Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist

2027 jährt sich der 250. Geburtstag Heinrich von Kleists. Zahlreiche Akteur*innen in Frankfurt (Oder), der Geburts- und Studienstadt des Dichters, sowie an vielen weiteren Orten in Deutschland und Polen nehmen dieses Jubiläum zum Anlass für ein vielfältiges Programm, das sich mit Kleists Leben, seinem Werk und seiner Rezeption auseinandersetzt.

Mit dem offen gestalteten Motto „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist “ sind alle eingeladen, die im Jubiläumsjahr öffentliche Veranstaltungen zu Heinrich von Kleist ausrichten, Teil des großen Jubiläumsnetzwerks zu werden. Das Motto steht zugleich für die programmatische Vielfalt und die unterschiedlichen Perspektiven, unter denen Kleist im Jubiläumsjahr begegnet wird.

Die Kleist-Museum setzt im Jubiläumsjahr einen eigenen künstlerischen und diskursiven Schwerpunkt. Ihr Programm „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“, konzipiert und kuratiert von Elena Sinanina, verbindet Kleists Werk und Themen mit zeitgenössischer Kunst, Performance und Diskurs und nimmt dabei auch die besondere Situation der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice in den Blick. Mit Veranstaltungen, Performances, Installationen und neuen Formaten lädt das Museum dazu ein, Kleist aus gegenwärtigen Perspektiven zu betrachten.

Der Prolog: Oktober – November 2026

Künstlerisches Programm Stiftung Kleist-Museum: April – November 2027

Unter dem Motto „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“ sollen Begegnungen ermöglicht, Gespräche aufgenommen und fortgesetzt, aber auch sich kreuzende Entscheidungen nachvollzogen und Wege überdacht werden. Was passiert, wenn Literatur auf Kunst trifft? Welche Forschungen sind im Zusammenhang mit Kleist entstanden? Welche zeitgenössischen und historisch-kritischen Perspektiven auf die Werke Kleists gibt es? Wie wird Kleists Werk heute verortet? Können wir Vorstellungen eines offenen Miteinanders in unserer Zeit, die von multiplen Krisen, aber auch durch Aufbruch und viele produktive Bemühungen um Verbesserungen geprägt ist, entwickeln und erproben? Das Programm im Jubiläumsjahr soll diese Fragen und Themen konzeptionell aufgreifen und natürlich auch den Autor Kleist feiern.

Im Oktober und November 2026 wird das Kleist-Museum gemeinsam mit internationalen Partner*innen, Künstler*innen und weiteren Beteiligten einen thematischen Prolog ausrichten, der inhaltlich auf das Kleist-Jubiläum hinführt. Dafür wird der vom Künstlerinnenkollektiv Guerilla Architects gestaltete Raum „Offene Werkstatt“ im Museum als Veranstaltungsort und Begegnungsstätte eingerichtet.

Das Jubiläumsprogramm folgt im Jahr 2027 von April bis November mit zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen, Performances, Installationen sowie der Eröffnung der neuen Dauerausstellung und einem umfangreichen Diskurs- und Vermittlungsprogramm.


Kontakt

Projektkoordination und Kuration künstlerisches Programm „Kreuzungen – Intersections. 250 – Kleist“
Elena Sinanina
Tel.: +49 335-387221-42
E-Mail: sinanina@kleist-museum.de

Projektmitarbeit Kleist-Jubiläum und Vermittlungsprogramm
Madeleine Kneissig
Tel.: +49 335-387221-37
E-Mail: kneissig@kleist-museum.de


Veranstaltungen

13:00 Uhr
Im Vordergrund stehen mehrere Personen mit dem Rücken zur Kamera, die beleuchtete Texttafeln betrachten. Im Hintergrund spricht eine Frau mit lockigem Haar und Brille, die eine gestreifte Bluse trägt. Sie gestikuliert mit einer Hand und steht vor einer hellen Wand mit angedeuteten Schatten. Die Szene vermittelt den Eindruck einer Museumsführung.
Blick in die Dauerausstellung ©Stiftung Kleist-Museum
Führung Kleist-Jubiläum 2027

Ulrike von Kleist, Wilhelmine von Zenge, Marie von Kleist, Henriette Vogel: Eine Reihe von Frauen hatten eine besondere Bedeutung im Leben Heinrich von Kleists. Viviane Meierdreeß nimmt Sie mit auf eine Sonderführung durch die Dauerausstellung in englischer Sprache.

Eintritt: 3 €

16:00 Uhr
Im Zentrum steht ein rundes Medaillon mit goldfarbenem Rand, das ein Porträt einer Frau mit hellem Kleid und lockigem, hochgestecktem Haar zeigt. Das Medaillon liegt auf einer weißen, leicht gewölbten Unterlage, die von einem dunklen Hintergrund umgeben ist. Oberhalb des Medaillons ist eine kleine Öse sichtbar.
Exponat aus der Sonderausstellung Ulrike von Kleist ©Gordon Welters
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Wie werden Frauen in Kleists Briefwechseln lesbar – und wo bleiben sie stumm? Marie Theresa Crick und Viviane Meierdreeß sprechen über Briefe als Medium zwischen Präsenz und Schweigen sowie über Grenzen von Repräsentation. Im Anschluss öffnet sich das Gespräch für das Publikum in englischer Sprache.

Eintritt frei!

17:00 Uhr
Ein Mann mit dunklem Bart und schwarzem Hemd steht vor einem dunklen Hintergrund. Er trägt eine zweifarbige Baseballkappe mit einem runden Emblem auf der Vorderseite und lächelt leicht. Das Bild zeigt eine Nahaufnahme des Kopfes und der Schultern.
Max Czollek ©Jule Roehr
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Welche Geschichten werden erinnert, welche vergessen? Im Gespräch diskutiert Max Czollek mit Elena Sinanina und Madeleine Kneissig über (Literatur)-Museen als Orte von Gedenken und Erinnerungskultur sowie die Verantwortung von Literatur. Ein Abend über Erinnerung, Wissen und den Umgang mit Traditionen.

Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 €

17:30 Uhr
Frau mit Mikrofon und Mann mit Brille und Mütze stehen nebeneinander vor einer Wand mit grafischen Elementen.
Anna Panek-Kusz und Michael Kurzwelly ©Katarzyna Skubisz
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Was bedeutet es, an und mit einer Grenze künstlerisch zu arbeiten? Anna Panek-Kusz und Michael Kurzwelly berichten von ihren Projekten in der Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice und zeigen, wie sie Grenzen hinterfragen, überwinden und neue Verbindungen schaffen.

Mit deutsch-polnischer Übersetzung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Galeria OKNO des Kulturhauses Słubice (SMOK), der AKFA-Gruppe und Słubfurt e. V.

Eintritt frei!

17:00 Uhr
Yara Mekawei ©O-Chennafi/Sonya Schönberger©Stefanie Schweiger
Gespräch Kleist-Jubiläum 2027

Film trifft Klang: Sonya Schönberger (Berlin) und Yara Mekawei (Kairo/ Berlin) sprechen über ihre künstlerischen Beiträge für das Kleist-Jubiläum und geben Einblicke in ihre Arbeitsprozesse. Ein offenes Gespräch über Recherche, Praxis, lokale und internationale Verbindungen in englischer Sprache.

Eintritt: 7 €, erm. 5 €