
E-Mail: fuehrungen@kleist-museum.de


Publikationen

Sammelband „Diversität und Darstellung“

Wie geht ein Literaturmuseum heutzutage mit Texten aus dem frühen 19. Jahrhundert im Hinblick auf Diversität, Zugehörigkeit und Ausgrenzung in seiner Arbeit um? Diesen Fragen und weiteren Themen widmet sich die von der Stiftung Kleist-Museum herausgegebene und im Programm 360° der Kulturstiftung des Bundes geförderte Fachpublikation, die theoretische und praktische Zugriffe zusammenführt.

Das Buch ist im Shop und Online-Shop des Kleist-Museums sowie als Open-Access-PDF erhältlich. 

Leseprobe

„Rozbity dzban“ – „Der zerbrochne Krug“

In der kulturellen Bildungsarbeit mit Schüler*innen und Kindertagesstätten werden Lesekompetenzen gefördert. Um zukünftig auch die deutsch-polnische Leseförderung zu unterstützen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Kindermann Verlag die nach Kleists Theaterstück für Kinder adaptierte Erzählung „Der zerbrochene Krug“ in die polnische Sprache übersetzt und in einer Auflage von 500 Büchern produziert. Die deutsche Nacherzählung stammt von Barbara Kindermann, die Illustrationen von Willi Glasauer, Krzysztof Iwanowski hat den Text ins Polnische übersetzt.

Gerne wird Grundschulen, weiterführenden Schulen und allen Institutionen, an denen Polnisch unterrichtet wird, „Rozbity Dzban“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Anfragen hierzu sind immer willkommen.

Gefördert im Programm „360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes.