Bitte beachten Sie: Reservierte Tickets müssen spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn bezahlt worden sein. Danach verlieren Reservierungen ihre Gültigkeit, sodass eine Teilnahme nicht mehr garantiert wird.
Ort: Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Europa-Universität Viadrina
„Mensch sein heißt, Verantwortung zu tragen.“ – Jean-Paul Sartre. Mit diesem Thema haben sich die Schülerinnen und Schüler auseinandergesetzt. Das Finale des Wettstreits wird traditionell in einer Kooperationsveranstaltung von Stiftung Kleist-Museum und Europa-Universität Viadrina ausgetragen. Über den diesjährigen Sieg entscheiden Marie Hohmuth (Teilnehmerin 2025), Anke Pätsch (Direktorin und Vorständin Stiftung Kleist-Museum), Josephine Stoll (Siegerin des Wettstreits 2024) und Krzysztof Wojciechowski (Autor, Philosoph und Soziologe).
Eintritt frei! Zuhörende sind herzlich willkommen!
Wir bieten Ihnen zum dritten Mal eine offene Bühne in unserem Haus. Akustische Instrumente, Gesang, musikalische Lesungen: Ihre Beiträge sind sehr willkommen! Sollten Sie Technik oder unseren Flügel benötigen, sagen Sie uns gerne vorher Bescheid.
Eintritt frei! Wenn Sie mitmachen möchten, melden Sie sich bitte an unter schliebe@kleist-museum.de.
Michaela Kohlhaas wird, befeuert von erfahrener Willkür und Ohnmacht, zur Aufsässigen. Sie agiert vorrangig mit Worten: mit Zuspitzung, Übertreibung, Sabotage und Show. Einer vermeintlichen Hexe gleich zieht sie, Verwünschungen aussprechend, durchs Land. Und muss feststellen: Es ist von Nachteil, eine Frau zu sein, sich zu wehren... Heike Geißler stellt ihren soeben bei Suhrkamp erschienenen Roman vor.
War Kleist der erste Boulevardjournalist? In seinen „Berliner Abendblättern“ berichtet er 1810 über eine Mordbrennerbande und lässt dabei die Grenze zwischen Fakt und Fiktion verschwimmen. Die Literaturwissenschaftlerin Viviane Jasmin Meierdreeß lädt ein, gemeinsam in diese aufsehenerregende Geschichte einzutauchen.
Ein Workshop im Rahmen des Fake News Festivals der Europa-Universität Viadrina; weitere Informationen unter www.fakenewsfestival.de.
Der Pianist lässt die Musik der Kleist-Zeit lebendig werden. Mit Werken von Beethoven, Johann Nepomuk Hummel und Carl Maria von Weber eröffnet er einen klangvollen Einblick in jene Epoche, die auch Heinrich von Kleist prägte. Um 17:15 Uhr findet eine Express-Führung durch die Sonderausstellung statt, für Besucher*innen des Konzertes ist sie kostenlos.
Auch in diesem Jahr erwartet Sie ein bunter Nachmittag. Für Musik sorgt das Jazzorchester PROKOPÄTZ unter Leitung von Hannes Zerbe. Führungen durch unsere Ausstellungen, Neuigkeiten zum Stand der Vorbereitung des Kleist-Jubiläums 2027 und zu Projekten des Förderkreises, interessante Gespräche zu Neuerwerbungen und unseren Veranstaltungen stehen auf dem Programm.
Eintritt frei! Wir freuen uns über jede Spende! Kuchen und Gegrilltes sind vor Ort erhältlich.
Schmuck spielte auch zur Zeit Heinrich von Kleists eine besondere Rolle und diente als Ausdruck von Status, Geschmack und persönlicher Bedeutung. Gemeinsam entdecken wir Formen, Materialien und Stile dieser Epoche. Anschließend entstehen mit verschiedenen Materialien eigene Schmuckstücke.
Yvonne Zitzmann, 1976 in Frankfurt (Oder) geboren, studierte Germanistik und Psychologie. Seit 2010 ist sie freie Autorin, veröffentlichte zahlreiche Texte und erhielt mehrere Literaturpreise. Zuletzt erschien ihr Roman über zwei Frauen unterschiedlicher Generationen, gesellschaftlicher Bedingungen, Lebensentwürfe, die eine existentielle Entscheidung vereint: Sie haben ihr Kind verlassen… Der Roman spielt größtenteils in Frankfurt (Oder).
