Die Collage zeigt im Hintergrund eine rissige, helle Beton- oder Putzfläche. Darauf sind Notenlinien und Noten zu sehen, die diagonal verlaufen. Im Vordergrund ist ein braun getönter Heinrich von Kleist zu erkennen. Die Collage zeigt verschiedene Risse auf.

Chorprojekt:
Stimmen
statt Scherben

Ein Chorprojekt zu „Der zerbrochne Krug“

Bei „Stimmen statt Scherben“ handelt es sich um eine chorperformative Auseinandersetzung mit „Der zerbrochne Krug“. Der Komponist Kilian Verburg (*1993) erarbeitete das Chorprojekt mit einer Gruppe von Laiensänger*innen.

Was hat Dorfrichter Adam Eve angetan?

Als Eve davon berichtet, wie der Dorfrichter Adam sie nachts aufgesucht und erpresst hat, lässt sie aus, was genau in ihrem Zimmer geschah. Auch die Chorgruppe lässt diese Leerstelle offen.

Gesang und Geschirrklappern, Eve-Monolog und Marionettentanz

Stimmen statt Scherben“ ist in fünf Teile gegliedert. Zunächst singt die Chorgruppe die erste Strophe des Volkslieds „Sah’ ein Knab ein Röslein stehen“und löst sich dann in individuelles Singen wie Sprechen auf. Im nächsten Teil erklingt Geschirrklappern und die Aufführenden locken sich gegenseitig an. Dabei werden von den Aufführenden individuell die verschiedenen Betrachtungsweisen von gemeinsamem Tanz hin zu Gesten des (stumpfen) Geführtwerdens ausgelotet. Danach formiert sich die Gruppe zu Eves Monolog, dem ein Marionettentanz folgt. Abschließend wird die dritte Strophe des Volkslieds hinter dem Vorhang gesungen und zerfällt am Ende in Windgeräusche.

Live-Mitschnitt aus dem Kleist-Museum

Stimmen statt Scherben“ wurde anlässlich der Kleist-Festtage am 11. Oktober 2025 zweimal im Kleist-Museum aufgeführt. Der Live-Mitschnitt ist hier zu sehen und zu hören.

Video- und Tonaufnahme: Phyll Priewisch 

Das Projekt wurde durch die Plattform Kulturelle Bildung gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.