Im Garten des Kleist-Museums entsteht für drei Tage ein Raum jenseits von Sprache und Nationalität. HE(A)RING – wortzart, ein Projekt der Europa-Universität Viadrina, bringt Kunstschaffende aus Deutschland, Polen und darüber hinaus zusammen, um zu zeigen: Musik und Worte brauchen keine Grenzen. Zwischen experimentellen Klängen und poetischen Momenten, zwischen Lautem und Flüstern, entstehen neue Verständigungen. Menschen aus verschiedenen Ländern und mit Traditionen treten in einen echten Dialog – nicht für die Bühne arrangiert, sondern echt erlebt. Der historische Garten wird zur Arena für das Unerwartete: Wo Worte enden, fangen Töne an zu sprechen. Wo Sprache trennt, verbindet Klang. Ein Festival für alle, die neugierig sind, was passiert, wenn kulturelle Grenzen durchlässig werden.
Veranstaltungszeiten:
Freitag, 10. Juli: 18 bis 22 Uhr
Samstag, 11. Juli: 14 bis 22 Uhr
Sonntag, 12. Juli: 12 bis 18 Uhr
Kooperationsveranstaltung mit der Europa-Universität Viadrina
Das Orchester der Frankfurter Musikfreunde gestaltet eine kleine tönende Reise, mit mal mehr, mal weniger versponnenen Bezügen zwischen dargebotener Musik und dem Autor. Hier und dort darf die Zuhörerschaft gespannt sein, welcher illustre Frankfurter sonst noch eingeflochten wird. Eingedenk des Jahrestages der Französischen Revolution wird das sonst etwa 40-köpfige Orchester um etwa 25 Köpfe kürzer gemacht – zum Glück ganz ohne Guillotine. Es spielt eine kleine, spielfreudige Streicherbesetzung.
Programm:
Ottorino Respighi: Italiana aus Antiche danze et arie per liuto, Suite No.3
Antonio Vivaldi: Cello-Konzert in h-moll, RV 424 (Solist: Frank Israel)
Benjamin Britten: Sentimental Sarabande und Playful Pizzicato, Simple Symphony
Auch in diesem Sommer laden das rbb-Studio Frankfurt (Oder) und das Kleist-Museum zum Sommerkino ein. Gezeigt wird am ersten Abend die rbb-Dokumentation „Hilfe, die Berliner kommen! – Wie Zuzug Brandenburger Dörfer verändert“. Wir freuen uns auf eine kleine Diskussion im Anschluss sowie Geselligkeit und Kultur bei abendlicher Stimmung im Garten.
Zusammen mit der ganzen Familie kann man die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) bei dieser GPS-Schatzsuche neu entdecken. Nach 90 Minuten hat man nicht nur einen kleinen Spaziergang hinter sich, sondern auch eine Menge Spaß – und lernt mehr über die Stadt und ihren berühmtesten Sohn.
Am zweiten Filmabend zeigen wir eine DDR-Fernsehfassung von Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“, die 1990, in einer Zeit starker Umbrüche, kaum wahrgenommen wurde. Der digital restaurierte Film mit bedeutenden Schauspieler*innen, u. a. Gunter Schoß (Gerichtsrat Walter), Ursula Karrusseit (Frau Marthe Rull) und Horst Drinda (Dorfrichter Adam), begeistert noch heute das Publikum.
Dem Freund Lessings und Gleims widmete die Freimaurerloge ein Grabdenkmal, das heute noch im Getraudenpark zu sehen ist. Bei einem gemütlichen Gespräch im Museumsgarten mit Kaffee erzählt Viviane Jasmin Meierdreeß über Ewald von Kleist in der Sammlung des Kleist-Museums und seine Dichtungen.
Der Musiker, Komponist und Geschichtenerzähler Thomas Strauch widmet sich dem barocken Dichter Johann Christian Günther (1695–1723), der in seinem kurzen Leben einen reichen Schatz an poetischen Texten geschaffen hat. Vertonte Gedichte werden zu Liedern, die Günthers Lyrik behutsam ins Heute übertragen.
Gemeinsam besuchen wir das Chamisso Museum im Kunersdorfer Musenhof und erleben eine Führung durch die dortige Ausstellung. Adelbert von Chamisso (1781–1838) schrieb hier 1813 seine berühmte Novelle „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“, aus der es eine kurze Lesung geben wird.
Ort: Museum Knoblauchhaus, Poststraße 23, 10178 Berlin
Am 16. Oktober feiern wir den 300. Geburtstag Daniel Chodowieckis. Der in Danzig geborene Künstler zog als Siebzehnjähriger nach Berlin und wurde zum erfolgreichsten Grafiker seiner Generation. Seine Arbeiten sind bis heute international präsent. Anna Schultz spürt Chodowieckis Lebenswelt im Stadtraum, in Archiven und grafischen Sammlungen nach.
„Ich habe in Paris mein Werk […] verworfen, und verbrannt: und nun ist es aus.“, schreibt Kleist 1803 über seinen „Guiskard“. Das Drama um den Herzog der Normänner ist heute nur als Fragment erhalten. Gemeinsam treten wir vom Museumsgarten in das Lager Guiskards. Bringen Sie Picknickdecken und Speisen mit, Getränke können Sie vor Ort erwerben.
Der Film von Dominik Graf erzählt von der Liebe Friedrich Schillers (Florian Stettner) zu den Schwestern Charlotte (Henriette Confurius) und Caroline (Hannah Herzsprung) von Lengefeld. Caroline ist unglücklich verheiratet mit Friedrich von Beulwitz (Andreas Pietschmann), die schüchterne Charlotte träumt von einem sie liebenden Gatten… Der Film wurde unter 17 deutschsprachigen Produktionen als Kandidat für den OSCAR 2015 ausgewählt.
Eintritt: 12 €, erm. 9 € (inkl. Kaffee und Croissant)
Kleist und die Musik – ein weites und facettenreiches Feld. Wie wählt man aus der vorhandenen Fülle an Themen und Objekten, wenn man zwei Ausstellungsräume bespielt? Zur Finissage gibt Kurator Adrian Schliebe einen Einblick in die Entstehung seiner Ausstellung und führt ein letztes Mal durch „Zerbrochne Harmonien“.
Mit der Autorin Eleonora Hummel und der bildenden Künstlerin Amber Hummel zog Anfang Juli erstmals ein Mutter-Tochter-Tandem in das Wohnhaus des Schriftstellers Günter de Bruyn (1926–2020) ein. Eleonora Hummel liest aus preisgekrönten wie unveröffentlichten Texten.
Wie wurden Nachrichten zu Kleists Zeiten übermittelt? Zunächst entstehen eigene Siegelstempel, mit denen Briefe verschlossen werden können. Anschließend werden Umschläge gefaltet und mit Tinte und Feder beschriftet. In Sütterlin-Schrift werden schließlich eigene Texte verfasst und gestaltet.
Teilnahmegebühr: 5 € pro Person, inkl. Materialien, Spenden willkommen; Anmeldung unter kasse@kleist-museum.de nötig
Um 17:30, 19:30 und 21:30 Uhr bieten wir Express-Führungen durch unsere Dauerausstellung „Rätsel. Kämpfe. Brüche.“ an. Um 18:30 und 20:30 Uhr erzählen wir Geschichten über ausgewählte Objekte, die normalerweise nicht im Rampenlicht stehen.
Zum Ausklang der Museumsnacht laden wir um 22 Uhr zum „PubQuiz“ in Kooperation mit dem KUKURYKU! ins Museum ein. Rätseln Sie allein oder in kleinen Gruppen zu allen möglichen Fragen – Kleist-Wissen nicht vonnöten. Und einen kleinen Preis gibt es auch zu gewinnen!
Bücher prägen sein Leben: Nach der Fachschule für Bibliothekare und Zwischenstationen in der Stadt- und Bezirksbibliothek Frankfurt (Oder), im Jugendliteraturclub, im Stadtarchiv, im Frankfurter Haus der Künste und in der Bücherstube des Union Verlages hatte es Hans-Jürgen Rehfeld das Kleist-Museum angetan.
Laudatio: Wolfgang de Bruyn; musikalische Begleitung: Hannes Zerbe
Eine Veranstaltung der LOSCON Kulturstiftung für Ostbrandenburg
„Ach!“, seufzt Alkmene am Ende des Dramas „Amphitryon“ und prägt damit einen der wohl bekanntesten Kleist-Ausdrücke. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit dem Drama rund um Doppelgänger, Götter und Menschen.
Bringen Sie Picknickdecken und Speisen mit, Getränke können Sie vor Ort erwerben.
Die Klarinette wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erfunden und wird mit Kleist in Verbindung gebracht. Doch woher kannte Kleist das neuartige Musikinstrument? Die Schwester Friedrichs des Großen spielt eine Rolle, das Exerzieren der Gardesoldaten in Potsdam und die Militärmusik.
Torsten Flüh präsentiert in Bild und Ton eine wahrscheinliche Geschichte Heinrichs von Kleist mit der Klarinette.
Eintritt: 8 €, erm. 5 € (inkl. Salontee und Gebäck)